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Ab 7. Mai heißt die Sendung OLi's Radioshow!!

 

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Sendung vom 7. Februar 2007 / 18:05 Uhr

ausgestrahlt auf oeins

Hier können Sie die Themen der Sendung nachlesen und welche Musiktitel Klicken Sie hier, um die Beiträge zu hören!!gespielt wurden.

Klicken Sie rechts auf den blauen Lautsprecher, um die Beiträge der Show jetzt zu hören.

Die Themen:

Kegelparty 2007 - Die große Party in der Weser-Ems-Halle
Jungsheft - Ein Erotikmagazin von Mädchen, für Mädchen
Thomas Reiter - Gestern noch im All, jetzt bei OLi’s Abendshow

Die Höhner haben gesungen: „Da sind wir dabei, das ist prima, Viva Colonia!“ - Köln ist natürlich eine schöne Stadt, da wird viel gefeiert, da hat man den Karneval. Aber wir im Norden haben jetzt auch was ganz Tolles, denn was 2003 als Versuch begann, hat sich binnen kürzester Zeit zu einem Highlight im norddeutschen Veranstaltungskalender entwickelt: Ich spreche natürlich von der Oldenburger Kegelparty, die am 2. und 3. Februar stattgefunden hat, und das ist ja das Oldenburger Stadtfest unterm Hallendach. Es war die fünfte Auflage dieser Party und das bedeutete natürlich eine ganz besondere Geburtstagsstimmung in der Halle. Das beste Geschenk machte sich die Kegelparty selbst, denn trotz der ungeliebten Mehrwertsteuererhöhung blieben alle Preise stabil.

Kegelparty 2007 - was heißt das eigentlich? Wenn man das mal kurz zusammenfasst, bedeutet das: Sieben DJ’s in sechs Hallen, fünf Live-Acts, vier Gogo’s, drei sogenannte ‚Spaß-Zonen’ und zwei Tage wurde durchgefeiert.

Ich habe mich mal für sie in das Getümmel gestürzt, ich habe es gewagt, mitzufeiern auf der Kegelparty und natürlich habe ich die Menschen gefragt, was ist eigentlich so toll an der Kegelparty?

Oli: „Gefällt ihnen eigentlich die Kegelparty?“

Kegeldame „Wunderbar!“

Oli: „Haben Sie auch gekegelt?“

Kegeldame „Wir müssen noch!“

Oli: „Sie müssen noch! - Mit wie vielen Damen sind sie hier?“

Kegeldame „Neun.“

Oli: „Und wie heißt ihr Verein?“

Kegeldame „Die lustigen Holzköpfe!“

Oli: „Geht’s hier heute auch um was? Gibt es einen Pokal zu gewinnen?“

Kegeldame „Nein, es gibt Reisen zu gewinnen.“

Oli: „Und rechnen sie sich Chancen aus?“

Kegeldame „Natürlich! Immer! <lacht> Immer! Dreimal schon gewonnen!“

Oli: „Schon dreimal gewonnen? Oh! Herzlichen Glückwunsch! Wohin würden sie denn gerne reisen, wenn sie gewinnen?“

Kegeldame „Wo wollen wir denn gerne hinreisen wenn wir gewinnen? <fragt ihre Kegelkolleginnen> Ins Münsterland? Ja, Münsterland ist auch schön!“

andere Kegeldame ruft: „Finteln!“

Kegeldame „Ja, Finteln ist auch schön!“

Oli: „Was ist denn der Hauptpreis?“

Kegeldame „Weiß nicht, Mallorca? Keine Ahnung!“

Oli: „Mallorca ist ja auch nicht schlecht!“

Kegeldame „Auch nicht schlecht!“

Oli: „Und nach dem Kegeln kräftig abfeiern?“

Kegeldame „Kräftig abfeiern!“

Oli: „Alles klar! Vielen Dank!“

 

Auf der Kegelparty 2007 wurde aber nicht nur gekegelt, nein, man konnte auch Fußball spielen! Das hat natürlich auch einige Fußballvereine magisch angezogen.

Oli: „Darf ich Dich mal fragen: Nach Kegeln sieht das hier aber wenig aus, was macht ihr hier?“

Fußballer: „Fußball, wir sind eine Fußballtruppe! Wir fahren immer einfach so mal los!“

Oli: „Also ihr seit nicht zum Kegeln hier?“

Fußballer: „Nein wir sind eine Just-For-Fun-Mannschaft, einfach mal so ‚Freund-mäßig’!“

Oli: „Und wo kommt ihr her? Aus Oldenburg? Oder kommt ihr von weiter her?“

Fußballer: „Nee, wir kommen von weiter her, aus Steinheim/Westfalen da unten, Höxter, Paderborn da die Ecke, daher kommen wir!“

Oli: „Seit ihr extra für die Kegelparty hier her gekommen?“

Fußballer: „Ja! Ja!“

Oli: „Seit ihr das erste Mal hier? Oder wart ihr in den letzten Jahren schon mal hier?“

Fußballer: „Nee, wir sind das erste Mal dabei! Also wir waren schon zusammen auf Mallorca und da haben wir gehört, es gibt eine Kegelparty und dann haben wir beschlossen, wir nehmen ein Hotelzimmer für eine Nacht und fahren hier her!“

Oli: „Gefällt es euch hier?“

Fußballer: „Wir sind gerade erst eine halbe Stunde hier aber die Stimmung ist schon sehr gut, aber der Abend ist ja auch noch jung!“

Oli: „Dann wünsch ich euch noch viel Spaß, vielen Dank!“

Oli: „Darf ich euch mal fragen: Seit ihr zum ersten Mal auf der Kegelparty oder seit ihr schön öfter hier gewesen?“

Keglerin: „Schon öfter!“

Oli: „Und, gefällt es euch?“

Keglerin: „Na klar!“

Oli: „Gestern schon hier kräftig aktiv gewesen oder ist heute der erste Tag?“

Keglerin: „Heute ist der erste Tag!“

Oli: „Habt ihr schon gekegelt oder seit ihr keine Keglerinnen?“

Keglerin: „Wir haben schon gekegelt, ja!“

Oli: „Was gibt’s denn hier zu gewinnen, wenn man kegelt?“

Keglerin: „Eine Reise mit Übernachtung, glaube ich!“

Oli: „Und wie sind da eure Chancen?“

Keglerin: „Sehr gut!! <lacht sich scheckig>“

Oli: „Wie habt ihr abgeschnitten beim Kegeln?“

Keglerin: „Das ist eigentlich nicht so wichtig, aber ich finde nicht so gut...“

Oli: „Dann wird es mit der großen Reise nichts werden? Oder?“

Keglerin: „Ein Trostpreis vielleicht!“

Die stetig wachsende Resonanz auf die Oldenburger Kegelparty zeigt, dass die Initiatoren vor fünf Jahren einfach das richtige Näschen hatten und mit der Kombination aus sportlich-spaßigem Wettkampf und Party-Power total ist die Oldenburger Weser-Ems-Halle am ersten Februar-Wochenende zu dem zentralen Anlaufpunkt im gesamten Norden geworden.

Oli: „Und? Heute Abend noch Party bis zum Umfallen?“

Kegler: „Nein, also wir trinken jetzt das Bier aus, dann gehen wir nach Hause!“

Oli: „Tatsächlich?“

Kegler: „Ja, wirklich!“

Oli: „Ich bin gespannt!“

Kegler: „Wir sind Sportler von Natur aus, warum sollten wir jetzt noch hier bleiben? <schallendes Gelächter im Hintergrund>“

Oli: „Darf ich euch auch mal kurz fragen? Wo kommt ihr her?“

Keglerin: „Aus Brake!“

Oli: „Seit ihr zum ersten Mal auf der Kegelparty oder seit ihr schön öfter hier gewesen?“

Keglerin: „Das zweite Mal.“

Oli: „Also, wenn ihr schon öfter hier gewesen seit, gefällt es euch offensichtlich?“

KegelKeglerin: „Super!“

Oli: „Was ist das beste hier auf der Party?“

Keglerin: „Die Stimmung an sich, es ist eine prima Stimmung! Es lohnt sich, wieder zu kommen!“

Oli: „Und heute Abend noch Party bis zum Umfallen?“

Keglerin: „Ja, bis der Bus uns nachher nach Hause bringt.“

Oli: „Ihr fahrt also heute Abend noch nach Hause?“

Keglerin: „Ja!“

Oli: „Dann wünsche ich euch noch viel Spaß!“

Oli: „Wolltest du auch was schlaues sagen?“

Manfred Scholz, TV-Team Oeins: „Ich kann ja nix Schlaues sagen, das weißt du ja! Wir kennen uns zu lange, als dass ich noch was Schlaues sagen könnte! --- Oldenburg eins Lokalsender huhuhuhuhuuuu!!“

Immer mehr Gäste kamen von weit her - teilweise von sehr weit her - um bei diesem Spektakel dabei sein zu können. Im vergangenen Jahr war ja erst mal ein eigener Tanzzug auf die Gleise gestellt worden, der in Köln startete und über Münster und Osnabrück in die Huntemetropole fuhr. Schon während der Reise wurde natürlich ordentlich Party gemacht - das gehört ja auch immer dazu in so einem Partyzug - sodass die Fahrgäste schon in bester Stimmung waren, als sie die Eingangspforten der Kegelparty passierten. Auch in diesem Jahr, im Jahr 2007 ist so ein Tanzzug gefahren. Er hat sich zwar ein bisschen verspätet, aber, wen kümmert das schon, wenn man so eine tolle Party erwartet, da macht es nichts, wenn man ein paar Minuten zu spät kommt. Und dann war da ja noch der Verein ‚Die Gewitterhexen’ und die traf ich im VIP-Bereich

Gewitterhexe: „OK, was hast du für Fragen? Ich beantworte alles!“

Oli: „Bist du zum ersten Mal hier?“

Gewitterhexe: „Das zweite Mal!“

Oli: „Zum zweiten Mal! Also gefällt es dir hier?“

Gewitterhexe: „Super!“

Oli: „Was ist denn das beste an der Kegelparty?“

Gewitterhexe: „Essen, trinken, kegeln... alles super! Toll organisiert! Richtig toll hier!“

Oli: „Und wie seit ihr hier in den VIP-Bereich reingekommen?“

Gewitterhexe: „Ausgelost worden!“

Oli: „Ausgelost worden! Was war das für eine Verlosung?“

Gewitterhexe: „Vom Huntereport wurde das organisiert und ich glaube auch NWZ, aber das weiß ich nicht so ganz genau... Auf jeden Fall wurden wir ausgelost! Jetzt haben wir viel Spaß!“

Oli: „Wie heißt euer Verein?“

Gewitterhexe: „Die Gewitterhexen!! Yeaaaaahhhh!“

Oli: „Habt ihr schon gekegelt heute?“

Gewitterhexe: „Ja! Heute haben wir gekegelt und wir liegen zur Zeit auf dem fünften Platz.“

Oli: „Gibt’s da noch einen Preis, eine Reise oder so?“

Gewitterhexe: „Das weiß ich nicht ganz genau, ich glaube, wir sind aus der Verlosung raus. Ich weiß das nicht so ganz genau!“

Oli: „Seit wann gibt’s denn euren Verein?“
Gewitterhexe: „Seit anderthalb Jahren.“

Oli: „Und offensichtlich mit viel Spaß bei der Sache?“

Gewitterhexe: „Ja, viel Spaß! Die Gewitterhexen! Seit anderthalb Jahren sind wir dabei!“

Oli: „Jaja. - Und wie lange musstet ihr kegeln heute?“

Gewitterhexe: „Wie lange? Also jeder mal so drei Minuten würde ich sagen. Und unsere besten sind Tanja Höpken und Marlies Kabucke. Und ich denke mal, wir räumen vielleicht noch was ab! Vielleicht haben wir ja Glück!“

Und dann waren sich die Damen mit einem Mal nicht mehr sicher, ob es den Verein ‚Die Gewitterhexen’ nun anderthalb, zwei oder gar fünf Jahre gibt und es entbrannte eine lebhafte Diskussion, aus der ich gar nicht mehr heraus kam!!

Oli: „Du bist die Pressesprecherin der ‚Gewitterhexen’ - dann leg mal los!“

Pressesprecherin Gewitterhexe: „Was denn? Was denn?“

Oli: „Irgendwas habe ich gerade gehört mit ‚Korrektur’!“

Pressesprecherin Gewitterhexe: „Ja, anderthalb Jahre, das stimmt gar nicht! Beate! <ruft> Das ist doch länger als anderthalb Jahre! Nee! Das ist schon das zweite Jahr jetzt! <lacht> Nee, wir warten ab, bis die anderen beiden von der Toilette wieder kommen!“

Zwischenruf einer anderen Gewitterhexe: „Der nimmt doch die ganze Zeit auf, Mensch, pass auf bitte, was du sagst!!“

<großes, lautes Gelächter>

Oli: „Also einigen wir uns auf mindestens anderthalb Jahre!“

Pressesprecherin Gewitterhexe: „Zwei Jahre!“

 

Organisiert wurde die Kegelparty wie in jedem Jahr von Gerhard Preuß, den ich beim Karaoke-Singen erwischte.

Oli: „Zum wievielten Mal organisieren sie die Kegelparty?“

Gerhard Preuß: „Zum fünften Mal!“

Oli: „Jetzt haben sie hier gerade gesungen - Karaoke - sie geben wirklich alles für diese Party, oder?“

Gerhard Preuß: „Ja, selbstverständlich! Muss man doch! Oder nicht?“

Oli: „Sind sie denn in diesem Jahr zufrieden mit den Besucherzahlen?“

Gerhard Preuß: „Ja! Ganz schlicht und ergreifend: Ja! Jetzt, zu diesem Zeitpunkt können wir richtig zufrieden sein, sie sehen es ja selbst, sie sind ja durchgelaufen, ich glaube, wir können gut zufrieden sein!“

Oli: „Welche Highlights können die Gäste heute noch erwarten?“

Gerhard Preuß: „Heute Abend komme noch auf der Hauptbühne ‚Die Partyschweine’, das ‚Chaosteam’ und ‚Right Said Fred’!“

Oli: „Sie sind so guter Laune, werden sie nächstes Jahr wieder eine Kegelparty machen? Haben sie das schon entschieden?“

Gerhard Preuß: „Gehen wir mal von aus! Mal ganz schlicht, wir gehen davon aus!“

Oli: „... dann wünsche ich ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg!“

Oli: „Darf ich euch mal fragen, was seit ihr für eine Truppe?“

ein Holzmichel: „Die Holzmichels! Kegelclub ‚Die Holzmichels’!“

Sprechgesang der Holzmichels: „Hier regier’n die Holzmichels! Hier regier’n die Holzmichels!“

ein Holzmichel: „Wir sind ein ganz junger Kegelclub! Die Holzmichels!“

Oli: „Wo kommt ihr her?“

ein Holzmichel: „Gemeinde Dötlingen!“

Oli: „... und extra für die Kegelparty hier nach Oldenburg gekommen?“

ein Holzmichel: „Wir reisen jedes Jahr nach Oldenburg an! Seit drei Jahren! Jedes Jahr dabei!“

Oli: „Ihr seit immer dabei!“

ein Holzmichel: „Wir sind immer dabei!“

Oli: „Was ist denn das beste an der Kegelparty?“

ein Holzmichel: „Das beste an der Kegelparty ist das Feiern! Wir kegeln erst um halb elf, müssen wir mal gucken, ob wir das noch schaffen! Och, das haut schon hin! Irgendwie!“

Oli: „Gut, dann wünsch ich euch noch viel Spaß! Und viel Erfolg beim Kegeln!“

ein Holzmichel: „Danke!“

Natürlich war auch die Rettungswache an den beiden Abenden besetzt. Dienst geschoben hat das Deutsche Rote Kreuz - DRK. Ich habe mit dem Rettungssanitäter Silvio Kielat gesprochen.

Oli: „Kegelparty 2007 - Habt ihr viel zu tun? Viele Menschen zu versorgen?“

Silvio Kielat: „Nicht mehr wie sonst auch.“

Oli: „Wart ihr gestern schon hier?“

Silvio Kielat: „Ja, wir waren gestern schon vor Ort.“

Oli: „Wie war gestern die Situation? Gestern gab es wohl eine Schlägerei, kannst du mehr dazu sagen?“

Silvio Kielat: „Das waren Kleinigkeiten, was üblich ist, aufgeplatzte Wunden, cut-mäßig, aber das war alles nichts Weltbewegendes, nach meiner Meinung! Bis jetzt alles ruhig! Alles gut! Aber ich denke mal, dass wir ab 22 Uhr mehr zu tun bekommen!“

Oli: „Mit wie vielen Leuten seit ihr hier unterwegs?“

Silvio Kielat: „Momentan sind wir zu zweit aber wir kriegen ab 22 Uhr Verstärkung, so dass wir von uns aus aufstocken, denn wir wissen aus der Erfahrung, dass es später sicher für uns noch mehr zu tun geben wird.“

Oli: „Und dann lauft ihr durch die Hallen und passt ein bisschen auf? Oder seit ihr nur hier auf der Hallen-Wache anzutreffen?“

Silvio Kielat: „Wir werden nicht die Zeit haben, durch die Hallen zu laufen, aber die Security unterstützt uns, die führen uns die Leute zu. Wir werden hier nicht großartig durch die Gegend rennen können, die Zeit haben wir nicht!“

Oli: „Seit ihr hauptamtlich tätig oder rein ehrenamtlich?“

Silvio Kielat: „Rein ehrenamtlich ist das hier.“ Bild von der Kegelparty 2007

Oli: „Also reine Freizeit?“

Silvio Kielat: „Ja, sozusagen!“

Silvio Kielat: „Du musst ja den ganzen Abend nüchtern bleiben, geht einem die Kegelparty nicht irgendwann auf den Senkel, wenn man das Treiben hier so beobachten muss?“

Silvio Kielat: „Nee, im Gegenteil, man freut sich drüber, dass andere Leute feiern können, man selber ist Anti-Alkoholiker, dann stört es einen weniger.“

Oli: „Das war es schon, vielen Dank für das Gespräch!“

Neben dem ganzen Spaß, der Feierei und Trinkerei wurde natürlich auch gekegelt und die Bahnaufsicht hatte unter anderem Dieter Punke. Was heißt das eigentlich: ‚Bahnaufsicht’? Unter anderem das habe ich ihn gefragt...

Oli: „Sie sind hier Preisrichter, oder wie nennt man das?“

Dietert Punke: „Wir machen die Aufsicht hier vom Betriebssport aus, das machen wir schon, solange es die Kegelparty in Oldenburg gibt. Wir sind hier mit 23 Personen, die sonst alle in der Kegelabteilung bei uns kegeln. Wir kegeln bei der Post, das sind alles Betriebssportmannschaften, zum Beispiel kegel ich bei der Post, die anderen Kollegen alle von verschiedenen Betrieben, nicht wahr? Der gesamte Betriebssport ist in Oldenburg zusammengefasst in mehreren Staffeln zum Kegeln. Wir kegeln sonst im OKC, machen dort unsere Punktspiele und machen hier die Aufsicht jetzt, weil der Herr Preuß uns angesprochen hatte, ob wir das machen wollten.“

Oli: „Was heißt jetzt Aufsicht? Worauf passen Sie auf?“

Dietert Punke: „Wir passen darauf auf, dass der reibungslose Ablauf hier vonstatten geht. Die Leute müssen sich bei uns hier melden, wir prüfen nach, ob das alles in Ordnung ist und dann können die zur Bahn gehen. Anschließend kommen sie zurück, wir kopieren die Sachen noch mal, eine Kopie bekommt der Kunde - der Kegler - wieder mit und eine Kopie behalten wir, die geht dann zum Zentrum, zur Rechenstelle.“

Oli: „Wie viele Mannschaften kegeln denn heute?“

Dietert Punke: „Gestern waren es glaube ich 130, heute sollen es ja wohl 150 bis 160 werden, wir wissen aber nicht, ob schon alle erschienen sind, denn es soll unterwegs schon ein Bus stecken geblieben sein, der Zug soll auch Verspätung haben, da muss man immer warten, was sich hier so ergibt!“

Oli: „Wenn sich die Leute hier schon so anstrengen, gibt’s denn auch was zu gewinnen?“

Dietert Punke: „Ja, es gibt auch was zu gewinnen und zwar in jeder Gruppen: Bei den Herren, bei den Damen, bei den Einzelkeglern und bei den gemischten Clubs gibt es jeweils zehn Reise-Preise, das sind immer Preise, die dieses Jahr denn ausgegeben werden an die ersten zehn besten aus jeder Gruppe.“

Oli: „Dietert Punke - vielen Dank für das Gespräch!“

Oli: „Oliver Rosenthal von Oeins. Wie sieht’s denn bei euch aus mit dem Kegeln?“

aktiver Kegler 1: „Eigentlich ganz gut aber die Leistungen sind sehr durchwachsen heute!“

Oli: „Es gibt ja Preise zu gewinnen, Reisen soweit ich weiß, habt ihr noch Chancen?“

aktiver Kegler 1: „Glaube ich nicht, vielleicht sind wir vorne mit dabei, aber ich glaube es nicht!“

aktiver Kegler 2: „Dieses Jahr wohl nicht, aber wir haben in den letzten Jahren auch schon mal den ersten Platz und den dritten Platz gemacht!“

Oli: „Oh! Das ist ja toll! Dann seit ihr wohl regelmäßig hier, was?“
aktiver Kegler 2: „Ja, jedes Jahr! Wir sind das vierte Mal jetzt hier! Das vierte Mal!“

Oli: „Was gefällt euch denn besonders an der Kegelparty, was ist so toll hier?“

aktiver Kegler 1: „Im Grunde, wenn nachher in der großen Halle die Party abgeht! Im Grunde, das Kegeln vorweg, schön konzentriert und dann das Feiern anschließend, das ist richtig gut!“

Oli: „Das heißt, man freut sich, wenn man beim Kegeln gewinnt, aber wenn man verliert, ist das auch nicht so schlimm?“

aktiver Kegler 1: „Genau! Das Zusammensein danach wenn sich alle anjubeln und so und das Bier trinken... die Gemeinschaft nachher denn auch, ne?“

Oli: „Ahso! - Sag noch einmal den Namen eures Vereins ins Mikro?“

aktiver Kegler 2: „Ammerländer Trinkersonne!“

Oli: „Kommt ihr aus Westerstede oder wo kommt ihr her?“

aktiver Kegler 2: „Nee, aus Rastede!“

Oli: „Gut, dann wünsch ich euch noch weiterhin viel Spaß und Erfolg!“

Oli: „Sie starren so gespannt auf die Anzeigetafel. Fiebern sie für einen bestimmten Verein?“

Keglerin: „Ja, genau! Wie heißt der noch? Achja: Kugelblitz! Aber, wir stehen noch nicht drauf! Wir stehen aber an zweiter Stelle!“

Oli: „Dann haben sie ja die Chance, einen Preis zu gewinnen!“

Keglerin: „Ja! Auf alle Fälle! Wie jedes Jahr!“

ihr Mann: „Wie jedes Jahr!“

Keglerin: „Ja, jedes Jahr!“

Oli: „Ihr seit jedes Jahr hier?“

Keglerin: „Ja, jedes Jahr!“

ihr Mann: „Ja, jedes Jahr!“

Oli: „Was ist denn so toll an der Kegelparty?“

Keglerin: „Alles! Die Stimmung! Alles! Alles super toll!

Oli: „Dann wünsch ich weiterhin viel Spaß!“

Keglerin: „Dankeschön!“

Sogar ein Reiseveranstalter hatte einen Stand auf der diesjährigen Kegelparty.

 

Oli: „Oliver von Oeins, darf ich dich mal was fragen?“

Andre Schmidtke: „Sehr gerne darfst du mich von Rainbow was fragen!“

Oli: „Was macht ihr denn hier auf der Kegelparty?“

Andre Schmidtke: „Wir verteilen Luftballons und verschenken heute eine Reise nach Paris, eine Reise nach Amsterdam, Prag oder London.“

Oli: „Wie ist bei euch der Zulauf am Stand?“

Andre Schmidtke: „Sehr erstaunlich, obwohl wir hier ja im Ü30er-Bereich drinne sind, aber du siehst es selbst mit deinen eigenen Augen, wir haben hier eine riesengroße Kegelgruppe, die sind alle zwischen 23 und 26 Jahre alt und wir haben Fotos mit denen gemacht, haben ihnen Trillerpfeifen geschenkt und die Mädels sind richtig gut drauf hier! Also ein super Erfolg - Danke!“

Oli: „Was ist denn so die exotischste Reise, die du je verkauft hast?“

Andre Schmidtke: „Die exotischste Reise, die ich je verkauft habe ging zum Stubaital mit zwei bis drei großen Musikbands, die einfach sagten: ‚Komm, wir machen da richtig Party!’ - mit Peter Wackel zusammen, der war nämlich auch mit auf dem Bus dabei!“

Oli: “Andre Schmidtke von Rainbowtours, vielen Dank für das Gespräch!”

Oli: „Die ‚Polizei’ heute Abend hier, auf wen oder was passt ihr denn auf?“

‚Polizistin’: „Ja, erst mal gucken, wie viel hier getrunken wird, da müssen wir ein bisschen drauf aufpassen!“

Oli: „Und das testet ihr, in dem ihr von Halle zu Halle geht und überall mal nachschaut?“

‚Polizistin’: „Ja, ja das kostet 2,50 EUR ein Test und das ist so zum Spaß, die kriegen dann so einen kleinen Ausweis und da steht dann drauf, wie viel Promille sie schon drin haben!“

Oli: „Bei all eurer Arbeit, die ihr zu erledigen habt, worauf freut ihr euch denn?“

‚Polizistin 2’: „Ja, hoffentlich viel Spaß!“

Oli: „Was ist mit Right Said Fred? Pflichtprogramm, oder?“

‚Polizistin 2’: „Ja, auf jeden Fall!“

Oli: „Gut, dann wünsch ich euch noch viel Spaß!“

Das war der Bericht über die große Kegelparty, sie fand am 2. und 3. Februar 2007 in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg statt und das war ein Riesenereignis!

Hilfreiche Links zu diesem Thema:

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Pornomagazine für Männer gibt es viele. Sei es das Schmuddelheft aus dem schummrigen Sex-Shop am Bahnhof oder das Hochglanz-Männer-Magazin vom Kiosk um die Ecke. Solche Publikationen werden in der Regel von Männern - für Männer produziert - Erotik in Heftform, das ist eben reine Männersache.

Warum aber gibt es eigentlich keine entsprechenden Magazine für Frauen? Besser noch, von Frauen für Frauen? Hat das weibliche Geschlecht kein Interesse an ansprechenden Erotikmagazinen?

Kaum zu glauben, denn unsere Recherchen haben ergeben, dass viele Mädchen und Frauen die Nase voll haben von den sogenannten Frauenzeitschriften, die sich auf Mode, Essen, Diäten, Styling und Schminktipps beschränken. Nackte Männer gibt es in der Petra, Brigitte, Jolie, Lisa, Laura, Lara - und wie sie alle heißen - eben leider nicht zu sehen.

Hier scheint offenbar eine echte Marktlücke zu bestehen.

Zwei Mädchen aus Köln haben sich aufgemacht, diese Lücke zu schließen. Elke Kuhlen und Nicole Rüdiger produzieren seit August 2005 das sogenannte Jungsheft - ein Pornoheft für Mädchen. Seit dem ist bereits die dritte Ausgabe erschienen.

Der Inhalt laut Selbstbeschreibung: „Nackte Jungs und alles, was die tollsten Mädchen der Welt sehen und lesen wollen!”.

Was dieses sehr erfolgreiche Heft so außergewöhnlich macht, erklärt uns jetzt die Mitherausgeberin Nicole Rüdiger, die ich ganz herzlich am Telefon begrüße!

Oli: „Nicole, wie seit ihr auf die Idee gekommen, ein Erotikmagazin für Mädels zu machen?“

Nicole Rüdiger: „Elke und ich waren damals im Urlaub mit einem recht attraktiven Mann, wir waren zu dieser Zeit beide in einer festen Beziehung und wir haben uns immer gefragt, warum gibt es für uns keine Möglichkeit, Jungs mal nackig zu sehen! Klar, es gibt so viele Männer in T-Shirts, aber man sieht leider nie das, was drunter ist. So ist dann die Idee entstanden, dass die Jungs nackt sein sollen. Ein anderer Aspekt war, dass wir vom Zeitungsmarkt ein bisschen gelangweilt waren. Da stehen immer nur die gleichen Tipps drin, wie zum Beispiel: ‚Wie mache ich mir die Haare?’, ‚Was trägt man in Paris?’ oder ‚Wie muss ich mich hinsetzen, damit mein Freund meinen dicken Bauch nicht sieht?’ und weitere Tipps in dieser Art. Das wollten wir eigentlich nicht mehr lesen. So kam es dann zum Jungsheft!“

Oli: „Wo bekommt man denn das Heft, wo kann man es kaufen?“

Nicole Rüdiger: „Das bekommt man über unsere Internetseite www.Jungsheft.de oder über verschiedene Geschäfte - es sind zur Zeit fünfzehn Geschäfte, die unser Heft verkaufen - weil wir es halt nicht über den normalen Kiosk verkaufen dürfen.“

Oli: „Was kostet das Jungsheft?“

Nicole Rüdiger: „Sechs Euro, weil es komplett selbst finanziert ist!“

Oli: „Was bietet das Heft?“

Nicole Rüdiger: „Wir bieten den Jungen von nebenan - nackt mit einer Erektion - und eben Text, die sich von der Petra, der Brigitte und der Jolie abheben!“

Oli: „Warum ist es notwendig, ein Pornoheft von Mädchen - für Mädchen zu machen?“

Nicole Rüdiger: „Weil es das noch gar nicht gibt! Damit Mädchen endlich mal die Möglichkeit haben, Jungs nackt zu sehen und zwar Jungs, auf die wir eben halt stehen. Natürlich gibt es Frauen, die gerne den Feuerwehrmann nackt sehen wollen, der voller Ruß neben seinem Schlauch steht - das gibt es bestimmt auch schon - aber, das ist nicht das, war wir auch sehen wollen. Ich glaube auch, es gibt einen ganz großen Markt für Mädels, die einfach was ganz anderes sehen wollen. Es ist halt heute immer noch nicht selbstverständlich, Männer nackt zu sehen. Es ist selbstverständlich, Frauen nackt zu sehen, die sehe ich ja schon, wenn ich morgens mein Müsli esse, aber für Frauen gibt es das einfach noch nicht und ich glaube, das war jetzt einfach mal Zeit!“

Oli: „Der Untertitel des Heftes lautet ‚Porno für Mädchen’. Bekommt die Leserin also auch Porno-Szenen zu sehen? Wir der Geschlechtsakt gezeigt?“

Nicole Rüdiger: „Nein, nach unserer Definition gibt es nichts pornografisches zu sehen, es gibt keine Interaktion oder noch schlimmer, das Abspritzen oder so, das gibt es bei uns im Heft einfach nicht. Es ist nur der Junge, mit einer Erektion, wie er einem durchaus morgens begegnen könnte in der Wohnung!! [lacht sich scheckig! die Red.]“

Oli: „Du machst das Heft mit deiner Freundin Elke zusammen, wie alt seit ihr eigentlich?“

Nicole Rüdiger: „27 und 28 - Ich würd ja immer so gerne behaupten, ich wär noch 23, aber das stimmt ja leider nicht!“

Oli: „Nun gibt es im Heft auch jede Menge zu lesen, was sind das für Beiträge, die ihr den LeserInnen präsentiert?“

Nicole Rüdiger: „Wir haben immer ein Porträt über eine coole Frau und zwar nicht ne coole Frau, wie Nicole Kidman, über die man ja immer liest, sondern coole Frauen, die entweder was tolles machen, weil sie sich für irgendwas besonderes engagiert haben oder weil sie ne tolle Idee haben oder weil sie es einfach wert sind, als coole Frau bezeichnet zu werden. Dann gibt es verschiedene Kolumnen, die immer wieder wechseln, dann gibt es einen Sex-Text, es gibt eine Ode an verschiedene Personen oder Gegenstände. All das kann man in unserem Heft lesen!“

Oli: „Was sind das für Jungs, die sich ablichten lassen, wo kommen die her? Sind das Agentur-Bilder? Oder sind das tatsächlich die Jungs von nebenan?“

Nicole Rüdiger: „Das sind tatsächlich alles Jungs von nebenan. Über Agenturen kommen die nicht, das könnten wir uns gar nicht leisten. Man erzählt von seiner Idee oder von dem Heft und jemand sagt: ‚Ja, vielleicht würde ich das machen!’ - und das heißt, er wird mit Sicherheit drei oder vier Tage später von uns angerufen und dann wird gesagt: ‚Hey, du hast gesagt, du machst das! Und jetzt musst du es auch machen!’ - anschließend wird so lange genervt, bis sie es machen oder halt leider auch nicht machen, wie gesagt, es kommt halt alles über Mundpropaganda.“

Oli: „Ist es schwer, die Jungs zu überreden, sich auszuziehen?“

Nicole Rüdiger: „Es ist total schwierig, Jungs zu kriegen, aber es gestaltet sich noch schwieriger - muss ich gerade feststellen - Mädchen zu finden, denn wir wollen das, was wir jetzt mit dem Jungsheft machen auch in der gleich Ästhetik herstellen mit nackten Mädchen.“

Oli: „Es ist also doch viel einfacher, Jungs zu finden die sich nackt präsentieren, als Mädchen? Oder habe ich das falsch verstanden?“

Nicole Rüdiger: „Nee, das hast du vollkommen richtig verstanden. Auf der anderen Seite, jeder kennt ja den Typen, der in der Disco permanent seine Hose runterzieht, um seinen Arsch zu zeigen. Diesen Typen spricht man natürlich als erstes an, aber das ist dann zu 100% der Junge, der es nicht machen wird, sondern die, von denen man denkt, dass sie es nie tun würden. So ist das halt. Auf jeden Fall sind Jungs einfacher davon zu überzeugen sich auszuziehen als Mädchen, zumindest unter dem Aspekt, dass wir ja niemanden durch den Photoshop ziehen so wie das beim Playboy gerne gemacht wird. Die Susi, die als Zahnarzthelferin von nebenan dargestellt wird, die sieht so gigantisch aus, dass man einfach denkt: ‚Wow, entweder lebe ich in der falschen Stadt oder ich habe einfach komplett falsche Nachbarn!’. Da ist einfach ganz klar, die Fotos werden bearbeitet und das soll in unserem Heft eben nicht so sein und deshalb glaube ich, es ist ein bisschen schwieriger, Mädchen zu finden, die sich ausziehen, wenn sie nicht bearbeitet werden.“

Oli: „Wann erscheint das nächste Heft?“ Junge aus dem Jungsheft

Nicole Rüdiger: „Das nächste Heft kommt im März. Wir versuchen immer einen Turnus hinzubekommen von vier bis sechs Monaten. Wir machen es immer so, wenn das letzte Heft verkauft wurde, gibt’s ein neues Heft! Das ist so ein bisschen unser Motto!“

Oli: „Wer liest denn das Heft? Lesen es mehr Männer oder Frauen, kennt ihr eure Leserschaft?“

Nicole Rüdiger: „Ja, unsere Zielgruppe ist eindeutig von 18 bis 35 bei Frauen, danach hört es meistens auf, weil die dann einfach ganz klar sagen, die Jungs sind mir zu jung, die gefallen mir nicht, sie interessieren sich dann einfach auch nicht mehr unbedingt für die Texte. Es gibt aber auch immer mal wieder eMails, wo dann eine Frau schreibt: ‚Ich bin ja eigentlich gar nicht mehr eure Zielgruppe, aber ich finde das trotzdem ganz toll!’ - Aber wir haben auch ungefähr 20 bis 30% Männer, die unser Heft bestellen, das ist schon recht viel dafür, dass es eigentlich ein Heft für Mädchen ist.“

Oli: „Was hat denn Deine Familie gesagt, als sie erfuhr, dass du ein Pornoheft für Mädchen produzieren willst?“

Nicole Rüdiger: „Sagen wir mal so. Meine Mutter hätte sich sicherlich gewünscht, dass ich ein Anglermagazin mache, nicht unbedingt ein Pornoheft! Meinem Vater war es ganz wichtig, dass ich nicht selbst nackt drin bin. Meine Mutter hatte die Aufgabe, ihm das zu erzählen! Und dann sagte er so: ‚Oh Gott!! Ist Nicole drin?’ und meine Mutter antwortete: ‚Nee nee nee!!’ - und dann fand er es nicht so schlimm. Mein Bruder fand es anfangs total ekelhaft und wollte damit gar nichts zu tun haben. Aber als er dann mitbekam, dass das Ding echt gut läuft und die Resonanz positiv ist, kann ich nur sagen, jetzt unterstützt er mich, wo er nur kann. Wir sitzen ja immer zu Hause und müssen die Hefte selber eintüten, wir haben ja keinen großen Vertrieb und da hilft er auch immer mit. Eigentlich war die Reaktion durchweg positiv. Natürlich habe ich das meiner Oma noch nicht gesagt. Ich habe halt eine griechische Oma und das darf ich ihr eigentlich nicht erzählen, weil, ich glaube, das würde sie nicht verstehen. Aber ansonsten kann ich nicht sagen, dass es mich irgendwie beeinträchtigt hätte und Elke [die Mitherausgeberin - Anm. d. Red.] jetzt auch nicht wirklich!“

Oli: „Von der Familie einmal abgesehen: Wir hat denn das Umfeld reagiert?“

Nicole Rüdiger: „Es hat uns beide wirklich total überrascht, was mit dem Projekt passiert ist. Beim ersten Heft ging es noch und als das erste Heft zu Ende ging, bekamen wir einen recht großen Bericht in einer Frauenzeitung und seit dem ist es wirklich unglaublich! Seit dem ist es wirklich unglaublich, was da passiert - also jeden Tag mehr große Anfragen. Es ist jetzt nicht so, das alle geschrieen haben: ‚Juhu, jetzt gibt’s das endlich, jetzt gibt es auch weiblich Hugh Hefners!’ - So ist es nicht, aber ich kann mich nicht beschweren, es ist schon eher positiv als negativ. Es gibt so ein paar Reaktionen von irgendwelchen Männerwelten, die sagen, wir würden männlichen Sexismus betrieben. Da kann ich mir nur an den Kopf fassen! Aber insgesamt sind die Reaktionen schon eher positiv!”

Oli: „Ihr bietet in eurem Heft ein ‚Pornofilm-Ranking’ an. Was muss ich mir darunter vorstellen? Sitzt ihr zu Hause auf dem Sofa und schaut einen Pornofilm nach dem anderen und bewertet die dann?“

Nicole Rüdiger: „Den Artikel ‚Pornofilm-Ranking’ haben wir von jemandem zugeschickt bekommen, die sich eben genau damit beschäftigt hat. Eine Frau, die sich mehrere Pornofilme angeguckt hat und sie dann eben einfach bewertet hat aus der Sicht einer Frau. Es ist nicht so, dass wir in unserer Redaktion sitzen - die wir ja auch gar nicht haben - und sagen, ja jetzt müssen wir uns ganz viele Pornofilme anschauen, sondern es ist ein Artikel, der uns zugeschickt wurde.”

Oli: „Wer fotografiert denn die Models?“

Nicole Rüdiger: „Wir haben richtige Fotografinnen, die das für uns machen, aber die kommen dann eben aus unserem Freundeskreis. Es ist jetzt also auch nicht so, dass wir mörder-viel Geld für irgendwelche Fotografen bezahlen können. Aber wir haben halt schon Fotografinnen, die das für uns machen, wir selber sind jetzt halt nicht die begnadeten Fotografinnen.”

Oli: „Kann sich eigentlich jeder Mann bewerben? Könnte ich das auch machen? Ich meine, ich will mich jetzt nicht bewerben, aber wäre das theoretisch denkbar?“

Nicole Rüdiger: „Kannst du ruhig! Ja, natürlich, warum denn nicht? Bewerben kann sich jeder, allerdings nicht gleich mit Nacktfotos, sondern erst mal Portrait, das reicht uns erst mal! Wir wollen jetzt nicht sofort alles sehen! Jetzt ist es natürlich auch so, dass wir Bewerbungen bekommen, aber wir haben nicht in jeder Stadt eine Fotografin sitzen und wir können es uns nicht leisten, zu jedem hinzufahren, um da Fotos zu machen. Aber wenn sich jemand bewirbt, der in Hamburg, Berlin oder Köln wohnt oder da in der Nähe, dann können wir mit einer Fotografin vorbeikommen. Ansonsten war es auch schon mal so, dass jemand eine komplette Fotostrecke abgegeben hat, die ein Fotograf oder eine Fotografin gemacht hat, das ist natürlich großartig für uns, dann müssen wir nicht irgendwo hinfahren und das macht es einfacher. Außerdem, wenn derjenige einen Vertrauten hat, der schöne Fotos macht, ist es oftmals einfacher, als wenn da zwei wildfremde Frauen kommen. Da bekommt man ja auch nicht unbedingt eine Erektion - hab ich mir sagen lassen! Hab ich auf Fotos gesehen! <lacht sich scheckig > Die Erektion ist das Tüpfelchen auf dem ‚i’!”

Oli: „Die Jungs zeigen ja nun alles, auch eine Erektion. Ist die Erektion notwendig? Kommen also nur Fotos mit Erektion ins Heft?“

Nicole Rüdiger: „Es wäre schön, wenn er eine hat. Aber wenn er keine Erektion hat, können die Fotos durchaus auch ins Heft kommen.”

Oli: „Habt ihr auch schon mal Modelle bzw. Bewerbungen abgelehnt?“

Nicole Rüdiger: „Ja, wir haben schon eine gewisse Linie, aber es ist jetzt auch nicht so, wenn ich jeden Tag meine Emails checke, dass da 20 Bewerbungen vorliegen, so ist es leider auch nicht! Wenn, dann haben wir eher aus Gründen abgesagt, wenn zum Beispiel jemand in Hintertupflingen wohnt und wir dort niemanden kennen, der die Fotos machen könnte”

Oli: „Verfolgt ihr eine gewisse Linie im Heft, zeigt ihr nur eine bestimmte Art von Models? Bestimmte Typen?“

Nicole Rüdiger: „Es ist nicht wahllos, es soll schon einem gewissen Bild entsprechen. Ich finde, das sieht man auch in unserem Heft, das passt schon irgendwie. Klar, es ist nicht jedermanns Geschmack, aber es gibt eine gewisse Linie. Ich finde es immer so schlimm zu sagen, aber jetzt muss ich es tatsächlich tun: Unsere Linie ist so ein bisschen der Indie-Junge. ”

Oli: „Eine weitere Marktlücke wären Pornofilme von Mädchen - für Mädchen. Wäre das nicht noch ein reizvolles Projekt für euch?“

Nicole Rüdiger: „Ich will mich jetzt gar nicht so tief in diesem Porno-Business verwurzelt sehen, will nicht in die Porno-Szene, da komme ich auch nicht her, da sehe ich auch das Heft nicht und mich auch nicht in Zukunft! Wenn jemand sich Pornos angucken will, dann soll er unser Heft bestellen, da gibt es ein Pornofilm-Ranking. Ansonsten kann ich zu diesen Porno-Sachen relativ wenig sagen, weil, unser Heft heißt zwar ‚Porno’, aber nicht, weil wir es ‚porno’ finden, sondern weil wir es einfach so nennen müssen. Ich sehe mich überhaupt nicht in dieser Porno-Schiene.”

Oli: „Habt ihr Visionen? Wie soll sich das Heft entwickeln, wovon träumt ihr?“

Nicole Rüdiger: „Das Jungsheft soll auf jeden Fall wachsen, wachsen, wachsen! Wenn man es mal richtig durchspinnt, fände ich es toll, wenn man mal so Anfragen hätte, von ganz tollen Bands, die sagen: ‚Wir wollen unbedingt in euer Heft!’ - und wir sagen dann: ‚Ja, ihr wollt? Gerne!’ - und dann sitzt man irgendwann als weiblicher Hugh Hefner in seiner eigenen Grotte - das wäre doch großartig! Nein, realistisch gesehen wäre es einfach schön, wenn man seine Mitarbeiter mal bezahlen könnte, die Leute, die für uns schreiben, das fände ich einfach toll! Oder wenn man die Auflage steigern könnte, wenn man vielleicht irgendwann nicht mehr arbeiten gehen müsste nebenbei, sondern sich mit dem Heft beschäftigen könnte, wenn man Anzeigenkunden hätte, das sind so Sachen, das fände ich großartig! Und das was halt als nächstes Projekt ansteht, ist eben das Heft mit den Mädchen. Wir haben leider noch keinen Namen, mir fällt jetzt auch gerade nicht das richtige ein und wenn, dann müssen wir es einfach auch noch klären lassen beim Patentamt. Das Heft soll zeitgleich mit dem nächsten Jungsheft erscheinen.”

Oli: „Nicole Rüdiger, vielen dank für das Gespräch. Nicole produziert zusammen mit ihrer Freundin Elke Kuhlen ein Erotikheft von Mädchen - für Mädchen.“

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Der Astronaut Thomas Reiter ist endlich wieder daheim in Rastede im Ammerland. Er begann seine letzte Mission am 4. Juli 2006 mit der Start der US-Raumfähre Discovery. Zwei Tage später meldete er sich auf der Internationalen Raumstation ISS als Flugingenieur zum Dienst. Am 22. Dezember letzten Jahres kehrte er gemeinsam mit einem schwedischen ESA-Kollegen an Bord der Discovery zurück zur Erde. Die Gemeinde Rastede bereitete ihm einen Empfang im Palais und im Rathaus. Eine gute Gelegenheit, dem Astronauten ein paar Fragen zu stellen...

Oli: „Herr Reiter, die ISS ist ja auch eine Wohngemeinschaft. Gibt’s da oben eigentlich Staub und Dreck? Wie sind die Aufgaben im Haushalt aufgeteilt oder anders gefragt: Wer feudelt mal eben feucht durch und wer bringt den Müll runter?“

Thomas Reiter: „<lacht> Selbstverständlich gehören diese Aufgaben zum Standardarbeitsprogramm. Jedes Wochenende muss die Station sauber gemacht werden. Es gibt dort oben Staub - logischerweise - es laufen eine Vielzahl von Ventilatoren, die die Luft permanent umwälzen, um das Kohlendioxyd, was entsteht, rauszufiltern. Außerdem muss der Sauerstoff, der im Elektrolysesystem erzeugt wird, verteilt werden und ganz klar, da entsteht auch Staub, zum Beispiel in der Kleidung, die man an hat und an den Wochenenden macht man dann diese Hausmannsarbeit oder wie auch immer man das bezeichnen will. Es muss staubgesaugt werden, die Filter von diesen vielen Ventilatoren müssen gereinigt werden, die Oberflächen müssen gewischt werden, man hat also in der Tat da eine ganze Menge zu tun, das teilt man sich auf. Jeder ist für diese Aufgaben eingeteilt und das ist auch ein ganz normaler Bestandteil der Arbeit. Man kann ja nun nicht - wenn man die ganze Zeit da oben lebt - davon ausgehen, dass das dann einfach alles eintrocknet! Also das sind, alles in allem eingerechnet, pro Samstag etwa drei Stunden, die dafür eingeplant werden.“

Oli: „Eine ernstere Frage: Es kann ja mal jemand krank werden und dann ist die Hilfe von der Erde erst mal weit weg. Welche Krankheiten können sie da oben behandeln, wie sind sie vorbereitet, wie sind sie ausgerüstet? Was ist zum Beispiel im Todesfall? Sie können an Bord ja auch nicht ewig lange eine Leiche lagern!“

Thomas Reiter: „Über den letzteren Fall brauchen wir, denke ich, nicht so lange drüber zu reden, der ist in der Form nicht vorgesehen. Wenn das passieren sollte, wäre das tragisch und das würde dann sicher auch das Ende der Mission bedeuten, man würde dann sofort in der Sojus-Kapsel zur Erde zurückkehren. Ansonsten haben wir natürlich eine Vielzahl von Möglichkeiten dort oben, Krankheiten zu behandeln. In einer Crew ist immer ein Mitglied für medizinische Notfälle ausgebildet, der dann über viele Monate in einer Notaufnahme mitgearbeitet hat. Thomas ReiterEs werden alle Crewmitglieder bei der Behandlung von gewissen Zwischenfällen - sei es, dass jemand einen elektrischen Schlag bekommt, einen Herzstillstand hat, beispielsweise bei den Außenbordeinsätzen, wenn da mal ein Anzug Leck schlägt und derjenige nicht rechtzeitig in die Luke zurück kommt und man muss dann eine Wiederbelebung machen - das wird regelmäßig in der Ausbildung durchexerziert mit den Geräten. Man hat einen Defibrillator und entsprechende Medikamente oben. Und alle anderen Sachen, angefangen von kleinen Wehwehchen, dass man sich einfach mal den Finger schneidet oder irgendwo stößt oder sich einen Muskel zerrt, die entsprechenden Medikamente sind natürlich da vorhanden, bis hin zu Bohrern, wenn tatsächlich mal ein Zahn aufgebohrt werden müsste, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist, da wir natürlich vorher medizinisch überwacht werden und man dadurch versucht, solche Probleme auszuschließen. Aber es gibt da eine ganze Menge Möglichkeiten, nicht zuletzt dadurch, dass die Spezialisten auf der Erde sich das über Video genau angucken können und dann auch noch entsprechende Hilfestellungen geben können.“

Oli: „Sie haben ja wenig Freizeit da oben. Jede Sekunde ist verplant. Wie viel Freizeit bleibt ihnen denn noch und was machen sie dann? Haben sie zum Beispiel einen Internet-Anschluss, können sie ‚surfen’ oder ist das technisch nicht möglich?“

Thomas Reiter: „Es wäre technisch möglich, aber man ist da natürlich sehr vorsichtig aufgrund der Gefahren, die mit dem Internet verbunden sind. Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, dass das Netzwerk bzw. die Netzwerke durch irgendwelche Viren verseucht werden. Sehr wohl werden wir mit Informationen versorgt. Wir bekommen jeden Tag Zeitungen hochgeschickt in elektronischer Form, Nachrichten vom Fernsehen werden hochgeschickt und jeder hat da oben so eine kleine Webpage, auf die dann diese Informationen aufgeladen werden. Man kann da oben seine Lieblingsmagazine lesen und auf die Art ganz gut Kontakt halten, auch, was überhaupt so auf der Erde vor sich geht.“

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Musik in der Sendung

Jennifer Lopez - Let’s Get Loud

 

Right Said Fred - I’m Too Sexy

 

Emma Bunton - May Be

 

Jane Birkin - J’taime moi non plus

 

Joe Cocker - You Can Leave Your Hat On

 

Rah Band - Clouds Across The Moon

 

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