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Ab 7. Mai heißt die Sendung OLi's Radioshow!!

 

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Sendung vom 7. März 2007 / 18:05 Uhr

ausgestrahlt auf oeins

Hier können Sie die Themen der Sendung nachlesen und welche Musiktitel gespielt wurden.Klicken Sie hier, um die Beiträge zu hören!!

Klicken Sie rechts auf den blauen Lautsprecher, um die Beiträge der Show jetzt zu hören.

Die Themen:

Fußpilz - Fast jeder zweite Deutsche ist betroffen
25. Blumenschau in der Weser-Ems-Halle
Aktenzeichen XY ungelöst - Moderator Rudi Cerne im Gespräch

Pilzinfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Haut und der Nägel. Schätzungen zufolge leiden 30 bis 50 Prozent der Erwachsenen an Fußpilz und zehn Prozent an Nagelpilz, die Zahlen sind im Ansteigen begriffen. Zwar ist ein Pilzbefall der Haut und der Nägel an sich nicht gefährlich. Er kann aber zur Eintrittspforte für andere Krankheitserreger werden und zudem kann die Tatsache, dass sich Pilze überhaupt an der Haut ansiedeln, auf andere, möglicherweise schwere innere Erkrankungen hinweisen. Eine Pilzinfektion führt jedenfalls zu unansehnlichen und langwierigen Haut- und Nagelveränderungen, und die Behandlung braucht viel Geduld von Seiten des Patienten. Der Heilpraktiker und Gesundheitsexperte von “OLi’s Abendshow” Lutz Korbach aus Oldenburg erklärt, wie man einen Fußpilz ohne teure Medikamente auch mit einfachen Hausmitteln bekämpfen kann.

Lutz Korbach: „Fußpilz kommt bei ca. 30 bis 50% der erwachsenen Bevölkerung vor. Das ist aber jetzt der reine Hautpilz. Ungefähr 10% der Menschen haben dazu noch einen Nagelpilzbefall.“

Oli: „Was ist denn Fußpilz überhaupt genau?“

Lutz Korbach: „Wie es der Name schon sagt: Es ist ein Pilz. Es gibt verschiedene Pilze, die auf der Haut leben. Es gibt Pilze, die bevölkern unsere Haut auch im normalen, gesunden Zustand, die sind auch nicht weiter gefährlich für uns. Die Pilze, die vorkommen, dass sind zum Beispiel sogenannte Dermatophyten. Es werden Hefepilze gefunden und auch Schimmelpilze - letztere sind natürlich richtig schlecht für den Körper, sie sind krankhaft!“

Oli: „Fußpilz ist vor allem aber lästig. Wo kann man sich den überhaupt einfangen?“

Lutz Korbach: „Pilze mögen es genau wie im Wald! Na ja, im Wald ist es nicht immer so, aber Pilze mögen es gerne feucht, dunkel und warm. Überall da, wo es so ist, fühlen sich die Pilze ganz wohl. Das heißt Feuchtigkeit! Wo kommt Feuchtigkeit vor? Das ist die Frage! Bade-Einrichtungen zum Beispiel, das kann zu Hause sein, aber sehr beliebt ist natürlich auch das öffentliche Freibad, wo dann sozusagen jeder durchmarschiert. Da haben die ‚kleinen Freunde’ auch genügend Möglichkeiten, sich zu ‚verstecken’ und sich zu vermehren, weil, da wird im Prinzip alles reingeschleppt und man kann nicht so gut dagegen desinfizieren. Man schafft es einfach nicht, alle Pilze und vor allem alle Sporen - das sind sozusagen die kleinen ‚Pilz-Kinder’ - abzutöten, einige werden immer überleben.“

Oli: „Kann man denn etwas vorbeugend tun?“

 

Lutz Korbach: „Man muss im Prinzip den Lebensraum der Pilze bzw. die guten Bedingungen verschlechtern. Das heißt, da wo es feucht ist, muss ausgetrocknet werden. Da wo es dunkel ist - die Dunkelheit an sich ist jetzt nicht so das Problem - was ich meine ist, da wo Luft und Licht an die Haut kommen, haben Pilze grundsätzlich schon mal schlechtere Lebensbedingungen und Überlebenschancen. Für Menschen mit Hautpilzbefall oder im Speziellen mit Fußpilzbefall ist es wichtig, dass die Füße abgetrocknet werden, richtig abgetrocknet werden, nach dem Duschen, nach dem Spaziergang im Frei- oder Hallenbad oder sonst irgendwo. Zwischen den Zehen, da muss es trocken sein, dann hat man im Prinzip schon einen wichtigen Schritt getan in die richtige Richtung.“

Oli: „Wenn es jetzt doch mal passiert, wenn man sich den Pilz einfängt, wie macht der sich bemerkbar?“

Lutz Korbach: „Es gibt verschiedene Symptome, die für so einen Fußpilzbefall sprechen. Das erste Symptom, was die Leute wahrnehmen, das ist ein Jucken zwischen den Zehen. Wenn’s unangenehm juckt und wenn man sich dann anfängt zu kratzen, kann das den Juckreiz verstärken. Es kann eine Rötung auftreten, das muss nicht unbedingt, aber es kann passieren. Was häufig passiert ist, dass Haut abschuppt und das sich Bläschen bilden. Das ist dann so eine feuchte Abschuppung, weil die Pilze mögen es nun mal gerne feucht und der Fuß an sich neigt ja dazu, feucht zu sein, weil er ja Schweiß entwickelt - und das speziell zwischen den Zehen, das sind so die Bereiche. Wenn sie die Zehen mal so ein bisschen auseinander machen und sie haben den Eindruck, da geht immer Haut ab, Haut wird abgeschorft, es juckt dabei, vielleicht gibt es Rötungen - Rötungen bedeuten, dass da schon eine Entzündung mit im Spiel ist - durch diese kleinen Löcher, die die Pilze in die Haut reißen, können schon andere Bakterien in die Haut eindringen und zu kleinen, lokalen Entzündungen führen. Wobei, grundsätzlich ist der Fußpilz eine unangenehme Sache, relativ schwer zu bekämpfen aber er ist erst mal nicht gefährlich.“

Oli: „Die Apotheke hält zahlreiche Mittelchen bereit, aber wenn ich das jetzt ohne Chemie, ohne teure Medikamente behandeln will, welche Möglichkeiten habe ich im Haushalt mit ganz einfachen Hausmitteln?“

Lutz Korbach: „Grundsätzlich: Eine Fußpilzbehandlung ist immer langwierig. Das bedeutet, auch die Medikamente, die man in der Apotheke bekommen kann - und da bekommt man eine ganze Menge, da kann man eine Menge kaufen - müssen langfristig eingesetzt werden. Was Medikamente angeht, lassen Sie sich bitte von ihrem Apotheker beraten. Im Haushalt kann man eine Menge machen. Es ist ganz wichtig, täglich die Socken zu wechseln. Waschen sie die Socken entsprechend mit den gebräuchlichen Desinfektionsmitteln, die sie in jedem Supermarkt bekommen können. Das sind Zusätze, die man einfach in Ein Bild von einem Fusspilzdie Waschmaschine mit hineingibt. Das desinfiziert die Wäsche während die Maschine ganz normal läuft. Auch wenn weiße Socken out sind, die kann man ganz gut kochen, dann braucht man keine Desinfektionsmittel. Bei 90 Grad zu waschen ist zwar nicht umweltverträglich, es tötet aber den Pilz und die Pilzsporen. Wenn es geht, die Socken nicht kreuz und quer in der Familie benutzen, jeder sollte seine eigenen Socken haben, sonst überträgt sich der Pilz auch leicht auf andere Personen. Bei einem leichten Pilzbefall braucht man keine Medikamente, sondern kann ganz einfach die Füße jeden Tag in Salzwasser baden, vielleicht sogar zwei bis dreimal am Tag. Das sollte eine konzentrierte Kochsalzlösung sein. Diese Bäder haben den Effekt, dass die Pilze über physikalische Prozesse mehr oder weniger ausgetrocknet werden. Wenn sie ganz viel Salzwasser trinken würden, beim Baden im Meer zum Beispiel, würde ihnen das über eine längere Zeit auch nicht bekommen. Über eine längere Zeit würden sie sterben, weil der Körper das viele Salz nicht vertragen würde. Ebenso ergeht es dem Pilz. Sie müssen es nur regelmäßig machen. Je länger diese Salzlösung einwirkt, um so besser ist das natürlich.“

Oli: „Also, die Füße in Salzwasser baden. Salz hat man ja immer im Haus, das ist keine Chemie aus der Apotheke, das ist nicht teuer. Aber wie viel Salz muss ich in das Fußbad hineinschütten?“

Lutz Korbach: „Sie sollten erst mal warmes Wasser benutzen, das ist ja auch viel angenehmer. Und dann geben sie soviel Salz hinein, bis es sich nicht mehr vollständig auflöst. Man spricht dann von einer gesättigten Lösung, eine konzentrierte Salzlösung. Diese sollte man auch nur einmal verwenden. Dann baden sie einfach die Füße darin, solange, wie es angenehm erscheint. Das kann man gut machen, wenn man zum Beispiel vor dem Fernseher sitzt und die neueste Folge von DSDS schaut. Lassen sie es einfach während einer solchen Folge schön einwirken. Danach die Füße gut abtrocknen aber nicht abspülen, damit das Salz noch auf der Haut verbleibt und noch nachwirken kann. Es bleibt quasi eine Salzkruste zurück. Wenn die Füße wieder anfangen, feucht zu werden, zu schwitzen, dann löst sich das Salz wieder auf und sie haben damit ein ‚mobiles Fußbad’, welches noch nachhaltig wirkt, ein dauerhaftes, lebensfeindliches Milieu für die Pilze. Ebenfalls ist Knoblauch ein gutes Hausmittel. Knoblauch klein schneiden, ein bisschen zerbröseln, den Saft ein wenig auspressen - zur Not können sie auch Knoblauchöl nehmen - und das ganze dann zwischen die Zehen streichen, das hat auch eine pilzabtötende Wirkung. Aber auch diese Methode dauert relativ lange. Am bequemsten und einfachsten ist aber das oben beschriebene Salzbad.“

Oli: „Dann gibt es ja noch den Nagelpilz, was ist das denn genau?“

Lutz Korbach: „Ja, das ist auch ein Pilz, der meistens von einem normalen Fußpilz ausgeht. Das sind ähnliche Pilze, Schimmelpilze, Hefen, sogenannte Dermatophyten und die können natürlich auch unter den Nagel eindringen. Dort fühlen sich die Pilze besonders wohl, denn da können sie sich gut verbreiten. Dort ist es nach dem Duschen länger feucht, als zwischen den Zehen. Man bemerkt den Pilz, wenn der Nagel langsam an Glanz verliert. Meistens beginnt er von der Spitze aus an. Es entsteht eine gelbliche Verfärbung. Der Nagel wird auch mit der Zeit bröckelig. Das setzt sich langsam aber sicher fort über die gesamte Nagelfläche bis in den Bereich, in dem der Nagel aus dem Zeh herauswächst.“

Oli: „Kann ich den Nagelpilz auch mit den Salzbädern behandeln oder ist der hartnäckiger?“

 

Lutz Korbach: „Der ist mit Sicherheit erst mal hartnäckiger, weil ja als Schutz immer diese Nagelplatte oben drüber ist und natürlich, weil die Pilze innerhalb des Nagels - gerade, wenn er dann schon dicker wird - eine riesige Oberfläche vorfinden, wo sie sich dann wohlfühlen. Nagelpilz ist schwerer zu behandeln. Man kann das probieren. Wenn man diese Salzlösung konsequent anwendet, kann es sein, dass sich der Nagel irgendwann mal ablöst bzw. auflöst. Dann besteht kein Grund zur Panik, denn es ist ein gutes Zeichen! Das bedeutet: weiter machen!! Es ist aber immer eine langwierige Sache, auch eine ärztliche Behandlung. Wenn der Nagelpilz nur den Rand betrifft, dann kann man das auch recht gut mit Medikamenten behandeln. Die werden dann zum Beispiel in Form eines Nagellacks aufgetragen. Das dauert aber auch sehr lange. Wenn der Pilz schon in die Ränder des Nagels eingewandert ist, dann kann es sogar nötig werden, den Nagel komplett zu entfernen. Auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann den Nagel wegätzen mit speziellen Harnsäure-Salben oder man kann ihn wegfräsen oder weglasern. Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten. Man entzieht dem Pilz quasi den Nährboden. Wenn es ganz hart kommt, ist zusätzlich noch eine innere Therapie nötig, um wirklich alle Pilze abzutöten. Dann nimmt man Medikamente, sogenannte Anti-Mykotika. Diese Mittel transportieren den Pilz und die Sporen über das Blut von innen nach außen.“

Oli: „Die Salzbäder sind aber sicher erst mal eine gute Lösung, damit macht man nichts falsch, bevor man zu irgendwelchen Medikamenten greift. Nun haben sie gesagt, Socken gut waschen, desinfizieren, gut die Füße abtrocknen. Aber wenn ich mich abtrockne, sitzt doch der Pilz auch gleich im Handtuch, oder? Also empfiehlt es sich doch sicher, alles gut durchzuwaschen, oder?“

Lutz Korbach: „Ja, genau. Gerade, wenn man sich mit dem Handtuch zwischen den Zehen abtrocknet und da richtig rubbelt, dann wird dort natürlich auch Haut abgeschorft und diese Haut sitzt dann natürlich auch in dem Handtuch. Das bedeutet, Handtuch nur einmal benutzen und gleich waschen und desinfizieren. Zum Desinfizieren gibt es bestimmte Mittel im Handel und in der Apotheke.“

Oli: „Ein Fußpilz ist - wir haben es schon gesagt - grundsätzlich nicht gefährlich, sondern in der ersten Linie unangenehm. Worauf aber könnte ein Fußpilz hinweisen?“

Lutz Korbach: „Fußpilze können darauf hindeuten, dass weitere Krankheiten bestehen. Zum Beispiel kann es sein, dass das Immunsystem im Fuß nicht mehr richtig arbeitet, vielleicht ist die Durchblutung schlechter geworden. Betroffen sind hier meistens Menschen mit Diabetes Mellitus, das heißt mit einer Zuckererkrankung oder auch bei arteriellen Durchblutungsstörungen. Wenn der Pilz entsteht, obwohl man alle Maßnahmen einhält, sollte man diese Dinge überprüfen lassen. Der gute Hausarzt bzw. der gute Heilpraktiker wird sowieso überprüfen, ob eine Zuckerkrankheit vorliegt oder eine Durchblutungsstörung, sobald sie mit einem Fußpilz dort hingehen.“

Oli: „Nun heißt der Fußpilz ja Fußpilz, weil er sich am Fuß aufhält und festsetzt. Kann er sich theoretisch auch auf andere Körperteile ausbreiten?“ Fusspilz-Behandlung

Lutz Korbach: „Es gibt diese Möglichkeit!! Pilze können theoretisch überall wachsen. Wenn man sich am Fuß kratzt, weil es juckt, kann man über die Finger den Pilz auch zu einem anderen Ort am Körper transportieren. Wenn man sich also direkt anschließend an einer Stelle kratzt, wo es ebenfalls dunkel und feucht und warm ist, kann sich der Pilz auch dort einnisten und Hauterkrankungen bilden. Sicherlich können sie sich vorstellen, wo es am Körper ein bisschen feuchter und wärmer ist, da kann es sehr leicht zum Pilzbefall kommen!!“

Oli: „Wir wollen es ruhig ansprechen: Der Intimbereich! Wenn ich mich also am Fuß gekratzt habe und anschließend im Intimbereich, dann kann ich quasi den Pilz von A nach B übertragen und verpflanzen!“

Lutz Korbach: „Genau! So geht das! Sie haben es auf den Punkt gebracht! Das geht sogar noch höher, zum Beispiel bei etwas adipöseren Menschen die Fettschürzen haben. Bei adipösen Frauen mit Fettschürzen und großer Oberweite, wenn die sich unter der Brust kratzen, kann es dort auch zum Pilzbefall kommen. Durch das Kratzen wird die Haut aufgeraut und die Pilzsporen können gut in die Haut eindringen und an solchen Körperstellen finden sie gute Lebensbedingungen.“

Oli: „Manchmal juckt ja so ein Fußpilz so stark, dass man einfach kratzen muss, auch mit den Fingern. Aber man kann nur empfehlen, sich nach dem Kratzen gründlich die Finger zu waschen, bevor man irgendwas anderes anfasst, oder?“

Lutz Korbach: „Ja, das gehört auf jeden Fall dazu, sich gründlich die Hände zu waschen. Man kann sich aber auch einfach einen Einmalhandschuh anziehen. Das mag doof klingen, Heilpraktiker Lutz Korbachaber dann hat man den Pilz nicht direkt an den Händen. Oder man kratzt sich mit einem Frottee-Handtuch. Das hat die gleiche Wirkung und das Handtuch ist nicht so hart, wie die Fingernägel! Man vermeidet so auch Pilzbefall an den Fingern, wobei das nicht so häufig ist, da man die Finger/Hände einfach häufiger wäscht und reinigt. Durch die tägliche Arbeit mit den Händen ist ein Pilzbefall recht unwahrscheinlich, aber man muss es ja auch nicht herausfordern. Also, ich würde es vorsichtig mit einem Handtuch machen, ganz vorsichtig, damit keine Verletzungen auftreten. Denn durch Verletzungen können wieder Bakterien eindringen. Gerade die vorhin erwähnten Diabetes-Patienten müssen hier wieder besonders aufpassen. Durch die Bakterien können Erythemen und sogar größere Infektionen im Bereich der Füße auftreten. Hier noch mal die Warnung an alle Diabetiker: Achten Sie auf ihre Füße!! Regelmäßige Fußpflege ist das A und O und natürlich regelmäßige Arztbesuche um auszuschließen, dass weitere Probleme mit den Füßen entstehen!“

Oli: „Ich habe also gelernt, dass man mit Salzbädern versuchen kann, das Problem in den Griff zu bekommen. Man muss halt einen langen Atem haben, es kann sehr lange dauern. Wann ist denn der Punkt erreicht, wo man mit seinen Hausmittelchen nicht weiter kommt? Wann sollte man zum Arzt oder Heilpraktiker gehen?“

Lutz Korbach: „Prinzipiell sagte ich ja schon, Pilzbefall dauert lange in seiner Behandlung. Der Vorteil ist jedoch, man sieht relativ schnell Trends und Erfolge, einfach schon dann, wenn das Jucken spürbar nachlässt, das Hautbild sich verändert bzw. verbessert im Sinne, dass sich keine Bläschen mehr bilden, kein Jucken mehr, keine Rötungen mehr - dann ist man auf einem richtig guten Weg!! Hierzu gehört das ganze Paket: Salzbäder, das gründliche Abtrocknen der Füße, das Trockenhalten der Füße, ruhig auch zwischendurch mal. Wenn man dann merkt, es wird deutlich besser, ist die Sache schon fast gegessen. Wenn sie sich aber an alle Regeln halten, sie regelmäßig, mindestens einmal am Tag ein Fußbad nehmen, aber auch nach ca. einem Monat klingen die Beschwerden nicht deutlich ab, dann sollten sie einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Wenn sie zum Arzt gehen wollen - wir haben ja freie Arztwahl in Deutschland - dann gehen sie direkt zum Hautarzt, der kann ihnen am besten helfen. Der kann den ‚Bösewicht’ unter dem Mikroskop feststellen und dann gezielt ein Medikament empfehlen. Vielleicht ein Medikament, welches extern wirkt oder ein internes, ein Anti-Mykotika.“

Oli: „Das war Heilpraktiker Lutz Korbach aus Oldenburg zum Thema Fußpilz, er ist der Gesundheitsexperte von OLi’s Abendshow!!“

Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:

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‘Deutschlands schönste Hallen-Blumenschau’ präsentiert ein einmaliges Schauerlebnis und interessante Themengärten. Zum 50jährigen Jubiläum der Schau (Die Ausstellung fand bisher alle zwei Jahre statt) dürfen wiederum über 60.000 Besucher gespannt sein auf die besonderen Leistungen des Gartenbaus und der insgesamt 250 Aussteller der beliebten und sehr medienwirksamen Frühjahrsmesse für Garten & Familie auf über 15.000 qm Messefläche.

Die Blumenschau in Oldenburg feiert in diesem Jahr gleich ein doppeltes Jubiläum. Es ist die 25. Schau in 50 Jahren. Am vergangenen Samstag wurde sie um 11 Uhr von Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner feierlich eröffnet. Die traditionell sehr erfolgreiche Messe ist über die Region hinaus sehr beliebt und zieht regelmäßig ca. 60.000 Besucherinnen und Besucher in ihren Bann. Angesichts solcher Zahlen blüht Hallenchef Jan-Axel Wartemann sicherlich so richtig auf! Die Blumenschau gilt als Deutschlands schönste Hallenblumenschau.

Angefangen hat alles am 25. März 1957. Seinerzeit startete die Erfolgsmesse in der Weser-Ems-Halle unter dem Motto „Freude durch Blumen“. Der damalige Hallenchef Renard Arnulf Stenger und der Leiter der Schlossgärtnerei Rastede, Walter Schwenecker, entwickelten die Idee zu einer eigenständigen Blumenschau.

In diesem Jahr steht alles unter dem Motto: „Zauberhafte Gärten“. Architekt Klaus-Peter Hummel hat gemeinsam mit Landschaftsgärtnern, Gärtnern und Floristen aus der Region für diese Jubiläumsschau wieder einen besonderen Planungsentwurf vorgelegt: 22 vielfältige und interessant arrangierte Themengärten ranken sich um die Kunst, besondere Highlights in und für den Garten zu zaubern.

Hier ein Überblick über die 22 Themenbereiche:

  1. Repräsentativer Eingangsbereich mit grünenden Linden und blühenden Brautspieren, üppigen Tulpen- und Hornveilchenpflanzungen, der auf den Frühling einstimmt. Der Besucher beschreitet die Schau zum Jubiläum über einen roten Läufer und durch drei rote Vorhang-Öffnungen. Im Hintergrund erheben sich als Rückgrat der Schau die ‚Arkadengänge’, die südländisches Flair vermitteln. Sie ermöglichen interessante Perspektiven - auch von oben aus der Vogelperspektive.
  2. Das Azaleen-Rondell mit der Zahl ‚25’ ist Ausgangspunkt (Objekt: Eileen Rieger) für die vier großen Besucherrichtungen. Blühende Zierkirschen und frisch grüne Lärchen sind Kulisse für Stoffbahnen mit gärtnerischen Sinnsprüchen, z.B. ‚Wo Blumen blühen, lächelt die Welt’ oder ‚Kinder weinen, Narren warten, Dumme wissen, Kleine meinen, Weise gehen in den Garten’, etc. Zwei vieleckige Wasserbecken zeigen tanzende Kaskadenfontänen. Die Solitärs der Rhododendron simsi stellen hier bereits ein absolutes ‚Highlight’ dar - Beispiel für die Zauberkraft der Gärtner in der Region.
  3. Wie Skulpturen stehen Natursteinsäulen mit Säulen-Pavillon im mediterranen Garten und vermitteln eine Atmosphäre wie am Mittelmeer. Hier blühen in kleinen, fingerartigen Buchten 8.000 Narzissen und 2.000 Tulpen. Vor dem See mit den ‚Tanzenden Fontänen’ säumen Birken das Ufer, die mit Pontischen Azaleen unterpflanzt sind.
  4. Ein 500 qm großer See, das Wasserbecken dominiert den Freiraum und gibt den Blick auf die Fontänen der ‚Dancing Waters’ - Wasser in Farb- und Musiksinfonien - und die schwebenden Begonien-Zungen frei. Die stündliche Wasser-Aufführung kann von vielen Seiten, auch von oberhalb des Arkaden-Ganges gesehen werden.
  5. Grazile, hängende Blumenmatten mit roten Begonien schweben vom Arkadengang über das Wasser. Übergroße menschliche Skulpturen von Peer Holthuizen vergnügen sich am See.
  6. ‚Versteckt’ hinter dem See lebt der gute Geist der Blumenschauen in der Weser-Ems-Halle; er ist als begrünte Erdplastik dargestellt und hütet den Traum vom Gartenglück: dargestellt durch einen gläsernen Schatz im Wasserbecken. Unwirklich, mystisch erscheinen zwei weiß getünchte Bäume.
  7. Der dynamische Gartenteil wirkt besonders aus der Vogelperspektive. Buchs-Kugeln vermitteln eine Rotation, die von 600 blauen und weißen Glockenblumen unterstützt wird.
  8. Im Garten der Farbstreifen werden die Farben der Blütenpflanzen durch Materialien, wie farbige Folienstreifen verstärkt. Drei Eiben-Pyramiden unterstreichen den in die Wasserfläche reichende Halbinsel
  9. Unterhalb der Fontänen werden besondere Rhododendren an Azaleen aus der Botanika im Rhododendron-Park Bremen zu sehen sein.
  10. Ergänzt wird dieser asiatisch anmutende Bereich durch grüne Miniaturen (Bonsai) mit Zen-Garten und einen kontrastierenden floralen Teppich, der als floristische Meisterleistung über dem Boden zu schweben scheint. Drei florale Teppiche - nach dem Vorbild der fliegenden Teppiche aus der Märchenwelt des Orients geschaffen - zeigen eine Vielzahl von Blüten und Grün.
  11. Der jungfräuliche Garten ist ganz in weiß gehalten. Rosafarbene Bellis (Tausendschön oder auch Gänseblümchen genannt) stehen sinnbildlich für die Unschuld. Hier setzt der Architekt die Wirkung von weißen Baumpfählen in enger Reihung zu einer besonderen Raumbildung ein, die um eine runde Terrasse her aufgestellt werden. Dem gegenüber liegt der Garten der Grundsätze, der aus klaren architektonischen Elementen besteht: In der Farbe blau gehalten zeigen sich eine quadratische Terrasse, eine Pyramide, ein Würfel und eine blaue Kugel; die Terrasse wird mit Glockenblumen bepflanzt. Im äußeren Kranz leuchten Tupfer von blauen Hortensien.
  12. Einen floristischen Höhepunkt stellt ein Orchideen-Tunnel dar, der - erhellt von 120 Orchideenrispen, die von innen hinein geflochten werden - die Faszination tropischer Gärten vermittelt.
  13. Der rote Garten wird dargestellt durch ein rot gestrichenes Holzdeck, das um ein rundes Wasserbecken einen Tupfer ins Wohnumfeld bringt. Schlanker Bambus wiegt sich im Wind. Oft sind es die einfachen Formen, die bestechen!
  14. Der ‚Biergarten’ besteht aus gefachten Bierkisten. Hier kann man die humoristische Seite der faszinierenden Ideenwelt entdecken: ‚Blumen in Flaschen’ ergeben die Sinfonie für einen ‚Schmunzelgarten’. Wie empfinden die Besucher diesen Bereich? Reden sie drüber? Doppeldeutig dabei: ‚Die Blume auf dem Bier’ - hier floristisch dargestellt.
  15. Der Stegreifgarten zeigt eine Picknicksituation aus weißen Euro-Paletten mit bunten Kissen. Zwischen Findlingen lugen Frühlingsblüher hervor.
  16. Rittersterne (Amaryllis) - werden rund um einen Sitzplatz unter drei Kugel-Bäumen thematisiert. Sie sind unterpflanzt mit Waldsteinia und Bubiköpfchen. In dieses Ensemble hineinpassend hat Architekt Hummel eine Ritterrüstung vom Oldenburgischen Staatstheater arrangiert.
  17. Der tanzende Garten wirkt ebenfalls von oben besonders gut. Pflastermalerei ist nicht nur im Süden zuhause: Betonplatten werden von Schülern mit Schmetterlingen schön verziert. In der Mitte der Terrasse liegen sie akkurat in Reih und Glied, während sie an den Seiten ‚aus der reihe tanzen’.
  18. Auch das ‚Arkaden-Café’ wird von Rundbögen gesäumt, die den Besuchern schon beim Betreten der Schau einen Hauch von Padua und anderen toskanischen Städten vermittelt haben. Hecken formen sich zu: ‚Secret Gardens’ und bieten ‚versteckte Plätze’.
  19. Dem Säulen-Garten sind Frühlingsstauden zugeordnet. Aus diesem zarten Blütenteppich erheben sich Metallzylinder. Botanisch interessant: Vorgestellt werden u.a. auch die ‚Staude des Jahres 2007: Ehrenpreis’ (Veronica und Veronicastrum).
  20. Beim Garten der Emotionen sieht der ‚Blumenschau-Bummler’ verschiedene Bögen, die das Auf und Ab in der Gefühlswelt darstellen sollen. Diese ‚Usambara-Amplituden’ durchziehen das von dunkel bis hell ‚unterlegte’ Kiesbett. Drei Spalierlinden mit ihren Kronen unterstreichen den strengen Charakter, die formale ‚Pflanzen-Grafik’.
  21. Der ‚Happy-Metal-Garten’ zeigt noch einmal floristische Raffinesse. Eine Blau-Zeder wird das Farb-Thema nach unten zu der metallisch scheinenden Belaubung der ausgesuchten Pflanzen weitergeben. Surrealistische Elemente sind silberblättrige Gewächse, ergänzt von metallischen Werkstoffen, die hier Eingang in die Floristik finden konnten.
  22. Drei ‚Pagoden’ bilden eine Linie durch den Hintergrund der Schau und die floristisch zu gestaltenden Räume für:

    a) ‚Rot mit Grün’ versus ‚Grün mit Rot’ - Diagonal angeordnete Arrangements aus Anthurien stellen ein munterspannendes Wechselspiel dar.

    b) ‚Tete á Tete: Afrika trifft den Norden’ - Schöne und gediegene Strelizien geben sich ein Stelldichein mit nordischen Birken

    c) ‚Blauer Zauber’ - Blaue Hortensien, Usambara-Veilchen und floristische Elemente vereinen sich mit schwarz-blauen Rosen.

Dr. Gerd Schwandner, MP Christian Wulf, BlumenfeeIn Oldenburg soll gezeigt werden, wie es die grünen Berufe verstehen, besonders schöne und harmonische Themengärten und Gartenanlagen zu gestalten. Der Zauber liegt dabei darin, dass über das Maß normaler, in das Wohnumfeld zu integrierende Themen und Gartenarchitektur hinaus gedacht und gestaltet werden kann. Auf diese Art - so Architekt Klaus-Peter Hummel - kann es gelingen, die Phantasie des Betrachters zu beflügeln. Ein bunter, duftender Strauß mit Millionen von Blüten, Zierpflanzen und grünen Bäumen, Wasserspielen mit ‘Dancing Waters’ und ‘Water Jumps’ und von neuen Ideen sowohl für Nutz- und Ziergärten, für phantastische Gartengestaltung, als auch für besonders schöne Floristik wird überreicht.

Außerdem nehmen wieder rund 250 Aussteller an der Veranstaltung teil, denn der Blumenschau ist wie immer die Frühjahrsmesse „Garten und Familie“ angeschlossen. Die Garten-Fachaussteller kommen fast ausnahmslos aus dem Weser-Ems-Gebiet.

Nach der offiziellen Eröffnung ließen es sich Oberbürgermeister Dr. Gerd Schwandner und der Schirmherr der Blumenschau Ministerpräsident Christian Wulff nicht nehmen, einen kurzen Rundgang durch die Hallen zu unternehmen. Begleitet wurden sie von der offiziellen deutschen Blumenfee, Frau Fayette Scherwinski.

Oli: „Sie sind Blumen-Fee, wie aber sind sie gewählt worden? Wie ist das entstanden?“

Fayette Scherwinski: „Ich bin deutsche Blumen-Fee, ich repräsentiere alle deutschen Gärtner und Floristen. Ich bin selbst Floristmeister und bin von der CMA, der ‚Centralen Marketinggesellschaft für Agrarwirtschaft’ gewählt worden im September. Das dauert ein Jahr lang so eine Amtszeit - von September bis September - und man hat mich jetzt gebeten, diese Amtszeit noch für ein Jahr zu verlängern.“

Oli: „Und was gefällt ihnen hier am besten?“

Fayette Scherwinski: „Die tanzenden Wasser gefallen mir ganz ganz gut und die Garten-Sprüche finde ich schön und ich bin jetzt auf der Suche nach dem Happy-Metal-Garten, den habe ich auf dem Konzept gesehen, habe ihn aber noch nicht gefunden! Da möchte ich auch noch mal hingucken!

Oli: „Vielen Dank für das Gespräch!“

Natürlich kommt auch Dr. Gerd Schwandner zu Wort, er erholt sich ja gerade von einer Operation.

Oli: „Herr Dr. Schwandner, erst mal möchte ich mich natürlich erkundigen, wie es ihnen geht, sie kommen ja gerade aus dem Krankenhaus?“

Dr. Gerd Schwandner: „Gut, deshalb habe ich mich ja auch gefreut, dass ich heute mit der Blumenschau wieder voll starten kann!“ Promi's auf der Blumenschau 2007

Oli: „Sie haben gerade einen Rundgang gemacht mit dem Ministerpräsidenten zusammen, was gefällt ihnen denn besonders an der Blumenschau?“

Dr. Gerd Schwandner: „Also, mir gefallen zwei Dinge persönlich besonders gut. Das eine ist der Zen-Garten, das hängt auch damit zusammen, dass ich viel für Asen übrig habe und das andere sind die tollen Arrangements mit den Rhododendren. Das ist einfach wunderbar!“

Oli: „Wie gefällt ihnen denn die Asien-Abteilung hier auf der Messe?“

Dr. Gerd Schwandner: „Das ist eine kleine, aber wunderbar gepflegte Anlage, die sehr viel vermitteln kann, was die Kraft von diesen Zen-Gärten ausmacht!“

Oli: „Entspricht das ungefähr dem Original, sie kennen ja nun persönlich die Gärten in Asien?“

Dr. Gerd Schwandner: „Ja, also es gibt ja ganz unterschiedliche Zen-Gärten, das muss man ja sehen. Das, was wir hier betrachten können, ist eine der vielen Möglichkeiten, aber sehr sehr schön gelungen!“

Oli: „Wie wichtig ist die Blumenschau für Oldenburg? Sie soll ja ab sofort jedes Jahr stattfinden, nicht mehr alle zwei Jahre, wie bisher, wie bedeutend ist das für Oldenburg?“

Dr. Gerd Schwandner: „Das ist ein tolles Aushängeschild für Oldenburg aus zwei Gründen. Der eine Grund ist, es hat ein Thema, nämlich ‚Garten, Gärten und Blumen’, das passt sehr gut in die Region. Wir wollen uns in unserer Marketing-Strategie in der Zukunft stärker mit bestimmten Themen, die man richtig mit Oldenburg assoziieren kann, auch beschäftigen. ‚Pferd’ wäre zum Beispiel noch ein anderes Thema. Deswegen ist es strategisch sehr gut. Das zweite ist, diese Schau macht einfach allen Menschen Freude, und das ist einfach schön! Und das wir das jetzt jährlich haben, ist ja noch mal besser!!“

Oli: „Werden sie die Messe noch öfters besuchen?“

Dr. Gerd Schwandner: „Meine Frau hat heute Morgen gesagt, als sie das Programm gelesen hat, da muss sie unbedingt mit ihrer Mutter hin, also werden wir wieder kommen!“

Oli: „Letzte Frage: Haben sie persönlich einen grünen Daumen? Sind sie ein Gartenmensch?“

Promi's im Cafe auf der Blumenschau 2007Dr. Gerd Schwandner: „Nein, überhaupt nicht! Das muss ich ehrlich sagen! Wir haben zu Hause Orchideen und das finde ich auch ganz gut, aber meine Frau kennt sich da viel besser aus und sie hat mir vorhin noch mal zugerufen, wenn sie pensioniert wird, möchte sie Zen-Gärtnerin werden!“

Oli: „Vielen Dank für das Gespräch!“

Ministerpräsident Christian Wulff stand zwar etwas unter Termindruck, aber auch er genoss den kurzen Spaziergang durch die Schau.

Oli: „Herr Wulff! Sie haben jetzt gerade einen Rundgang gemacht, wie sind die ersten Eindrücke von der Messe?“

Christian Wulff: „Für mich ist der schönste Eindruck, dass die Besucher total begeistert sind, weil die kennen sich ja am besten aus, weil sie ja vielfach Blumenschauen besuchen und die erfahrenste, nämlich die Blumen-Fee Deutschlands, die hat gesagt, das sei jetzt in ihrer Amtszeit bisher die beeindruckendste Blumenschau von der Vielzahl der Pflanzen her, von der Gestaltung her, von der Architektur her, mit dem Wasser-Ballett, das muss man ja wirklich gesehen haben!! Deswegen kann man nur allen empfehlen, diese Blumenschau mindestens ein Mal zu besuchen in den nächsten neun Tagen!“

Oli: „Sie haben angekündigt, wenn 100.000 Besucher erreicht werden, gibt es ein Spargelessen. Sie grinsen schon so! In der Presseerklärung stand drin, 60.000 Menschen werden erwartet, es könnte also klappen, dass sie drum herum kommen, oder?“

Christian Wulff: „Ich bin sehr vorsichtig geworden. Manchmal muss ich solche Versprechen ja wirklich einlösen und was ich verspreche, das halte ich natürlich auch. Und ich habe unterschiedlichste Dinge versprochen. Zum Beispiel habe ich in Visbek mal gesagt: ‚Wenn ihr mit 80% CDU wählt, dann komm ich gleich als Ministerpräsident wieder!“ - Dann haben die mit 82% CDU gewählt, da musste ich dann gleich hin! Man muss ja auch zusehen, dass man seine Versprechen gleich einlöst!! Spargelessen sind nicht billig, aber vielleicht klappt es mit 100.000 Besuchern! Es gab mal fast 110.000, das ist also auch nicht unfair, wenn ich gesagt habe: ‚Wenn ihr 100.000 Besucher erreicht...’ - weil es schon einmal, ich glaube es war im Jahr 1986 - 110.000 Besucher gegeben hat.“

Oli: „Es gibt ja in diesem Jahr verschiedene Themengärten, was hat ihnen am besten gefallen beim Rundgang?“

Christian Wulff: „Am schönsten gefällt mir die Wasserlandschaft, die Wassergestaltung,Blumenfee Fayette Scherwinsky und MP Christian Wulf aber auch die Themengärten. Zum Beispiel der kleine Garten ‚Grundsätze’, der ja sehr blau-weiß geprägt ist. Und da blau meine Lieblingsfarbe ist, hab ich mir gedacht, so kann man sich den Garten in Teilen durchaus gestalten! Es sind hier viele Anregungen, wo man denkt: ‚Das kannste zu Hause auch so machen!’. Es ist nichts, was ständige Pflege und Betreuung erfordert, die man gar nicht aufbringen kann, sondern viele Dinge kann man so installieren, auch in kleineren Gärten, wie es die Japaner uns ja vormachen, die haben ja manchmal ganz kleine Innenhöfe, aber ganz viele Ornamente dort und dadurch eine ganz bestimmte Hinwendung zur Natur, zu Pflanzen, zur Zeit, sich innezuhalten und sich Gedanken zu machen, was wir vielleicht alle viel mehr brauchen können, als man manchmal denkt!“

Oli: „Letzte Frage: Haben sie persönlich den grünen Daumen? Sind sie ein Gartenmensch, haben sie einen Garten zu Hause?“

Christian Wulff: „Ich habe natürlich einen Garten in Osnabrück und einen Dachgarten in Hannover im Moment. Aber ich bin jemand, der sich an Gärten erfreut, der aber im Garten selber nicht gerade der beste Helfer ist, den man sich vorstellen kann. Nicht, dass ich jetzt zwei linke Hände hätte, aber ich genieße einfach gerne im Garten. Nicht, dass jetzt andere arbeiten müssten und ich selber tue nichts, aber wenn es vorher getan wurde und ich es dann einfach nutzen kann, ist mir das häufig lieber, als selbst noch im Garten arbeiten zu müssen, da bin ich ganz ehrlich. Ich bin nicht so der Gartenarbeiten, auch Rasenmähen war nicht immer so der Hit für mich!“

Oli: „Vielen Dank für das Gespräch!“

Der Ministerpräsident hat hoch gepokert. In seiner Rede zur Eröffnung der Blumenschau versprach er die Honoratioren der Stadt OL und Gartenfachleute zu einem Spargelessen nach Hannover einzuladen, wenn die Besucherzahl die magische Grenze von 100.000 übersteigen sollte.

Die Blumenschau ist noch bis zum 11. März 2007 geöffnet, Einlass ist täglich von 10 bis 18 Uhr.

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Am 23. Oktober 2006 ereignete sich ein spektakulärer Banküberfall in Oldenburg: Auf einem Fahrrad und mit einer Pistole bewaffnet fuhr um 14.23 Uhr ein circa 25-jähriger Mann in die Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) am Marktplatz.Der Unbekannte kletterte über den Tresen und eine Sicherheitsscheibe hinter den Schalter. Dort bedrohte er eine Angestellte der Sparkasse und stopfte sich das Geld aus der Kasse in eine mitgebrachte Baumwolltasche. Dann verließ der Räuber die Bank wieder und flüchtete auf seinem Damenrad in Richtung Marktplatz. Schüsse hat er dabei nicht abgegeben.

Obwohl die Polizei sofort eine Großfahndung auslöste und die Fluchtwege abriegelte, konnte der Täter im Gewühl der Innenstadt verschwinden.

Zur Höhe der Beute wollten weder die Beamten noch die LzO genaue Angaben machen, sie soll aber im fünfstelligen Bereich liegen. Im Kassenhäuschen befand sich zu diesem Zeitpunkt mehr Geld als üblich. Kurz vor dem Überfall wurde eine größere Summe bar eingezahlt und das Geld wurde noch nicht im sicheren Safe verstaut.

Der Bankräuber wurde von den Überwachungskameras in der Schalterhalle gefilmt. Die Oldenburger Polizei hat neben den Aufnahmen auch eine detaillierte Beschreibung des Täters und seines Fahrrades veröffentlicht und fahndet weiter nach dem Flüchtigen.

Die Fahndung blieb bis heute erfolglos. Am 22. Februar wurde der Fall sogar in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ behandelt.

Vor der Sendung sprach ich am Telefon exklusiv mit dem Moderator Rudi Cerne:

Oli: „Herr Cerne, wird es denn einen filmischen Beitrag in ‚Aktenzeichen XY ungelöst’ zu diesem Banküberfall in Oldenburg geben?“

Moderator Rudi CerneRudi Cerne: „Ja klar, wir haben dazu einen Film erstellen lassen bzw. in der Redaktion erstellt, der so den zeitlichen Rahmen eines ganz normalen Beitrags hat bei uns, also etwas über vier Minuten. In diesem Film sieht man auch absolut, wie dreist und abgebrüht der Täter vorgegangen ist!“

Oli: „Wo fanden denn die Dreharbeiten statt? Haben sie an Originalschauplätzen - also hier in der Sparkasse in Oldenburg - gedreht? Oder hat man das nachgebaut? Wie ist das abgelaufen? Oder haben Sie sogar auf die Originalbänder der Überwachungskameras zurückgegriffen?“

Rudi Cerne: „Ja, das haben wir auch! Der Film ist allerdings hier in München gedreht worden, das machen wir meistens so. Das wäre sonst - sie können sich das vorstellen - auch sehr aufwendig, wenn man immer wieder zu den Originalschauplätzen, den Tatorten, in der ganzen Republik fahren würde. Wir wollen ja auch schnell arbeiten und aktuell. Wir haben also nicht an Originalschauplätzen gedreht, haben alles hier in München nachgestellt. Ich kann ihnen dazu allerdings auch sagen, dass es recht aufwendig war, eine entsprechend große Bank zu finden. Man muss bedenken, die Schalterhalle der Original-Bank in Oldenburg hat einen Durchmesser von 56 Metern. Der Täter ist ja dort mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren. So was zu finden war schon sehr aufregend! Im Allgemeinen ist es schon so, dass wir in erster Linie hier ziemlich nah an der Redaktion drehen, also in München bleiben und nicht gleich zu den Originalschauplätzen rausgehen, das wäre viel zu zeitaufwendig.“

Oli: „Was sind denn die Probleme bei diesem Fall? Denn wenn der Banküberfall schon bei ‚Aktenzeichen XY’ landet, dann scheint die Polizei in einer Art Sackgasse zu stecken, wie ist denn der Ermittlungsstand?“

Rudi Cerne: „Ich habe mit dem Kommissar gesprochen und der sagte: ‚Wir haben so gut wie keine verwertbaren Spuren!’ - Das einzige, was man hat, ist ein Abdruck einer Schuhsohle. Dieser Abdruck stammt vom Täter, das weiß die Polizei, allerdings von einem Schuh, der ein Massenprodukt ist. dieser Schuh ist 127.000 Mal verkauft worden. Das bedeutet natürlich nicht, dass, wenn man bei einer Personenüberprüfung, bei einer Personalüberprüfung so einen Schuh finden würde, dass das nicht dann die heiße Spur wäre. Das wäre zumindest ein Indiz. Aber das ist natürlich recht wenig, was die Polizei da im Moment so hat!“

Oli: „Ist denn der Täter ein Wiederholungstäter, ist er möglicherweise schon häufiger durch spektakuläre Straftaten aufgefallen?“

Rudi Cerne: „Also, man geht sehr stark davon aus, dass das ein Wiederholungstäter ist. 2003 gab es schon mal einen Fall, der eine frappierende Ähnlichkeit hatte, wie mir der ermittelnde Kommissar erzählt hat. Damals ist der Täter auch mit einem Fahrrad zur Bank gefahren. Allerdings war vor der Bank eine noch größere Anzahl von Stufen, sodass er das Fahrrad erst mal draußen gelassen hat. Dann ist er zu Fuß reingegangen und musste dann ein größeres Hindernis überwinden, so wie hier auch bei diesem Banküberfall und anschließend ist er dann mit dem Fahrrad abgehauen. Und dann gab es noch einen Banküberfall im Jahr 1999. Auch da war der Täter sehr ähnlich gekleidet. Er trug auch so einen Schlapphut, wie wir ihn auf den Originalaufnahmen aus der Schalterhalle sehen werden.“

Oli: „Wie hoch - vielleicht können sie das sagen - ist denn generell die Aufklärungsquote bei Aktenzeichen XY?“

Rudi Cerne: „Ja, kann ich sagen! Die Aufklärungsquote liegt nach wie vor - in gut 40 Jahren - bei 38%. Das ist eine Quote, auf die sind wir alle recht Stolz, weil ja die Fälle, die an uns herangetragen werden immer von außerordentlicher Bedeutung sind und es sich dabei um Fälle handelt, bei denen die Polizei nicht mehr weiterkommt mit ihrer Ermittlungsarbeit. Also bleibt dann nur noch die Möglichkeit, den letzten Strohhalm zu ziehen, nämlich bei ‚Aktenzeichen’ oder die Akte zuzumachen. Wenn ‚Aktenzeichen’ noch mal eingreift, bzw. der Zuschauer der Zuschauer mit Hinweisen helfen kann, dreht es sich noch mal weiter.“

Oli: „Kommen wir noch einmal zurück zum Täter! Hat er besondere Merkmale, vielleicht Gesten, Kleidungsstücke? Merkmale, die die Chancen steigen lassen, dass ihn ein Zuschauer erkennt?“

Rudi Cerne: „Also, ich habe ja den Film schon gesehen. Ich habe auch die Originalaufnahmen gesehen aus dieser Überwachungskamera, die ja immer wieder in die Szenen eingeschnitten werden. Man schlägt sich - wenn es nicht so ernst wäre - auf die Schenkel!! Der Mann ist extrem cool, ich kann das nicht anders beschreiben! Absolut locker, fast sogar ein bisschen zu freundlich! Es gab eine Situation während dieses ganzen Überfalls, da hat eine Bankangestellte die Tür verriegelt, er kam also praktisch aus dieser Schalterhalle nicht mehr raus, er ist dann ganz locker mit seiner Pistole herumfuchtelnd durch diesen riesengroßen Schalterraum gefahren und gesagt: ‚Mach die Tür auf, ich will hier niemanden verletzen, lass mich raus, damit hier nicht noch etwas Schlimmeres passiert!’ - Das ist geschehen, der Mann konnte raus, ohne, dass jemand verletzt wurde, Gott sei Dank! Der ist bei seiner ganzen Vorgehensweise absolut gelassen und ich kann es nur noch mal wiederholen: Absolut cool!! Ich hab so etwas noch nicht gesehen!“

Oli: „Was kann ich nun tun, oder was muss ich tun, wenn ich glaube, den Täter zu erkennen? Oder wenn ich - wie heißt es immer so schön - sachdienliche Hinweise machen kann?“

Rudi Cerne: „Ja, ganz einfach!! Sofort die Polizei anrufen, wir haben unsere Nummer hier inRudi Cerne und Altmeister Eduard "Ede" Zimmermann Unterföhring: 089-95195. Es geht aber auch jede andere Polizeidienststelle, wie es immer so schön heißt. Jeder Polizist ist froh, wenn er Hinweise entgegen nehmen kann, der kann das gleich weiter leiten. In unserer Sendung ist es auch so, dass wir die Nummer der ermittelnden Beamten angeben, es wird dann oft gleich auf dem zuständigen Kommissariat angerufen, das wird dann weitergeleitet an den zuständigen Kommissar bei uns, der gleicht das ab und schaut, ob etwas verwertbares dabei ist. Unter Umständen - das ist schon vorgekommen - wird dann gleich ein Streifenwagen losgeschickt, der dann tätig werden kann!“

Oli: „Rudi Cerne, vielen Dank für das Gespräch!“

Die Hoffnung der Polizei, mit Hilfe der Fernsehzuschauer den Fall vom 23. Oktober 2006 aufklären zu können, hat sich bisher jedoch leider nicht erfüllt. Nach dem Bericht in der Sendung meldeten sich zwar 35 Anrufer. „Die drei auf den Täter bezogenen Hinweise brachten uns aber nicht entscheidend weiter“, sagt Frauke Wilken, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Die meisten Hinweise gab es zu dem Stoffbeutel, den der Täter beim Überfall auf die LzO-Zentrale benutzte.

Wenn Sie sachdienliche Hinweise geben können, rufen Sie bitte unter folgenden Nummer an: OL-790 - 2117

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Musik in der Sendung

Fifth Dimension - Let The Sunshine In

 

Hildegard Knef - Für mich solls rote Rosen regnen

 

Bette Midler - The Rose

 

Bee Gees - Tragedy

 

Tina Turner - Goldeneye

 

 

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