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Ab 7. Mai heißt die Sendung OLi's Radioshow!!

 

Treffen Sie Ihre Wahl!!

Sendung vom 17. Januar 2007 / 18:05 Uhr

ausgestrahlt auf oeins

Hier können Sie die Themen der Sendung nachlesen und welche Musiktitel gespielt wurden.

 

Die Themen:

Die spinnen aber! - Michael Wortmeyer hat 80 Vogelspinnen
Die besten Deko-Ideen für das neue Jahr
Hochzeitsmesse 2007 in der Weser-Ems-Halle

Haben Sie eigentlich ein Haustier? Vielleicht einen Hund, vielleicht ja auch eine kleine Katze, möglicherweise - wir werden ja nicht nur in der Stadt Oldenburg gehört, sondern auch in ‚Oldenburg und umzu’, wie es immer so schön heißt - leben sie ja auf dem Land und vielleicht haben sie Gänse, Hühner oder vielleicht haben sie ja auch einen Esel. Könnte ja sein, das sind ganz normale Haustiere, die kennen wir alle. Michael Wortmeyer aus Wilhelmshaven hat zwar auch einen Hund, aber bei ihm leben noch viel spannendere, possierliche Tierchen - nämlich Vogelspinnen - und zwar nicht nur so ein oder zwei Stück, sondern er hat gleich 80 - wenn schon, denn schon - und das habe ich zum Anlass genommen, ihn einfach mal in Wilhelmshaven zu besuchen. Da hat er die ganzen Spinnen in einem separaten Raum und meine erste Frage war natürlich, wie kommt man darauf, sich eine Vogelspinne als Haustier zu halten...

junge Brachypelma smithiMichael Wortmeyer: „Ja, das ist die Faszination, mich haben Insekten- und Spinnentiere schon immer fasziniert und das hatte sich einfach mal irgendwie ergeben, meine erste eigene Bude und dann hatte gerade jemand seine Tiere zum Verkauf angeboten im Kleinanzeiger und dann kam das eine zum anderen. Ich habe schon immer mit dem Gedanken gespielt, weil das sind einfach für mich die perfekten Haustiere. Sie sind pflegeleicht, sie sind ruhig, sie stinken nicht. Das kann zwar nicht jeder nachvollziehen, aber ich fand es schon immer faszinierend.“

Oli: „Wie lange lebt denn so eine Spinne? Ist das von Art zu Art unterschiedlich? Leben Männchen vielleicht länger als Weibchen? Oder umgekehrt?“

Michael Wortmeyer: „Also, in der Regel zwölf bis fünfzehn Jahre, das kommt natürlich auch auf die Art an. Es gibt südamerikanische Arten, die 25 bis 30 Jahre alt werden können, wobei die Tiere in der Terrarienhaltung in der Regel älter werden als in der freien Natur, das hängt allgemein mit den Umweltbedingungen zusammen und wie oft die Tiere einen Kokon bauen, sprich für Nachwuchs sorgen, davon hängt das alles ein bißchen ab. Dann gibt es kleinere Arten unter den Vogelspinnen, die können bis zu fünf Jahre alt werden. Dann gibt es Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Männchen werden lange nicht so alt wie die Weibchen. Männchen haben nach der Geschlechtshäutung in der Regel 1 ½ bis 2 Jahre - bei einigen Jahren kann es mal drei Jahre sein - aber ein Jahr ist so die Regel, dann ist es vorbei mit dem Männchen!“

 

Oli: „Was fressen die denn so?“

Michael Wortmeyer: „Das ist natürlich wieder von der Größe abhängig. Am meisten werden Heimchen verführet, das ist eine Grillenart, dann werden häufig HeuschreckenVogelspinne verfüttert, Schaben, Mäuse kann man verfüttern, das ist aber eher die Ausnahme, ich mache es auch nicht so gerne, auf jeden Fall ist es auch von der Größe der Spinne abhängig.“

Oli: „Die typischen Anfängertierchen sind nicht anspruchsvoll in der Haltung. Sie brauchen eine Standardtemperatur von 25-27 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 75-85% - so ungefähr. Sie sind also relativ einfach zu halten. Aber ich als Laie frage mich natürlich, wie giftig sind diese Vogelspinnen eigentlich? Wenn ich mal gebissen werde, was passiert dann? Haut mich das dann gleich um?“

Michael Wortmeyer: „Ich kann da nichts zu sagen, ich bin noch nicht gebissen worden zum Glück! Man kann aber sagen, Vogelspinnen sind mindergiftig. Es gibt da natürlich auch wieder so ein paar Unterschiede, je nachdem, wo das Tier lebt. Afrikaner und Asiaten haben ein etwas stärkeres Gift als die Amerikaner zum Beispiel. Aber sie gelten trotzdem als mindergiftig, man kann das ungefähr vergleichen mit einem Bienenstich, so von der Wirkung her, vom Schmerz her. Aber es gibt keine Fälle mit Todesfolge oder wo es mal wirklich hart-auf-hart ging. Es gibt Einzelfälle, wo Leute von einer asiatischen Baumbewohnerin gebissen wurde, die lagen dann mal zwei Wochen im Krankenhaus, da wurden Gliedmaßen mal so ein bisschen taub, aber das legt sich dann auch wieder mit der Zeit, aber sie sind wie gesagt mindergiftig.“

Oli: „Wenn ich mich jetzt entscheide, ich möchte eine Vogelspinne als Haustier haben, wo kann ich denn eine kaufen?“

VogelspinneMichael Wortmeyer: „Am besten über den Stammtisch oder auch über Börsen oder man kennt jemanden, der sich auch Vogelspinnen hält. Wir sind auch jedes Jahr auf der Messe ‚Mein Tier’ in Oldenburg in der Weser-Ems-Halle vertreten und wenn man Fachleute an der Hand hat, sollte man sich am besten an sie wenden. Ich persönlich rate immer vom Erwerb über Zooläden ab oder Baumärkte, das ist für mich eine absolute Katastrophe. Man kann auch über das Internet versuchen , sich einen Züchter an die Hand zu holen, dann hat man den Fachmann dahinter, der kann einem da ein bisschen was zu erzählen, der kann auch Tiere besorgen, das Terrarium einrichten, das machen wir auch immer. Speziell nach den Messen werden wir immer angesprochen, ob wir nicht Tiere besorgen können. Das sind dann größtenteils oder eigentlich immer eigene Nachzuchttiere, das heißt wir wissen, die Tiere sind gesund, wir legen die Hand dafür ins Feuer und es sind auf jeden Fall Nachzuchttiere. In den Zoogeschäften weiß man das auch nicht unbedingt, ob es nicht Wildfänge sind, davon raten wir auch immer ab.“

Oli: „Wie vermehren die sich denn eigentlich genau? Ich sehe, sie halten Männchen und Weibchen getrennt. Vertragen die sich nicht so gut zusammen? Sind es generell Einzeltiere?“

Michael Wortmeyer: „Vogelspinnen sind generell Einzeltiere. Es gibt einige Arten, die kannTerrarien man in Gruppe halten, aber das wird immer noch scharf diskutiert im Internet. Die einen probieren es mal und es kann auch eine Zeit lang gut gehen, bei manchen Arten funktioniert es tatsächlich, aber generell sind es Einzelgänger. Mit dem Nachwuchs sieht es so aus, wenn man mal ein Pärchen hat - meistens hat man das Weibchen und sucht dann noch das passende Männchen dazu - wartet man, bis das Männchen geschlechtsreif ist, es fängt dann an ein Sperma-Netz zu bauen. Darüber nimmt es dann das Sperma auf. ‚Bulben’ nennen sich die Geschlechtsorgane des Männchens. Dann setzt man das Pärchen zusammen. Die Männchen fangen dann an zu trommeln, senden also Signale aus, das Weibchen reagiert, und irgendwann kommt es dann zur Kopulation. Wenn es geglückt ist, fangen sie nach ca. drei Monaten - das ist so die Regel - an, einen Kokon zu bauen und nach weiteren sechs bis acht Wochen schlüpfen dann die Jungtiere.“

Oli: „Was kostet so eine Vogelspinne eigentlich im Unterhalt? Wie hoch sind die monatlichen Kosten?“

Michael Wortmeyer: „Das ist schwer zu sagen, das kommt immer darauf an, was man für eine Art hat. Es gibt natürlich einige Fressmaschinen, da kann man reinschmeißen, die fressen alles. Typische Anfängerspinnen - zum Beispiel die Brachypelmen - sind sehr genügsam. Es gibt immer diverse Richtwerte, die in den Büchern stehen, aber ich persönlich mache das immer nach Augenschein, wie das Tier eben genährt ist. Man kann sagen, zwei Heimchen pro Woche. Eine Dose Heimchen kostet im Fachhandel ungefähr drei Euro. Wir beziehen natürlich über Internet, da wir größere Mengen benötigen, dann ist es etwas günstiger. Aber an sich sind die Tiere sehr genügsam. Man kann auch längere Fresspausen einlegen, manchmal legen die Spinnen auch von sich aus Fresspausen ein, dann hat man gar keine Kosten bis auf die Stromkosten vielleicht.“

VogelspinneOli: „Das heißt, wenn ich jetzt mal zwei Wochen in den Urlaub fahren will, zwei Wochen Mallorca, dann kann ich das ruhig tun, wenn die Spinnen vorher dick genug sind, dann können sie auch ruhig mal zwei Wochen ohne Futter auskommen?“

Michael Wortmeyer: „Ja, das kann man durchaus machen. Man trifft natürlich so einige Vorbereitungen. Ein Tier sollte natürlich gut genährt sein, wobei zwei Wochen sind wirklich kein Problem, die Vogelspinnen können Fresspausen bis zu 25 Monate einlegen. Feuchtigkeit ist dann wichtig, wenn man zum Beispiel weiß, man ist jetzt drei Wochen nicht da, dann hält man den Boden etwas feuchter, dann bekommt die Spinne Feuchtigkeit über das Tauwasser, was sich an der Scheibe und an den Pflanzen bildet, aber, wie gesagt, zwei bis drei Wochen, das ist kein Problem, das stecken die gut weg.“

Oli: „Wenn ich jetzt eine ‚Einsteigerspinne’ - so nenne ich die mal - kaufen möchte, sei es über den Stammtisch oder bei einem seriösen Händler, was muss ich da anlegen? Was kostet so ein Tier“

Michael Wortmeyer: „Das kommt natürlich darauf an, über wen man das macht. Beim Stammtisch ist es so, dass es sich um eigene Nachzuchttiere handelt, da können wir einen günstigeren Preis machen, aber selbst, wenn man ein Tier über eine Börse kauft, liegt der Preis immer noch ca. 1/3 unter dem Ladenpreis, das kann man mit ruhigem Gewissen behaupten. Vom Zoohandel rate ich persönlich immer ab, denn die nehmen gepflegte Preise für ihre Tierchen. Viele, die im Zoohandel gekauft haben, ärgern sich beim Stammtisch über den hohen Preis, den sie gezahlt haben. Für das viele Geld hätten sie bei uns drei Tiere bekommen können! Aber den Fehler macht jeder mal, sich ein Tier im Zoohandel zu kaufen. Meine erste Spinne habe ich zwar privat gekauft, aber meine zweite war auch aus dem Zooladen, aber die wollte ich auch unbedingt haben. Das muss jeder einmal durchgemacht haben!!“

Oli: „Was hat die zweite Spinne im Zooladen gekostet?“Rotknievogelspinne

Michael Wortmeyer: „Na gut, das war jetzt eine Brachypelma smithi [mexikanische Rotknie-Vogelspinne, die Red.], so nennt die sich, ein mittelgroßes Tier, da habe ich fast 80 Mark [=40,90 EUR, die Red.] damals noch bezahlt, das war noch zu DM-Zeiten. Heutzutage geht der Preis fast in Ordnung. Heute kann man ein ausgewachsenes Weibchen auf der Börse für 50-60 Euro bekommen, aber im Zooladen würde man dafür locker 150 Euro bezahlen, für so ein großes Tier.“

Oli: „Wenn die Spinnen sich gepaart haben, dann spinnt das Weibchen einen Teppich, sie legt ihre Eier auf diesen Teppich und je nach Art können das bis zu 2.000 Eier sein. Dann wird das ganze zu einem Kokon versponnen, der wird dann ausgebrütet. Aber ist das nicht ein Horror, wenn in diesem Terrarium plötzlich Hunderte von Spinnen gleichzeitig schlüpfen? Denn wenn der Kokon fertig ausgebrütet ist, werden die Spinnen sicher zügig nach und nach hintereinander schlüpfen - also Hunderte von kleinen Spinnen auf einmal! Wie kommt man damit klar?“

Michael Wortmeyer: „Das kommt immer darauf an, wann man das entdeckt, den Zeitpunkt des Schlüpfens! Man kann dann dem Muttertier den Kokon wegnehmen und die kleinen Tiere dann in einem separaten Behälter einzeln wegfangen. Ich mache es immer so, dass ich das Weibchen raushole aus dem Terrarium und dann fange ich die Tierchen nach und nach weg. Meistens kann man die Jungtiere für eine gewisse Zeit noch gemeinsam in einem Behälter halten, das geht, bis dann so langsam der Kannibalismus einsetzt, dann sollte man sie doch so langsam trennen. Was heißt Horror? Das ist ja für uns auch ein schönes Gefühl, ein bisschen für Nachwuchs gesorgt zu haben, da sieht man über den ‚Horror’ einfach mal hinweg!“

VogelspinneOli: „Diese Terrarien sind ja nicht so wahnsinnig groß, wenn dann da mit einem Mal hundert Tiere drin sind oder sogar noch mehr, das ist doch ein einzigartiges Gewusel, oder?“

Michael Wortmeyer: „Ja, das ist ein einzigartiges Gewusel! Es ist aber mehr die Ausnahme, dass man da mehrere hundert Tiere drin hat. Der Schnitt liegt so bei 150-200 vielleicht, also dass man da mal richtig viele drin hat, ist eher selten. Es kommt immer darauf an. Es gibt Richtwerte, die besagen, bei gewissen Arten sitzen so-und-so-viele Spinnen in einem Kokon, bei anderen Arten sind es dann entsprechend mehr oder weniger. Aber das sind nur Richtwerte, daran kann man sich auch nicht verlässlich dran halten. Das ist höchst unterschiedlich, das variiert doch sehr stark.“

Oli: „Nun gibt es viele Menschen, die sind wahnsinnig fasziniert von diesem Hobby und diesen Tieren, aber viele ekeln sich auch davor! Spinnen sind keine sympathischen Tiere auf den ersten Blick, wie zum Beispiel Hunde und Katzen, woran könnte das liegen?“

Michael Wortmeyer: „Ja, das ist so eine typische Urangst, diese Angst vor Spinnen. Woher das genau kommt, weiß man nicht. Es gibt Psychologen, die behaupten: Alles was mehr als zwei Beine hat oder sich anders bewegt als der Mensch, da hat der Mensch eine gewisse Urangst davor. Bei Spinnen ist es eben so, sie haben nun mal acht Beine, sie bewegen sich anders und deshalb gibt es viele Menschen, die Angst vor den Tieren haben. Und es gibt ja noch diese Ammenmärchen von wegen dieser Tödlichkeit, das wird von Generation zu Generation überliefert. Man merkt das immer ganz besonders auf den Börsen oder Messen, wenn man die Tiere ausstellt: Kinder haben überhaupt keine Probleme mit den Spinnen, das geht erst dann los, wenn die Eltern dazu kommen und sagen ‚Ieeeeh bah - die sind giftig!’ - So wird schon bei den Kindern sie Angst geschürt! Aber woher es nun genau kommt, es gibt ja auch genügend Leute, sie Angst vor Schlangen haben. Es liegt wohl einfach daran, sie sehen anders aus, sie bewegen sich anders. Man weiß halt nicht so ganz genau, woher die Angst kommt! Ich kann es mir nicht erklären!“Vogelspinne_3

Oli: „Bleiben wir noch mal beim ‚Einsteiger-Modell’! Wie groß kann die werden und was ist die größte Spinne, die sie hier haben, wie groß ist die?“

Michael Wortmeyer: „Es kommt immer darauf an, was ist jetzt genau diese Einsteigerspinne?! Normalerweise wird immer eine Brachypelma empfohlen. Ich persönlich empfehle immer eine Brachypelma smithi [mexikanische Rotknie-Vogelspinne, die Red .], die kann, wenn sie gut genährt ist, eine Körperlänge von bis zu sieben bis acht Zentimeter erreichen, das ist schon ein stattliches Tierchen, aber ist dabei noch sehr friedlich. Die können eine Körpergröße von bis zu zwölf Zentimeter erreichen, das entspricht einer Spannweite von ca. 28 bis 30 Zentimeter. Meine größte Spinne hat jetzt so ca. zehn bis elf Zentimeter. Von der Art hatte ich bis letztes Jahr noch ein Weibchen, die hatte zwölf Zentimeter, das war ein richtig imposantes Tierchen!!“

Oli: „Michael Wortmeyer aus Wilhelmshaven, vielen Dank für das Gespräch!“

Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:

Der Vogelspinnenstammtisch trifft sich jeden ersten Samstag um 17:30 Uhr im Monat im Lokal

  • Tabak
  • Buntentorsteinweg 309
  • 28201 Bremen

Links:

 

 

 

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WohnideeWenn draußen die Temperaturen in Richtung Gefrierpunkt wandern, wird es drinnen besonders gemütlich. Viele nutzen die kalte Jahreszeit, um die Wohnung schöner zu machen. Dazu muss man nicht unbedingt komplett renovieren, auch kleine Deko-Ideen können Wunder wirken. Ich habe die Wohnexpertin Ute Stahmann am Telefon, Chefredakteurin der Zeitschrift Wohnidee.

Oli: “Frau Stahmann, wenn man mehr Pfiff in die eigenen vier Wände bringen möchte, was kann man da machen?”

Ute Stahmann: "Oft reicht schon ein Eimer Farbe und die Lust - und natürlich auch der Mut - nicht gleich die ganze Wohnung, aber vielleicht mal eine Wand in einer kräftigen Farbe anzustreichen. Zum Beispiel in der Küche in einem trendigen Orange. Und vielleicht gibt es auch eine alte Kommode oder Stühle, die man durch eine dekorative Farbe zum Blickfang machen kann."

Oli: “Viele Menschen haben Schwierigkeiten, sich für eine bestimmte Farbe zu entscheiden. Was liegt denn im Trend?”Deko-Idee

Ute Stahmann: "2006 waren es mehr die knalligen Töne wie orange und rot. In 2007 sind es mehr die soften Farben wie petrol, grasgrün und wasserblau. Aber auch immer noch sehr gefragt sind pink, lila in Kombination mit grau. Grundsätzlich gilt: Dunkle Räume sollte man durch frische Farbtupfer aufhellen, und helle Räume vertragen auch knallige Farben."

Oli: “Was kann man noch machen, außer frische Farbe in die Wohnung zu bringen?”

Ute Stahmann: "Man kann auch sehr viel mit Bildern machen, indem man sich zum Beispiel Passepartouts aus bedruckten Tapetenresten oder dekorativem Geschenkpapier zuschneidet. Es gibt natürlich auch eine große Auswahl an fertigen Passepartouts, auch für mehrere Bilder. So kann man sich sehr gut seine Privatgalerie zusammenstellen mit den Lieblingsfotos oder Postkarten und nach Lust und Laune kann man die Motive dann eben auch wieder auswechseln."

Oli: “Vielen Dank für das Gespräch, das war Ute Stahmann von der Wohnidee. Gerade jetzt zum Jahreswechsel ist es der richtige Zeitpunkt, die Wohnung neu zu gestalten. So kommt mit dem neuen Jahr gleich die passende Aufbruchsstimmung in die Wohnung.

Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:

 

 

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Zu zweit glücklich durchs Leben gehen! - Eine Trauung auf Krankenschein gibt es zwar noch nicht, obwohl eine Studie der Universität Ohio jetzt bewiesen hat: Heiraten hilft gegen Depressionen! Verheiratete Menschen, so die Wissenschaftler, sind glücklicher und zufriedener.

Mit einer Heirat verbinden die Menschen ausschließlich positive Gefühle wie Liebe, Nähe, Vertrautheit, Geborgenheit und Sicherheit. Damit aus dem schönsten Tag im Leben auch der perfekteste wird, informierte die Hochzeitsmesse 2007 in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg über Alles zum Thema Heiraten.

Vor Beginn der Messe habe ich mit Frau Dagmar Finkmann gesprochen, sie hatte die Projektleitung für die Hochzeitsmesse in der Weser-Ems-Halle Oldenburg.

Oli: „Frau Finkmann, wie viele Aussteller erwarten sie denn in diesem Jahr?“

Dagmar Finkmann: „Auf der Hochzeitsmesse 2007 werden ca. 50 Aussteller das gesamte Dienstleistungsangebot und Produktangebot rund um das Thema Hochzeit präsentieren.“

Oli: „Was dürfen wir in diesem Jahr erwarten?“

HochzeitspaarDagmar Finkmann: „Wir zeigen natürlich die neusten Trends in Sachen Brautmode für Sie und Ihn, das steht außer Frage! Es sind einige Brautmodenhändler dabei, bei denen natürlich das Anprobieren ausdrücklich erlaubt ist, das heißt also, die jungen Damen können ihre Wunschkleider vor Ort aussuchen, anprobieren und natürlich auch direkt kaufen. Darüber hinaus gibt es die Trends im Bereich Trauschmuck, wir haben Anbieter dabei, die wunderbare Tischdekorationen zeigen, verschiedene Vorschläge für Brautsträuße machen, es gibt gastronomische Betriebe, die ihr breites Angebot vorstellen und den zukünftigen Brautpaaren gerne Angebote unterbreiten für ihre individuelle Traumhochzeit.“

Oli: „Wohin geht denn allgemein der Trend? Lässt sich das sagen? Heiratet man neuerdings wieder traditionell oder ist es eher jung, modern und frech?“

Dagmar Finkmann: „Die Traumhochzeit wird im Grunde genommen sehr traditionell, quasi nostalgisch gefeiert - also zurück zu alten Werten. Das heißt aber nicht, dass sie konventionell gefeiert werden muss, sie kann trotzdem modern und unkonventionell sein.“

Oli: „Was für ein Rahmenprogramm können sie denn bieten?“

Dagmar Finkmann: „Den zukünftigen Brautpaaren bieten wir unter anderem stündliche Modenschauen an, dort zeigen zwölf Models die aktuelle Brautmode für Sie und Ihn. Dort wird festliche Garderobe gezeigt und natürlich Partymode für die Trauzeugen.“

Oli: „Was hat sich denn verändert gegenüber dem Vorjahr, ist die Messe vielleicht größer geworden oder haben sie andere Aussteller mit einbezogen?“

Dagmar Finkmann: „Es ist also so, dass wir sehr viele Ausstelleranfragen gehabt habenZwei Hochzeitspaare und da gilt das Prinzip, wer zuerst kommt, mahlt zuerst und so haben wir auch einen Wechsel im Bereich der Ausstellerschaft zu verzeichnen, das heißt also, wir haben auch einige überregionale Anbieter aus dem Dienstleistungsbereich, aus der Gastronomie mit dabei, unter anderem ist die Firma ‚my day’ vertreten, ein Veranstaltungsservice aus Bremen, der im Grunde genommen die ganz individuelle Traumhochzeit von A bis Z für potentielle Brautpaare planen.“

Oli: „Die Kirche wird anwesend sein, wie kommt das eigentlich bei den Besuchern an, welche Erfahrungen haben sie in den letzten Jahren gemacht? Das ist ja schon ein Anbieter - Anbieter in Anführungsstrichen - der etwas aus dem Rahmen fällt, weil, die verkaufen nichts, sie bieten keine Dienstleistungen im klassischen Sinne an.“

Dagmar Finkmann: „Die Kirche wird sehr gut angenommen, das haben unsere Rückfragen - eben auch bei den Kirchenmitarbeitern - ergeben. Das heißt also, die Kirche ist voll akzeptiert in dem ganzen Potpourri von Ausstellern in Sachen Produkte und Dienstleistungen. Der Messestand wird in Beschlag genommen, das heißt also, die Leute, die jungen Paare informieren sich sehr über die Möglichkeiten der kirchlichen Trauung.“

Oli: „Wie viele Besucher erwarten sie in diesem Jahr?“

Dagmar Finkmann: „Auf der Hochzeitsmesse 2007 erwarten wir über 5.000 Besucher.“

Oli: „Wie hat sich die Messe denn überhaupt in den vergangenen Jahren entwickelt, denn die Messe gibt es ja schon seit einigen Jahren, lässt sich da ein Trend abzeichnen?“

Enten-HochzeitDagmar Finkmann: „Es gibt bestimmt Branchen, die immer wieder vertreten sind. Was sich im Grunde genommen in den letzten Jahren entwickelt hat, ist dieser Dienstleistungssektor im Bereich der Hochzeitsplanung. Das heißt also, dass das auch immer mehr angenommen wird und natürlich auch nachgefragt wird und natürlich mit dem Resultat, dass sich diese Anbieter im Rahmen dieser Veranstaltung gerne präsentieren.“

Oli: „Hochzeitsplaner sind offenbar im Trend. Was macht der eigentlich alles genau, vielleicht können sie das noch einmal aufzählen!“

Dagmar Finkmann: „Ein Hochzeitsplaner kümmert sich im Grunde genommen von A bis Z um die Planung der Traumhochzeit, das heißt, wenn es um die Frage der Räumlichkeiten geht, greift er auf ein Repertoire zurück von potentiellen Gastronomiebetrieben, er kümmert sich um das Catering, um die Musik, um den Brautstrauß, auch um den Trauschmuck auf Wunsch und um den Druck der Einladungskarten, um den Druck der Danksagungen und um die gesamte Zeremonie im Grunde genommen.“

Oli: „Haben sie eigentlich auch schon mal Paare erlebt, die schon verheiratet waren und trotzdem über die Messe gegangen sind und sich gesagt haben: ‚Och Mensch, das wäre ja noch ne gute Idee gewesen und jenes wäre noch ne gute Idee gewesen’?“

Dagmar Finkmann: „Doch, das kommt sehr häufig vor, weil viele Paare dann auch in Erinnerungen schwelgen - auf alle Fälle! Da sind viele Paare, die verheiratet sind und wir trotzdem auf der Veranstaltung als Gäste begrüßen dürfen.“

Oli: „Sind sie verheiratet?“

Dagmar Finkmann: „...Ja, ich bin verheiratet! [lacht]“

Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:

 

 

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Ich habe mit Thorben Pforr gesprochen, er ist Wedding-Planer der Firma My Day aus Bremen.

Oli: “Herr Pforr, was kostet so ein Wedding-Planer, der wird ja nicht so ganz günstig sein, wenn er einem die ganze Arbeit abnimmt!“

Thorben Pforr: “Das richtet sich je nach Aufwand. Wir sagen immer, wir nehmen ca. 10% der eigentlichen Veranstaltungssumme, wobei man ganz klar sagen muss, wenn wir das organisieren bekommen wir sehr gute Konditionen. Somit drücken wir die Veranstaltungssumme an sich. Von diesem geminderten Preis nehmen wir dann 10%, die wir auf den Endpreis aufschlagen für unsere Arbeit.“

Oli: “Was war das ungewöhnlichste, was sie je realisieren mussten?“

Thorben Pforr: “Das war eine Hochzeit auf Mallorca, da hatte ein Paar den Wunsch, die Hochzeit in einem Hotel auf der Insel zu feiern. Wir haben das dann von Deutschland aus mit Kooperationspartnern zusammen ausrichten lassen und das hat alles wunderbar funktioniert!“

  • My Day
  • Engelkestr. 19
  • 28279 Bremen
  • Tel: 0421 - 43 06 196
  • Fax: 04 21 - 59 75 848
  • mobil: 0175 - 54 46 545
  • eMail: t.p@my-day-bremen.de

 

Im Mittelpunkt der Messe standen natürlich die Brautkleider, wogende Träume aus Seide, Samt und anderen Textilien. Höhepunkt waren in diesem Jahr die extravaganten Kleider von Ian Stuart, die vom Modehaus Havekost aus Ovelgönne präsentiert wurden. Der Brite hat zum dritten Mal in Folge den begehrten internationalen Modepreis „Bridal Designer Of The Year“ gewonnen. Ich habe mit dem Inhaber des Modehauses - Ude Havekost - gesprochen und ihn gefragt, ob er mit dem Verlauf der diesjährigen Messe zufrieden ist.

Ude Havekost: „Ja, die Messe ist sehr gut frequentiert. Wir kennen das aber auch nicht anders, weil Oldenburg ist immer eine sehr gute Messe für den Besucher. der Besucher hat hier einen sehr großen Querschnitt über alles, was mit dem Thema Brautmoden zu tun hat.“

Oli: „Das heißt, die Messe ist schon sehr wichtig für ihr Haus?“

Ude Havekost: „Für uns auf jeden Fall, wir müssen uns darstellen. Bei den Bräuten ist es ja so, man hat keine Stammkundschaft, insofern müssen wir unsere Kunden immer wieder neu ansprechen, dafür ist das hier der ideale Punkt. Wir haben mit die größte Auswahl in Deutschland, die Auswahl an Brautmode, an festlicher Mode, an halbfestlicher Mode und auch an Herrenmode sucht seinesgleichen.“

Oli: „Was ist denn bei den Bräuten in diesem Jahr Trend? Wohin geht der Trend? Was tragen die Bräute 2007 gerne?“

Ude Havekost: „Weiterhin ist auf jeden Fall der romantische Stil sehr gefragt, Kleider die mit Röschen, Blüten und so weiter verziert sind. Ganz neu sind in diesem Jahr die Swarovski-Kristalle, die auf den Kleidern verarbeitet werden, das gibt auch noch mal den besonderen Reiz!“

Jetzt haben wir über Hochzeitskleider gesprochen. Aber wie sieht es eigentlich bei den Herren der Schöpfung aus? Gibt es bei den Männern auch Trends, ist der Mann 2007 anspruchsvoll, mutig oder eher konservativ? Wie ist der Mann an sich eigentlich drauf? Das habe ich Ralf Rode gefragt, er ist Marketingleiter des Modehauses Bruns aus Oldenburg.

Ralf Rode: „Anspruchsvoll würde ich nicht unbedingt sagen, aber die Männer werden mutiger. Sie tragen mehr Farbe und freuen sich eben schon darauf, einen besonderen Hochzeitsanzug zu tragen. Den Glanzstreifen akzeptieren sie sehr schnell und eine Weste ist auch kein Problem, wie gesagt, die Männer werden eigentlich eher mutiger. Der Trend ist so, dass der richtige Hochzeitsanzug, weil er etwas festlich ist, nicht mehr so gekauft wird, das geht eher hin zum klassischen Business-Anzug, den man als Hochzeits-Anzug kombiniert, mit einer festlichen Weste, damit man den Anzug auch noch weiterhin tragen kann. Die Verkaufszahlen sind gleich geblieben, sie haben sich teils nach oben hin bewegt, teils nach unten, aber im großen und im ganzen sind die Zahlen gleich geblieben.“

  • Bruns Männermode
  • Haarenstr. 57-60
  • 26122 Oldenburg
  • Tel: 0441 - 2 18 67 55
  • Fax: 0441 - 2 18 67 17

Im Bekleidungshaus „die form“, Damen- und Herrenmode in der Haarenstrasse in Oldenburg, spezialisiert man sich auf eine besonders hohe Qualität. Man kann dort auch Spezialanfertigungen und exklusive Wünsche umsetzen lassen. Wie das im Einzelnen aussehen könnte, das erklärt Oliver Sklorz, er ist geschäftsführender Gesellschafter von „die form

Oliver Sklorz: „Ob das jetzt die Hochzeit im Mittelalter-Stil oder ich hatte jetzt gerade eine Anfrage, da wollte jemand im Stil der Waltons heiraten, kein Problem, wenn wir Bildmaterial haben, können wir so was natürlich aufnehmen und entsprechend dann auch ausgestalten, Details bestimmen um dann alles so für den Tag zu gestalten, wie es richtig ist. Ein Klassiker ist der dunkle Anzug, den man wiederverwendet, den wir mit vielen kleinen Gimmicks versehen, sei es ein roter, gespiegelter Kragen oder Knopflöcher rot angenäht oder die Knöpfe rot, selbst angenäht und ein klarer Trend bei uns als Dauerbrenner ist sozusagen unsere eigene rote Krawatte mit dem weißen Stitching, das spiegelt sich langsam zu einem Markenzeichen wider. Das, was wir als fertiges Produkt abliefern, ist komplett in Deutschland gefertigt bei “Tailor Hoff“ in Saarbrücken, das ist wirklich sehr sehr hohes Niveau als Fertigungsstufe, das findet man in vielen Geschäften nicht einmal als fertige Produkte. Und wir münzen das um in wirklich individuelle, persönliche Outfits.“

Galeria Kaufhof, das City-Kaufhaus aus Oldenburg, bietet einen ganz besonderen Service an, nämlich eine Wunschliste, da kann man nachschauen, was sich das Brautpaar eigentlich wünscht, wenn man es beschenken möchte. Wie das genau funktioniert, erklärt Heiko Borowitz, Mitarbeiter der Galeria Kaufhof.

Heiko Borowitz: „Sie brauchen sich keine Gedanken machen - ‚Was schenke ich denn jetzt? Ich kenne die ja gar nicht so genau!’ - sondern sie sehen auf der Liste, da ist zum Beispiel ein Wasserkocher drauf und sie sagen sich OK, das ist in meinem Rahmen, das kaufe ich. Diese Hochzeitsliste gibt es schon, seit es den Kaufhof eigentlich gibt, nur bisher war die Liste beschränkt auf Glas, Porzellan, Haushaltswaren und jetzt ist die Hochzeitsliste auf das gesamte Sortiment ausgeweitet worden und wir sind seit neuestem vernetzt, das ist der ganz große Vorteil gegenüber anderen Einzelhandelsunternehmen.“

Zu einer richtigen Traumhochzeit gehört natürlich auch eine traumhafte Hochzeitstorte mit viel Sahne und allem drum und dran. Aber gibt’s da eigentlich auch Trends bei der Torte, die sich Jahr für Jahr verändern? Das konnte mir Hans Janssen beantworten, er ist Konditormeister der Wiener Konditorei in der Heiligengeiststraße.

Hans Janssen: „Ja, ohne weiteres! Das absolute ‚Muss’ kann man schon fast sagen wird im folgenden Jahr, also in diesem Jahr wieder das Erdbeerherz sein, was immer größere Beliebtheit findet, in allen Maßen, die man sich vorstellen kann und sei es nur für fünf bis zehn Personen nach dem Standesamt. Das Fruchtige rückt weiter in den Vordergrund, Pfirsich-Maracuja, Preiselbeer - ganz eindeutig! - und natürlich Erdbeer, zur Erdbeerzeit und Erdbeer-Sahne!“

  • Wiener Kondotorei
  • Heiligengeiststr. 28
  • 26121 Oldenburg

Und - zu guter Letzt - wohin geht die Hochzeitsreise? Da hat sicher Michael Mathauer vom DER Reisebüro Bloherfelder Straße 179, Oldenburg, einige gute Tipps auf Lager!

Michael Mathauer: „Da gibt es einmal die Klassiker, natürlich Mauritius, Seychellen, aber, in diesem Jahr auch nachgefragt: USA. Wir haben uns ja letztes Jahr schon auf dieser Messe etabliert, insofern, was Hochzeitsreisen angeht, sind sie bei uns gut beraten. Es gibt da natürlich Packages, sogenannte Honymooner-Packages. Man kann das mit einem Candlelight-Dinner machen, es gibt aber auch sicherlich Wellness-Gutscheine. Es gibt alle Varianten. Letztes Jahr hatten wir sogar Grönland mit einem Hubschrauber-Transfer - also - es ist alles möglich! Grönland gehört sicher zu den exotischsten Sachen die wir hatten aber wir hatten auch schon eine Trauung am Kilimandscharo!“

 

 

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Musik in der Sendung

Curiosity Killed The Cat - Hang On In There Baby

 

Michael Bublé - Spiderman

 

Grace Jones - Slave To The Rhythm

 

Glenn Madeiros - Nothing’s Gonna Change My Love For You

 

Barry White - Just The Way You Are

 

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