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Sendung vom 21. Februar 2007 / 18:05 Uhr

ausgestrahlt auf oeins

Hier können Sie die Themen der Sendung nachlesen und welche Musiktitel gespielt wurden.Klicken Sie hier, um die Beiträge jetzt zu hören!!

Klicken Sie rechts auf den blauen Lautsprecher, um die Beiträge der Show jetzt zu hören.

Die Themen:

Neuer Service bei der VWG Oldenburg
Wasserpfeifen - Orientalischer Flair in Oldenburger Wohnzimmern
CHARISMA - 3D-Fernsehen aus Oldenburg

Hören Sie es auch? Da kommt gerade die Linie 305 vorbei... und die hat sich ein bisschen verspätet, aber, das ist im Prinzip gar nicht mehr so ärgerlich wie früher, denn die VWG - die Oldenburger Busgesellschaft - hat zum ersten Februar neue Kundengarantien eingeführt. Eine Garantie ist die sogenannte ‚Pünktlichkeitsgarantie’, aber es gibt noch drei weitere, zum Beispiel die ‚Sauberkeitsgarantie’.

Ich habe mit Morell Predoehl gesprochen, er ist der Pressesprecher der VWG.

Oli: „Was bedeutet eigentlich ‚Sauberkeitsgarantie’? Können sie uns das mal erklären?“

Morell Predoehl: „Ja, unsere Sauberkeitsgarantie bedeutet, dass wenn sie bei der Benutzung unserer Busse einmal ihre Kleidung verschmutzen, weil der Bus einmal nicht so sauber ist, wie die Kunden es erwarten können, dann wird die Sache selbstverständlich in Ordnung gebracht. Die Kunden können eine Reinigungsquittung einreichen, und wir werden den Schaden selbstverständlich ersetzen.“

Oli: „Wie funktioniert denn das? Jetzt habe ich mich im Bus schmutzig gemacht, wie beweise ich das, muss ich mich dann gleich beim Busfahrer melden oder wie regeln sie das?“

Morell Predoehl: „In unseren Fahrzeugen und in den Vorverkaufsstellen gibt es sogenannte ‚Garantiekarten’. Dort können die Kunden ihre Adresse eintragen und den Vorfall kurz schildern, eine Reinigungsquittung beiheften und diese Garantiekarte dann bei unseren Vorverkaufsstellen abgeben oder uns zuschicken. Wir schauen uns die Unterlagen dann an und in der Regel wird dann ganz einfach die Reinigungsgebühr ersetzt, ohne, dass wir große Prüfverfahren in Gang setzen etc.“

Oli: „Wie oft werden die Busse denn gereinigt?“

 

Morell Predoehl: „Die werden täglich gereinigt! Von innen allemal, von außen ist es so, dass es witterungsabhängig ist. Wenn kein Regen auf den Straßen ist und die Busse sauber bleiben, wird ab und zu mal auf die Reinigung verzichtet, aber im Grundsatz wird jeder Bus von außen und von innen einmal täglich nachts hier auf dem Gelände der VWG gereinigt.“

Oli: „Dann haben sie eine Niederflurgarantie - was bedeutet das? Was muss ich mir unter diesem Begriff vorstellen?“

Morell Predoehl: „Die Niederflurgarantie gestattet es allen Fahrgästen sich ohne Vorkenntnisse in unserem Liniennetz zu bewegen, das gilt insbesondere für Mobilitätsbehinderte, die auf ein Niederflurfahrzeug angewiesen sind. Mit einem Niederflurfahrzeug können sie ohne dass sie vorher nachgefragt haben in den Bus rein. Wir haben alle Niederflurfahrzeuge mit einer Klapprampe ausgestattet. Sollte es einmal zu einem Fahrzeugeinsatz kommen, wo noch Treppen drin sind, wo man nicht so reinkommt - das ist aber eigentlich nicht mehr der Fall, denn wir haben unsere gesamte Fahrzeugflotte auf Niederflur umgestellt, aber wenn es doch mal der Fall sein sollte, weil ein anderes Fahrzeug ausfällt und wir kein Ersatzfahrzeug mit Niederflur stellen können - dann kann sich der Kunde ein Taxi rufen und wir erstatten dann diese Taxi-Kosten.“

Oli: „Niederflur- und Sauberkeitsgarantie, das sind schon ganz nette Ideen, aber kommen wir jetzt mal zu den wirklich spannenden Garantien. Wie sieht es zum Beispiel aus mit der sogenannten Anschlussgarantie?“

VWG-BusMorell Predoehl: „An unserer Hauptumsteigestelle, am Lappan, garantieren wir werktags ab 19 Uhr und Sonntags ganztägig eine Anschlussgarantie. Das heißt, bei diesen Fahrten können sich die Fahrgäste darauf verlassen, dass sie ihren Anschlussbus auf jeden Fall bekommen. Unsere Leistelle wartet darauf, dass alle Fahrzeuge am Lappen angekommen sind und gibt dann per Funk an alle Fahrer das Signal, das abgefahren werden kann, sodass die Anschlüsse auf jeden Fall gesichert sind. Sollte sich dennoch mal etwas auf diesem Wege ereignen, dass ein Anschluss nicht gewährt werden kann, dann werden wir selbstverständlich die Taxi-Kosten ersetzen oder als Entschädigung dem Kunden ein Tagesticket zur Verfügung stellen.“

Oli: „Warum garantieren sie das erst ab 19 Uhr? Im Berufsverkehr wäre das ja spannender!“

Morell Predoehl: „Ja, das wäre sicherlich spannender, aber, die Anschlussgarantie tagsüber zu gewährleisten ist auch für uns eine spannende Sache. Tagsüber gibt es eine Reihe von Einflussfaktoren, die wir nicht unbedingt garantieren können. Diese Einflussfaktoren haben möglicherweise negative Auswirkungen auf die Anschlüsse, zum Beispiel Unfälle im normalen Straßenverkehr, Staus auf den Ein- und Ausfahrstraßen in Oldenburg etc. - das sind alles Dinge, die passieren können. Tagsüber dort eine Anschlussgarantie auch vor 19 Uhr auszusprechen, wäre zu diesem Zeitpunkt etwas gewagt!“

Oli: „Für die Fahrgäste ist wahrscheinlich die Pünktlichkeitsgarantie die wichtigste Garantie. Wie funktioniert das? Was muss man sich da drunter vorstellen?“

Morell Predoehl: „Sollte sich eines unserer Fahrzeuge einmal mehr als 15 Minuten Verspätung einfangen im Laufe des Tages oder eben bei einer Fahrt oder wenn das Fahrzeug verfrüht an einer Haltestelle abfährt, dann erhalten die Kunden ein Tagesticket. Auch hier gilt: Ganz einfach Garantiekarte ausfüllen, den Vorfall kurz schildern und bei der VWG einreichen und wir werden dann ganz unbürokratisch dem Kunden eine Entschädigung zukommen lassen.“

Oli: „Jetzt sagen sie, erst ab 15 Minuten. Wie oft kommt das denn vor in der Praxis, dass ein Bus tatsächlich ganze 15 Minuten Verspätung hat?“

Morell Predoehl: „Wir müssen hier leider unterscheiden. Der eine Fall sind Gründe, die die VWG tatsächlich selbst zu vertreten hat. Zum Beispiel ist mal ein Fahrzeug defekt und es muss ein Ersatzfahrzeug auf die Strecke geschickt werden. Das ist etwas, das ist unser Problem, da darf der Kunde nicht drunter leiden, das kommt vielleicht ein- bis zweimal die Woche vor und wir werden den Kunden dann nicht alleine lassen, sondern ihm eben in diesem Fall der selbst zu vertretenden Schäden eine Entschädigung zukommen lassen. In dem anderen Fall wo wir nicht selber Verursacher dieser 15 Minuten Verspätung sind, was leider doch relativ häufig vorkommt, zum Beispiel durch Baustellen oder eben auch durch Unfälle im Straßengebiet von Oldenburg, da können wir die Entschädigung leider nicht leisten.“

Oli: „Warum gilt denn die Pünktlichkeitsgarantie erst ab 15 Minuten Verspätung, warum nicht schon ab fünf Minuten oder zehn Minuten?“

Morell Predoehl: „Die Grenze 15 Minuten ist letztendlich gegriffen. Man kann sicherlichVWG-Nachtbus auch eine Pünktlichkeitsgarantie auch von fünf oder zehn Minuten einführen, aber ich denke, das ist betriebstechnisch nur schwer zu leisten, dass man innerhalb von fünf oder zehn Minuten ein Ersatzfahrzeug an die Unfallstelle bringt und alle Fahrgäste dort weiter befördert. Ich denke, 15 Minuten ist eine faire Chance für die VWG dem Kunden in einem solchen Fall ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung zu stellen. Erst, wenn es dann länger dauert, ist es nicht mehr im Rahmen der üblichen Dinge, die ein Fahrgast von uns verlangen kann und dann müssen wir dafür natürlich gerade stehen.“

Oli: „Wie wird die Pünktlichkeit denn geprüft? Wie checken sie, ob der Garantieanspruch wirklich gegeben ist oder nicht?“

Morell Predoehl: „Zunächst muss ich um Verständnis bitten, dass wir diese Fälle prüfen müssen, denn leider ist es so, dass auch mit solchen Dingen manchmal Schindluder betrieben wird. Das müssen wir vermeiden, deshalb die Notwendigkeit, die Fälle im Einzelnen zu prüfen. Im Grundsatz ist es so, dass unsere Fahrzeuge über ein satellitengesteuertes GPS-System verfügen, sodass auch Aufzeichnungen da sind, die wir auswerten können, ob ein Fahrzeug an einer bestimmten Haltestelle Verspätung hatte oder nicht. Und diese Daten ziehen wir dann heran, vergleichen sie mit den Kundenangaben und können so feststellen, ob alles seine Ordnung hat.“

Oli: „Das heißt konkret, wenn ich jetzt behaupten würde, ich bin letzte Woche mit der Linie 303 gefahren und die hat sich 18 Minuten verspätet, dann könnten sie sozusagen ins Archiv gehen und nachgucken und könnten sofort meine Behauptung überprüfen und sagen: ‚Ja, das stimmt!’ - oder eben nicht?“

Morell Predoehl: „Selbstverständlich!“

Oli: „Man bekommt also ein Tagesticket ausgehändigt, wenn der Garantieanspruch anerkannt wird. Was ist denn zum Beispiel, wenn ich eine Monatskarte habe, dann bringt mir ja die Tageskarte überhaupt nichts, weil ich den Monat ja schon komplett bezahlt habe!“

Morell Predoehl: „Das ist richtig! Unmittelbar haben sie dann keinen Vorteil dadurch. Aber wir haben von den Kunden, die eine Monats- oder Jahreskarte besitzen gehört, dass sie auch gerne ein Tagesticket in Empfang nehmen, um Freunden und Bekannten damit eine Freude zu bereiten, um ihnen eine kostenlose Fahrt mit der VWG zukommen zu lassen. Also einsetzen kann man so ein Tagesticket immer!“

 

Oli: „Warum können diese Garantiefälle nicht direkt beim Fahrer geregelt werden? Wenn zum Beispiel ein Bus 17 Minuten verspätet ist, dann könnte ich ja gleich zum Fahrer gehen, der hat eine Uhr, da schaut er dann drauf und stellt fest: ‚Ja, ich bin 17 Minuten zu spät! Hier haben sie ein Tagesticket!’ - Warum muss ich das schriftlich machen über die VWG, kann man das nicht unbürokratisch im Bus regeln?“

Morell Predoehl: „Also, die Bürokratie so wie sie es sagen - ich würde es nicht so nennen - aber der Hintergrund ist eigentlich ein anderer: Wir wollen, dass unsere Busse möglichst schnell in der Stadt sind. Wir wollen unsere Fahrer vom Ticketverkauf, von Beratungen und von Behandlungen von Garantiefällen entlasten, denn ein solcher Vorgang dauert immer eine gewisse Zeit. Hinten im Bus sitzen vielleicht 20 bis 30 Leute, die schnell ihr Ziel erreichen wollen. Wenn der Fahrer dann einen solchen Garantiefall zu bearbeiten hat, dann würden die anderen Fahrgäste warten müssen und das ist eigentlich nicht unser Ziel, denn wir wollen sehen, dass unsere Busse schnell unterwegs sind in der Stadt und werden daher die Garantiefälle im Büro abhandeln und dann postalisch bearbeiten. Aber das Verfahren zur Behandlung der Kundeneingaben, das ist eigentlich sehr unbürokratisch.“

Oli: „Sie haben es schon angesprochen, es droht eine weitere Großbaustelle auf der Autobahn. Sie sagen, das ist ‚höhere Gewalt’, da kann die Pünktlichkeitsgarantie nicht gelten. Vielleicht können sie etwas Grundsätzliches dazu sagen, wie sehr so eine Großbaustelle ihren Fahrplan durcheinander wirbeln wird. Bei der letzten Baustelle auf der Autobahn im letzten Jahr stand ja ganz Oldenburg Kopf und alle Straßen waren verstopft! Wie reagieren sie auf so etwas, setzen sie mehr Busse ein, um die Fahrpläne halbwegs einzuhalten?“

Morell Predoehl: „Ja, wir werden resultierend aus den Erfahrungen mit der Großbaustelle im letzten Jahr auch in diesem Jahr unsere Maßnahmen planen. Im Einzelnen bedeutet VWG-Netzplandas, dass ein Fahrzeug, wenn es Richtung Endstelle fährt und dort eine sogenannte ‚Wendezeit’ hat, dass wir dort an der Endhaltestelle bereits ein weiteres Fahrzeug platzieren, was dann wieder pünktlich - fahrplangemäß - eingesetzt wird. Das Fahrzeug mit Verspätung macht dann seine Pause bzw. der Fahrer macht seine Pause dort an der Endhaltestelle und ein Kollege oder eine Kollegin fährt dort dann pünktlich los. Wenn sich dennoch wiederum Verspätungen aufbauen im Liniennetz durch die Großbaustelle, können wir daran dann leider nichts mehr machen. Wir sind auch ganz gespannt, wie es sich in diesem Jahr entwickelt.“

Oli: „Wie pünktlich sind die Busse eigentlich generell? Gibt es eine Statistik?“

Morell Predoehl: „Eine pauschale Aussage mit einem Durchschnittswert kann man nicht machen. Aber die Kundenbefragung im VBN (‚Verkehrsverbund Bremen NiedersachsenAnm. d. Red.) zum Beispiel - das Kundenbarometer - hat uns relativ gute Noten gegeben für den ÖPNV (‚Öffentlicher Personennahverkehr’ Anm. d. Red.) hier in der Stadt - ganz aktuell für das Jahr 2006 - demnach sind wir seit 2002 immer pünktlicher geworden, wenn man sich das auf einer Schulnotenskala einmal ansieht, im Vergleich zu anderen Städten in der Bundesrepublik ist der ÖPNV, der Busverkehr hier in Oldenburg sehr pünktlich, das muss man so sehen.“

Oli: „Wie lange dauert die Bearbeitung eines Garantiefalles?“

Morell Predoehl: „Also, die Kunden erhalten in der Regel innerhalb von einer Woche eine Antwort von uns.“

Oli: „Wie viele Garantiefälle haben sie schon gehabt?“

Morell Predoehl: „Seit Einführung der Kundengarantien am 1. Februar 2007 haben wir durchschnittlich gerechnet einen Garantiefall pro Tag eingereicht bekommen. Das liegt innerhalb unserer Erwartungen. Wir hatten auch vorher ähnliche Größenordnungen. Es sind auch mal Tage dabei, da kommen zwei oder drei, dann kommt wieder ein Tag, wo wir keinen Garantiefall haben, aber das sind alles überschaubare Größenordnungen und das bekräftigt uns letztendlich darin, dass wir hier den richtigen Schritt getan haben.“

Oli: „Jetzt haben sie in den vergangenen Jahren, in der letzten Zeit, extrem viel für die Kunden getan, die Haltestellen wurden umgebaut, haben sie noch mehr in der ‚Pipeline’, was auf die Kunden zukommt?“

Morell Predoehl: „Also, dieses angesprochene Haltestellenausbauprogramm wird uns auch noch in diesem Jahr begleiten - gar keine Frage - wir sind damit noch nicht am Ende. Was wir auf der anderen Seite noch an Überraschungen parat haben für das Jahr 2007, da möchte ich im Moment eigentlich noch nichts zu sagen, das soll dann auch eine Überraschung bleiben! Aber selbstverständlich gilt, dass wir immer daran arbeiten, den ÖPNV in der Stadt Oldenburg ständig zu verbessern. Qualität, Service, Pünktlichkeit - auch das sind immer wieder Themen - die Sicherheit an den Haltestellen, die Sauberkeit - da arbeiten wir ständig daran. Wir nutzen auch diese Kundengarantien dazu, diese Schwachstellen zu entdecken. Da wo wir ganz viele Hinweise von unseren Kunden erhalten, da sind wir immer dankbar darüber, wenn wir sie bekommen. Wir zeichnen sie auf, werten sie aus und schauen nach, wo wir Verbesserungsbedarf haben.“

Oli: „Seit einiger Zeit darf man ja nur vorne einsteigen - Ausstieg nur hinten - wie hat sich das in der Praxis bewährt?“

Morell Predoehl: „Der kontrollierte Vordereinstieg, so wie er fachterminologisch genannt wird, ist ja seit dem ersten Januar eingeführt worden. Hintergrund ist, dass wir eben dem zunehmenden ‚Schwarzfahrer-Dasein’ entgegen treten müssen. Wir haben leider beobachteVWG: Park+Ridet, dass es immer häufiger der Fall war, dass Menschen ohne gültigen Fahrausweis bei uns mitgefahren sind. Da gehen uns letztlich Einnahmen verloren und, was man immer wieder betonen muss, die anderen Fahrgäste müssen das ja letztendlich mitbezahlen, wenn jemand ohne gültigen Fahrausweis unterwegs ist und das ist doch nicht gerecht! Wir haben dann dieses Verfahren eingeführt mit einer großen Kampagne, mit Zeitungsanzeigen begleitet, sodass auch jeder Oldenburger die Zeit hatte, das zu lernen und wir können jetzt schon sagen, das ist eigentlich sehr positiv aufgenommen worden. Selbstverständlich gibt es noch an einigen Stellen Gewöhnungsbedarf sowohl bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als auch bei den Fahrgästen - gar keine Frage - aber im Grunde ist das eine positive Sache. Wir können den Erfolg auch daran ablesen, dass sich die Einnahmesituation im ersten Monat des Jahres 2007 erheblich verbessert hat!“

Oli: „Wenn jetzt trotzdem jemand mal eben hinten in den Bus hineinhuscht, der eigentlich hätte vorne einsteigen müssen, weil vielleicht die Tür hinten länger geöffnet war, durch einen Kinderwagen oder andere Umstände, welche Anweisung hat denn der Busfahrer, muss er dann denjenigen nach vorne rufen? Das kostet dann ja auch wieder alles Zeit! Welche Anweisungen geben sie also den Fahrern?“

Morell Predoehl: „Grundsätzlich laufen die Schwarzfahrer, also diejenigen, die kein gültiges Ticket haben, immer Gefahr, vom Busfahrer angesprochen zu werden. Und gerade in einer Situation, wo alle vorne einsteigen müssen, außer natürlich Mütter mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer selbstverständlich oder jemand, der ein Fahrrad dabei hat kann selbstverständlich weiter hinten einsteigen, aber jemand, der einfach hinten reinhuscht - wie sie sagen - läuft Gefahr, dass der Fahrer auf ihn zukommt und fragt: ‚Darf ich bitte mal eben ihren Fahrschein sehen?’ - Und allein dieses Risiko wollen viele nicht mehr eingehen, und das hat sich bei den Einnahmen positiv ausgewirkt - wir verkaufen jetzt mehr Fahrausweise!“

Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:

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Jetzt geht’s ein bisschen um den Orient - aber wir brauchen gar nicht mehr in den Orient reisen, denn er kommt nämlich in gewissen Weise zu uns nach Oldenburg. Ein neuer Trend erobert nämlich die Szene-Bars und Wohnzimmer in unserer Stadt: Wasserpfeifen. Die sogenannten ‚Shishas’ sind vor allem bei Jugendlichen in aller Munde. Bis vor kurzem kannte man die Wasserpfeifen nur aus dem Urlaub und aus dem Fernsehen. Aber nach einer aktuellen Umfrage, die OLi's Abendshow vorliegt, hat bereits jeder zweite der 16 bis 17jährigen bereits einmal Shisha - Wasserpfeife - geraucht. Was ist eigentlich das besondere an diesen Wasserpfeifen, wie gefährlich sind sie und was benötigt man alles, wenn man doch mal in den Genuss einer solchen Pfeife kommen möchte? Um den gesundheitlichen Aspekt kümmern wir uns später, ich habe zunächst einmal Michael Hug befragt, er betreibt einen kleinen Laden in der Innenstadt, ‚fantasia’ im Handelshof (Staulinie 16-17, 26122 Oldenburg) und er klärt uns auf, was man alles braucht, um eine Wasserpfeife richtig genießen zu können.

Oli: „Michael, erzähl uns doch zunächst einmal, wie so eine Wasserpfeife überhaupt aufgebaut ist!“

Michael Hug: „Unten ist ein Glaskörper, wo das Wasser drin ist, dann eine Rauchsäule, ein Kopf, ein Schlauch, wo man dran zieht und eine Zange gehört dazu zum Inventar, ein Ablassventil, Tabak und einen guten Atem.“

Oli: „Ist das tatsächlich ein Trend, ist es über die Jahre mehr geworden? Kaufen jetzt mehr Leute Tabak als früher?“

Michael Hug: „Es ist auf jeden Fall ein Trend, ein starker Boom. Man befindet sich jetzt auf einer großen Welle, was jetzt entweder so bleibt oder in einigen Jahren wird es keinen mehr interessieren. Letzteres glaube ich aber nicht, denn wenn man an orientalische Länder denkt, zum Beispiel Ägypten, dann sieht man, dass die Tradition dort schon seit Jahrhunderten besteht.“

Oli: „Was ist denn der Unterschied zum normalen Rauchen?“

 

Michael Hug: „Im Gegensatz zum normalen Rauchen sollte man die Shisha nur paffen, das heißt also nicht auf Lunge atmen, sondern wie eine normale Pfeife einfach nur paffen und den Tabakgeschmack dann über den Speichel aufnehmen.“

Oli: „Warum ist in dem Behälter unten Wasser drin, wofür ist das Wasser gut?“

Michael Hug: „Der Rauch wird dadurch gekühlt, der Rauch wird durch die Abkühlung angenehmer zum Rauchen. Ansonsten wäre es sehr trocken und warm.“

Oli: „Ist es auch so, dass das Wasser Giftstoffe zurückhält oder ist das nur ein Gerücht?“

Michael Hug: „Ja, es wird was zurückgehalten, aber nur geringe Mengen. Mann kann also nicht sagen, dass es vollkommen gesund ist, das wäre sehr übertrieben, es so dazustellen.“

Oli: „Kann ich das auch was anderen reinschütten außer Wasser? Zum Beispiel soll es sehr lecker sein mit Milch, wenn man Cocos-Tabak verwendet! Hast du das schon mal ausprobiert? Schmeckt es dann tatsächlich besser?“

Aufbau einer WasserpfeifeMichael Hug: „Hab ich ehrlich gesagt noch nie ausprobiert, das wäre ein Eigenexperiment. Ist mir nicht bekannt, es entspricht in dem Sinne auch nicht der Tradition.“

Oli: „Was sind denn die Renner bei den Tabaksorten?“

Michael Hug: „Oh! Da ist Doppelapfel ganz weit vorne in der Top-3, dann geht’s weiter mit Kirsche, Erdbeere und Honigmelone - das ist so das Hauptsegment.“

Oli: „Was brauche ich denn alles, um eine Wasserpfeife zu betreiben? Wasser, das ist klar, aber was noch? Wie kriege ich die in Gang?“

Michael Hug: „Ja, also man braucht Tabak, das ist auch klar, man braucht Kohle, da gibt es selbstzündende Kohle und Kokos-Kohle zum selber vorglühen, die Kohle legt man dann oben auf den Tabak drauf und durch das Ziehen geht die Hitze praktisch nach unten, verbrennt den Tabak und der Rauch entsteht.“

Oli: „Du hast es erwähnt, es gibt verschiedene Kohlarten, selbstzündende und Kokos-Kohle, wo ist da der Unterschied? Welche sollte ich nehmen?“

Michael Hug: „Die gesündere Kohle wäre die Kokos-Kohle, weil die keine eigenen Brennstoffe hat, nur schnell und bequemer ist natürlich die selbstzündende Kohle, die ist ganz weit vorne, aber es machen sich auch welche die Arbeit, die Kokos-Kohle mit einem Gaskocher sechs, sieben oder gar bis zu acht Minuten lang zu erhitzen, aber die Mühe lohnt sich, denn die Kokos-Kohle brennt länger und sie ist definitiv gesünder.“

Oli: „Wenn ich Einsteiger bin und ich will es einfach und bequem haben, nehme ich also die selbstzündende, oder?“

Michael Hug: „95% der Kunden nehmen die selbstzündende, ja.“

Oli: „Wie sieht das aus, lege ich die Kohle so auf den Tabak, oder kommt da noch was dazwischen?“

Michael Hug: „Die meisten legen gelöcherte Alufolie zwischen Kohle und Tabak, man kann aber auch ein extra Metall-Sieb nehmen, welche passend zum Kopf erhältlich sind, das ist wie so ein Gitter, was man auf den Tabak legt, aber es entspricht der Tradition, es mit Alufolie zu machen und das ist auch besser und einfacher.“

Oli: „Was kostet denn so eine Pfeife überhaupt? Wo geht das preislich los - nach oben hin gibt’s wahrscheinlich keine Grenzen - aber was kostet so ein Einsteigermodell?“

Michael Hug: „Beim Einsteigermodell würde man sich in einem Preisspektrum von 20-25 Euro bewegen.“

Oli: „Und da ist dann ein Schlauch dran, oder zwei? Raucht man die Pfeifen eher alleine oder in Gesellschaft?“

Michael Hug: „Wie man will, ich habe sowohl einschläuchige als auch mehrschläuchige bis hin zu Pfeifen mit sechs Schläuchen! Aber die Einschläuchigen werden doch überwiegend gekauft.“

Oli: „Gibt es sonst noch Zubehör, welches man erwerben kann?“

Michael Hug: „Ja, es gibt schöne Zangen im Repertoire, es gibt einen Windschutz, einige Pfeifen haben keinen Windschutz, den kann man nachkaufen, das ist optisch schön oder wenn man mal draußen sitzt, dann weht nicht alles runter. Ja, also das wäre es auch schon, so umfangreich ist die Sortimentsauswahl da nicht.“

Oli: „Was kostet eine kleine Packung Tabak, so mit 40-50 Gramm?“

Michael Hug: „Ja, da gibt’s verschiedene Sorten und Hersteller, aber der Preis liegt so zwischen 3,80 Euro bis 4,20 Euro, je nach Anbieter.“

Oli: „Der ‚offizielle’ Tabak, den ich hier kaufen kann, ist ja sehr trocken. Was ist der Nachteil, wenn der Tabak zu trocken ist?“

Michael Hug: „Die Brennbarkeit und die Qualmentwicklung ist natürlich nicht so gegeben,Shisha - verschiedene Modelle wie man das gerne hätte. Es gibt in Deutschland Bestimmungen, da darf der Glycerin/der Molasse-Anteil nicht höher als 5% sein. Ein Vergleich zu den Herstellungsländern: Dort liegt der Anteil bei 25-30%. Man kann natürlich ‚mogeln’, in dem man Molasse/Glycerin selber beimischt, um die fehlenden Prozente auszugleichen, man hat damit allerdings auch nichts illegales gemacht, denn der Staat gibt 5% vor, wir verkaufen als Händler mit 5% und was man als Kunde dann damit macht, ist jedem selbst überlassen.“

Oli: „Das heißt, mit Glycerin kann ich den Tabak feuchter machen, als er eigentlich ist? Muss ich dabei etwas beachten?“

Michael Hug: „Ja, man sollte die Dosierung unbedingt beachten, also nicht zehn Teelöffel auf ein Paket, sondern in einem vernünftigen Maße, dann ist das gut machbar. Es ist ja auch so, wenn man den 5%igen Tabak so raucht - ohne Zugabe von Glycerin - kommt die Pfeife meist gar nicht in Gang. Viele meinen dann, die Pfeife sei kaputt oder wie auch immer, dabei ist nur der Tabak nicht feucht genug - und das geht halt schwierig bis gar nicht.“

Oli: „Wie oft muss ich die Pfeife denn reinigen? Muss ich das Wasser jedes Mal wechseln?“

Michael Hug: „Das sollte man schon tun. Das hängt natürlich auch davon ab, wie ‚fleißig’ der ein oder andere ist. Wer es immer geschmacklich gut haben will und von der Ästhetik her vernünftig damit agieren will, der sollte nach einem Rauchabend eben einmal reinigen, das heißt Flasche, Säule und den Schlauch vielleicht einmal durchspülen.“

Oli: „Mache ich das mit klarem Wasser? Oder hast du da auch Reinigungsmittel im Angebot?“

Michael Hug: „Es gibt Reinigungsmittel, es gibt Bürsten - die sind sogar teilweise bei den Pfeifen mit dabei als Set. Man kann auch Geschirrspülmittel nehmen, das normale ‚Spüli’ halt, was man so zu Hause als Hausmittel hat. Natürlich verkaufe ich hier auch spezielle Reinigungsmittel, aber es geht auch anders.“

Oli: „Was ist der größte Fehler als Anfänger beim Rauchen der Wasserpfeife? Gibt es etwas, was man schnell mal falsch macht?“

Michael Hug: „Man sollte auf jeden Fall nicht reinpusten und man sollte auf jeden Fall die Kohle durchglühen lassen, das ist ganz wichtig. Viele sind da viel zu ungeduldig, die Kohle ist oftmals nur ‚halb durch’ und dann wird sie schon oben drauf gelegt. Das ist schlecht, denn es setzen sich dann noch giftige Stoffe ab und die Pfeife kommt unter Umständen schwer bis gar nicht in Gang, weil die erforderliche Temperatur nicht gegeben ist.“

Oli: „Vielen Dank Michael Hug vom Geschäft ‚fantasia’ aus Oldenburg, aus dem Handelshof in der Innenstadt, er ist der führende Experte in Sachen Shisha - Wasserpfeife. - Jetzt unterhalte ich mich mit Peter Kanzler, er ist Chefredakteur der ‚Apotheken-Umschau’. Er sieht die Wasserpfeife natürlich nicht so harmlos.“

Oli: “Angeblich soll es gesünder sein, Wasserpfeifen zu rauchen als zum Beispiel Zigaretten. Doch das ist ein Irrglaube, oder?”

Mann raucht WasserpfeifePeter Kanzler: “Das ist eindeutig falsch. Der Nikotingehalt, das Teer und das Kohlenmonoxyd sind ähnlich hoch wie bei einer Zigarette, zum Teil liegen die Werte sogar deutlich darüber. Hinzu kommt, dass das gemeinsame Rauchen aus einem Mundstück unhygienisch ist."

Oli: “Trotzdem scheint der Siegeszug der Shishas unaufhaltsam. Viele Menschen genießen es offenbar besonders, gemeinsam mit ihren Freunden Wasserpfeife zu rauchen. Dass die orientalischen Pfeifen ähnlich schädlich sind wie andere Tabakprodukte, interessiert weniger.”

Peter Kanzler: “Shisha-Rauchen gilt als schick, zudem denken viele, dass die Wasserpfeife gesünder sei als das Rauchen von Zigaretten und das stimmt definitiv nicht. Wer als Zigarettenraucher aus gesundheitlichen Gründen auf die Wasserpfeife umsteigen will, betrügt sich selbst."

Vorsicht also bei Wasserpfeifen, warnt die Apotheken Umschau. Sie seien zwar trendy, aber keinesfalls gesünder als Zigaretten. Wer sich etwas Gutes tun will und vielleicht noch keinen guten Vorsatz für das neue Jahr hat, solle lieber ganz mit dem Rauchen aufhören.

Hilfreiche Links und Adressen zu diesem Thema:

  • Apotheken-Umschau
  • fantasia Head and Growshop, Handelshof 16-17, 26122 Oldenburg, Tel.: 04 41-24 82 82, Fax: 04 41-24 82 83

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Die Oldenburger Firma ‚CHARISMA Technologies’ wurde im Wettbewerb ‚Deutschland - Land der Ideen’ ausgezeichnet und das zu Recht, denn die Firma schickt sich an, mit ihren neuen 3-D-Fernsehgeräten TV-Geschichte zu schreiben.

Was im Fernsehprogramm so alles läuft, ist manchmal richtig peinlich, zum Beispiel die Telefongewinnspiele, die nachts auf diversen Kanälen laufen und 50 Cent pro Anruf kosten.

Trotz aller Kritik: Wir sitzen im Durchschnitt jeden Tag fast 3 ½ Stunden vor dem Fernseher. Keine andere Erfindung hat unsere Freizeitgewohnheiten so nachhaltig verändert.

Auf der anderen Seite ist es kein Wunder, dass gerade wir Deutschen die Flimmerkiste so lieben, denn immer wieder waren es deutsche Erfinder, die die Geschichte des Fernsehens maßgeblich beeinflusst haben, zum Beispiel die Braunsche Röhre oder das von Walter Bruch 1963 entwickelte PAL-Farbfernsehsystem, das System ist bis heute Standard - fast überall auf der Welt.

Nun macht sich ausgerechnet eine Oldenburger Firma auf, die bunte TV-Welt erneut zu revolutionieren. CHARISMA heißt die neue Technologie. Das tolle an diesen Fernseher ist, dass er ein dreidimensionales Bild mit scheinbar unendlicher Tiefe erzeugt. Hilfsmittel, wie zum Beispiel die rot-grüne 3-D-Brille, sind nicht mehr erforderlich.

Aber kann CHARISMA auch alte Videos und DVD’s abspielen?

Geschäftsführer Ralf Lohmann: „Sie können jeden Film, ob schwarz-weiß, Farbe, jede DVD, jedes Video-Band in der CHARISMA dreidimensionalen Qualität erleben. Es funktioniert genauso mit stehenden Bildern.“

Charisma 3DFür einen Spott-Preis ist das sogenannte CHARISMA-TV-System natürlich nicht zu haben. Die kleine Variante des Systems kostet rund 12.000 Euro, das große Plasma-Display ist für rund 16.000 Euro zu haben.

Die Fernseher unterscheiden sich nur durch die Bildschirmgröße. Die Plasma-Displays haben einen Durchmesser von 43 bzw. 50 Zoll.

Die CHARISMA-Technologie wurde in Oldenburg komplett neu entwickelt und ist mit der bisherigen Technik nicht vergleichbar.

Geschäftsführerin Eleonore Jantzen: „CHARISMA verwendet eine völlig neuartige Technologie, die man auch mit keiner auf dem Markt befindlichen Technologie vergleichen kann. Dieses ‚3-D’ - davon grenzen wir uns ab - wir sagen im Höchstfall ein dreidimensionales sehen, wobei sie bei 3-D immer das Problem hatten, dass sie immer von den Dingen erschlagen wurden und eine Unschärfe da war, die sie fast an einen Herztod getrieben hat. Bei CHARISMA ist es hingegen so, dass sich ganz viele verschiedene Ebenen öffnen. Wir erreichen eine Bildtiefe, die immer wieder eine neue Perspektive bietet.“

Das CHARISMA-TV-System wurde vor ein paar Tagen der staunenden Presse imCharisma 3D-TV Hörzentrum Oldenburg vorgeführt. Nach dem Hörgarten am Hörzentrum Oldenburg und dem Hannah-Arendt-Zentrum ist die Firma CHARISMA bereits der dritte ‚Ort im Land der Ideen’ - Dieser Wettbewerb wurde anlässlich der Fußballweltmeisterschaft von der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung initiiert. Jeden Tag wird in Deutschland eine andere, zukunftsweisende Idee ausgezeichnet.

Und anlässlich der Präsentation von CHARISMA war auch der Tennis-Star und Chef des Davis-Cup-Teams Patrik Kühnen vor Ort.

Die Oldenburger Firma ‚CHARISMA Technologies’ wurde im Wettbewerb ‚Land der Ideen’ ausgezeichnet. Zwanzig Mitarbeiter fertigen im Oldenburger ‚TGO - Technologie- und Gründerzentrum’ Fernsehgeräte, mit denen man dreidimensionale Fernsehgeräte in bisher nicht gekannter Schärfe und ohne Hilfsmittel sehen kann. Anlässlich dieser Preisverleihung war auch der Teamchef der deutschen Davis-Cup-Mannschaft - Patrik Kühnen - anwesend. Die ersten Bilder, die Patrik Kühnen auf dem neuen Gerät gesehen hat, waren allerdings keine Tennis-Bilder...

 

Patrik Kühnen: „Nein, also das waren keine Tennis-Bilder, sondern das war ein normales Fernsehprogramm zum einen und dann bin ich natürlich auch neugierig und wir haben noch einige DVD’s angeschaut und dann haben wir auch mal eine Tennis-DVD reingelegt. Diese DVD haben wir dann auch mal für zehn bis fünfzehn Minuten gesehen, auch nicht länger - aber das war schon sehr beeindruckend, was ich da gesehen habe!“

Das neue TV-System könnte ihm beim Training mit seiner Mannschaft und bei der Spielanalyse enorm helfen und so denkt Patrik Kühnen bereits über einen Einsatz nach...

Patrik Kühnen in AktionPatrik Kühnen: „Also, das ist auf jeden Fall das, was ich jetzt im Kopf habe. Das werde ich sicher ausprobieren - ganz klar, weil ich aufgrund der fünfzehn Minuten, die ich gesehen habe und aufgrund der räumlichen Sehweise mir sehr gut vorstellen kann, dass man doch einigen Nutzen daraus gewinnen kann. Wie es im Endeffekt dann ausgeht, muss man in den nächsten Monaten dann auch sehen. Auf jeden Fall werde ich den Schritt tun und mich sehr intensiv mit der Sache beschäftigen, weil es eben eine zukunftsorientierte Technik ist und ich bin immer auf der Suche nach neuen Wegen, um noch ein bisschen was rauszukitzeln.“

Vor einigen Jahren noch war das Davis-Cup-Team nur zweitklassig. Momentan aber ist Patrik Kühnen mit den Leistungen sehr zufrieden und macht sich auch um den Nachwuchs keine Sorgen.

Patrik Kühnen: „Wir sind erstklassig. Mit dem Nachwuchs sieht es sehr gut aus. Wir haben jetzt eine Entwicklung gehabt in den letzten zwölf Monaten - das konnten wir auch bei den ‚Australian Open’ sehr gut feststellen, wir hatten zehn deutsche im Hauptfeld der Herren und waren damit auch weltweit die drittstärkste Nation. Wir haben gerade jetzt im Spielerbereich hinter Tommy Haas - der ja unsere Nummer eins ist - mit Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber, Benjamin Becker oder Simon Greul und Björn Phau Spieler, die durchaus Potential haben natürlich noch weiter nach vorne zu kommen. Das lässt für die Zukunft hoffen! - Wichtig ist aber auch für uns und für den Verband und für alle Tennis-Fans in Deutschland, dass wir sicherlich es schaffen, mit dem Davis-Cup-Team in naher Zukunft wieder Erfolge zu feiern.“

Auch als Buchautor hat sich der Teamchef einen Namen gemacht: ‚game. set. match.’ heißt

 

das gedruckte Werk des 41jährigen, in dem er nicht nur über seine Tenniskarriere berichtet...

Patrik Kühnen: „Es geht also darum, seinen persönlichen Traum zu verwirklichen, das ist natürlich festgemacht am Tennis, am Tennis-Sport, welche Wege dazugehören im Tennis, um sehr erfolgreich zu werden. Ich denke aber auch, dass viele Ansätze dabei sind, um das vom Tennis abzuleiten in andere Berufszweige. Es geht wirklich darum, wenn man sich Ziele setzt, wie man diese Ziele erreichen kann, was es alles mit sich bringt, auch diesen Weg zu gehen, Verzichte, erfolgreiche Sachen, Erfahrungen und es bietet zu dem einen sehr intensiven Einblick hinter die Kulissen des Davis-Cup-Teams.

Einblicke, die nicht jeder bekommt, die nicht jeder sieht, zum Beispiel, wie es kurz vor dem Match in der Umkleidekabine aussieht, wie man Siege feiert, wie man Niederlagen verkraften muss. Es ist sehr sehr komplex und ich habe sehr sehr viele positive Nachrichten auch über die Homepage bekommen.“

Viel hat Patrik Kühnen von Oldenburg leider nicht gesehen, dennoch zeigte er sich tief beeindruckt von der Tatsache, dass in Oldenburg eine neue Fernsehgeschichte geschrieben wird. Schon bald wird auch in seinem Wohnzimmer in München ein CHARISMA-TV-Gerät stehen. Technologie made in Oldenburg.

Hilfreiche Links zu diesem Thema:

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Musik in der Sendung

Lisa Stansfield - Change

 

Hot Butter - Popcorn

 

Frank Sinatra - As Time Goes By

 

Abdul Hassan Orchestra - Arabian Affair

 

Walt Disney - Aladdin

 

Christian Bruhn - Captain Future

 

Anastacia - You’ll Never Be Alone

 

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