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In traditionellen Sportvereinen haben es Homosexuelle immer noch schwer. Gerade in so genannten „Männersportarten wie zum Beispiel Fußball sind Schwule eher selten zu finden. Offenbar ist die Diskriminierung von Minderheiten in vielen Vereinen immer noch an der Tagesordnung, dabei würden sich viele Lesben und Schwule gerne sportlich betätigen – ohne von anderen dabei gemobbt zu werden. Doch seit einem Jahr gibt es in Oldenburg ein ganz neues Angebot - frei nach dem Motto: „Von der Defensive in die Offensive! In der gerade fertig gestellten Sporthalle der Waldorfschule auf dem ehemaligen Bahlsen-Gelände an der Stedinger Straße trainiert ein ganz besonderer Verein. Sandra Voege ist die Trainerin
Sandra Voege: Ja, das ist der HSVO – der Homosexuelle Sportverein Oldenburg. Wir spielen hier Volleyball mit Lesben und Schwulen – aber auch Heterosexuelle sind herzlich willkommen! Wir wollen einfach Spaß haben – und ohne Diskriminierung Volleyball spielen!
Einmal pro Woche üben die Protagonisten das Pritschen und Baggern im Kreise der Gleichgesinnten.
Sandra Voege: Ja, es ist jeder herzlich willkommen mitzumachen. Im Moment ist unser jüngster Teilnehmer 22 Jahre alt und der Älteste ist knapp 40. Sport ist einfach was Wunderbares, sich zu bewegen, und da ich mich für Volleyball interessiere, das gerne mache, habe ich mir überlegt, dass ich das gerne anbiete, auch wenn ich gar nicht speziell ausgebildet bin als Trainerin. Wir sind mehr so eine Spaß-Truppe!
Die Fußballabteilung des HSVO hat bereits an Turnieren teilgenommen und auch schon selbst einen Wettkampf in Oldenburg ausgerichtet, die Mitglieder der Volleyballmannschaft haben bisher kein gegnerisches Team kennen gelernt.
Sandra Voege: Beim Volleyball ist es so, dass wir erst seit September 2007 bestehen. Wir spielen uns jetzt gerade so ein bisschen ein. Wir haben aber geplant im April 2008 in Bremen an einem Turnier teilzunehmen. Dafür trainieren wir jetzt noch fleißig!
Mit einer kleinen schwullesbischen Badmintonmannschaft fing vor rund einem Jahr alles an. Auf einem Sommerfest beschloss man, einen Verein zu gründen und weitere Sportarten hinzuzunehmen. Warum brauchen Homosexuelle eigentlich einen eigenen Sportverein? Ralph Noffke, Vorstandsmitglied HSVO
Ralph Noffke: Weil wir in heterosexuellen Sportvereinen immer noch diskriminiert werden! Das geht mit normalen Sprüchen los. Es ist ja leider schon normal, dass Schimpfworte durch das Wort ‚schwul ersetzt werden. Bei Männern ist es meiner Meinung nach noch schlimmer als bei Frauen. Dann kommt hinzu, wenn man sich wirklich mal traut sich zu outen – das ist das Schlimmste, was einem passieren kann! Beim Fußball kann es zum Beispiel sein, dass die Mannschaftskameraden plötzlich nicht mehr gemeinsam mit dem Schwulen duschen wollen. Hier in Oldenburg ist es wohl relativ harmlos geblieben, ich kenne es aber aus größeren Städten, dass Leute durchaus auch körperliche Gewalt erfahren haben. Obwohl, wenn man mit Fußballern privat zu tun hat, dann sind die nicht so schlimm, wie im Verein. Die haben halt immer noch die Angst, selbst schwul werden zu können, wenn man sie anfasst! Ich denke, beim Volleyball ist es mittlerweile schon besser geworden, beim Badminton auch, weil wir in den heterosexuellen Vereinen sehr stark vertreten sind.
Beim HSVO gibt es keine Altersbegrenzung. Jeder kann und darf in den Sportarten Beachvolleyball, Fußball, Badminton oder in der Laufgruppe mitmachen. Bisher sind 45 Männer und Frauen mit dabei – weitere Mitglieder werden aber gerne aufgenommen. Auch neue Abteilungen wie z.B. Basketball sollen gegründet werden. Die Volleyballmannschaft trainiert jeden Freitag von 20 bis 22 Uhr.
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„Bilder für Jedermann so lautet das Motto der renommierten Künstlerin Sabine Haaker. Die Oldenburgerin präsentierte einen Abend lang ausgewählte Bilder im Friseursalon „Haarmäleon an der Nadorster Straße. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit einem Coiffeur?
Sabine Haaker: Ja, dazu ist es gekommen, weil meine Bilder in einer Dauerausstellung in Bad Zwischenahn hängen, ein bisschen Abseits, nicht in der Flanier-Meile und um dort Menschen herzulocken, muss man sich ein bisschen was einfallen lassen. Dort wäre das für mich ein bisschen aufwendig gewesen und da viel mir unterwegs ein, der Besitzer des Haarmäleon-Salons macht am ersten Freitag im Monat immer eine besondere Veranstaltung, frag den einfach mal. Das ist mein Friseur, und daher kenne ich ihn. Dann habe ich den Michael Lewandowski vom Haarmäleon gefragt, ob er nicht Lust hat, mit mir was zusammen zu machen. Er erklärte sich sofort spontan bereit! Wir teilten die Aufgaben auf, so hatte jeder nicht allzu viel zu tun und so ist das zustande gekommen. Das ist eben ein Friseur der besonderen Art!
Sabine Haaker gestaltet ihre Bilder hauptsächlich mit Acrylfarben – aber auch erste Arbeiten in Öl waren dabei. Die zahlreichen Besucher konnten sich die Arbeiten der Künstlerin nicht nur anschauen, sondern auch gleich käuflich erwerben. Das Motto „Bilder für Jedermann bezog sich auch auf den Preis: Alle Werke waren zu erschwinglichen Summen erhältlich. Das so eingenommene Geld steckte sich Sabine Haaker nicht in die eigene Tasche, sondern spendete es an das Kinderschutzzentrum/Vertrauensstelle Benjamin in Oldenburg. Dr. Michael Gran, Leiter des Kinderschutzzentrums:
Dr. Michael Gran: Ja, ganz spontan kam die Frau Haaker vorbei und meinte, sie hätte sich überlegt, im Rahmen einer Vernissage für uns eine Spende zu tätigen. Da habe ich mich sehr gefreut! Die Vertrauensstelle Benjamin und das Kinderschutzzentrum kümmert sich um Misshandlungen, Vernachlässigungen, sexuelle Gewalt und auch häusliche Gewalt – das sind unsere Themen, mit denen wir täglich zu tun haben.
Insgesamt kamen an diesem einen Abend stolze 500 Euro zusammen. Ein paar Tage nach der Ausstellung übergab Sabine Haaker das Geld in der Vertrauensstelle Benjamin. Wofür wird das Geld verwendet? Angela Könnecke, ist eine Mitarbeiterin des Kinderschutzzentrums Oldenburg.
Angela Könnecke: Erst mal bedanken wir uns ganz herzlich bei Frau Haaker und freuen uns riesig über diese 500-Euro-Spende. Wir sind auf diese Gelder angewiesen, weil wir einen Eigenanteil aufbringen müssen neben der kommunalen Finanzierung, und wir werden konkret dieses Geld einsetzen für die direkte Arbeit mit den Mädchen und Jungen, für spieltherapeutisches Material, um es Mädchen und Jungen zu erleichtern, ihre emotionalen Erlebnisinhalte zum Ausdruck zu bringen.
Im Beratungsteam des Kinderschutzzentrums arbeiten vier Therapeuten. Alle Personen, egal ob Kinder oder Erwachsene können sich an die Vertrauensstelle Benjamin wenden, wenn sie mit sexueller Gewalt konfrontiert werden und Hilfe benötigen. Sabine Haaker überlegt bei jedem neuen Projekt sehr genau, an welchen guten Zweck der Erlös gehen soll:
Sabine Haaker: Bei der Auswahl gehe ich so vor, dass bei mir eben auch der Funke überspringen muss und auch mit Dingen übereinstimmt, die ich als Ziel habe, und das ist in erster Linie, dass es den Kindern in unserer Gesellschaft gut geht. Da habe ich mir gedacht, ich fange am Besten vor der eigenen Haustür an, also hier in Oldenburg. Ich habe mir dann im Internet etwas angeschaut und bin so auf das Kinderschutzzentrum gestoßen. Das gefiel mir sehr gut, was dort im Internet zu lesen war! So entstand die Idee, die Spende dort hin zu leiten.
Aufgrund des großen Erfolges plant Sabine Haaker schon bald die nächste Aktion. Wieder in Oldenburg - wieder für einen guten Zweck – und wieder unter dem Motto: „Bilder für Jedermann!
Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:
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Wenn sie in ihrer Beziehung das gewisse Kribbeln vermissen, dann gehen sie doch einfach mal fremd, um etwas Abwechslung zu genießen! Aber so einfach ist es dann doch wieder nicht. Erstmal müsste man ja jemanden finden, der für einen Seitensprung in Frage kommt.
Alles kein Problem: Darum und um viele andere Probleme kümmert sich Anne Moliere von Annes Seitensprung-Agentur aus Hannover Langenhagen. Und nicht nur das! Ebenso organisiert sie u.a. erotische Partys, Swingerclubbesuche (unter Anleitung und Aufsicht), Frauen- und Männerphantasien, Reisebegleitung, Blind-Tours, erotische Erlebnisreisen und eine Partnervermittlung betreibt Anne Moliere auch noch.
Am Telefon begrüße ich die geschäftige (S)Expertin Anne Moliere!
Oli: „Frau Moliere, warum gibt es denn eine Seitensprung-Agentur? Warum ist das notwendig?
Anne Moliere: „Das frage ich mich manchmal auch! Aber, ich hatte vor zehn Jahren die Idee, weil ich da gerade im Bekanntenkreis festgestellt habe, dass gerade die Frau unter der Vereinsamung in der Ehe leidet. Das Portal, was ich gebildet habe, ist deshalb notwendig, weil Männer und Frauen irgendwo Bedürfnisse in der Ehe bzw. der Beziehung haben, die sie dort nicht mehr erfüllt bekommen. Bei der Seitensprung-Agentur meldet man sich an und trifft dort auf Gleichgesinnte!
Oli: „Na ja, also statt gleich fremd zu gehen könnte man ja auch versuchen, die Probleme einfach innerhalb der Ehe zu lösen. Warum muss man gleich einen Seitensprung begehen?
Anne Moliere: „Das ist richtig! Aber das bleibt ja jedem selbst überlassen, wie er das Problem angeht! Ich denke mal, das ist auch nur ein geringer Prozentsatz von denen, die sich bei mir anmelden. Bei vielen ist es aber nicht unbedingt so, dass die Ehe kaputt ist, dass man jetzt Probleme lösen muss. Viele brauchen einfach nur mal wieder frischen Wind in der Beziehung. Sie brauchen einen neuen Kick – und den kann man sich über die Seitensprung-Agentur holen!
Oli: „Wie funktioniert das jetzt genau? Kann ich einfach zu ihnen kommen, wenn meine Ehe jetzt ein bisschen eingeschlafen ist, wenn ich mal was anderes ausprobieren möchte, kann ich mich dann an sie wenden und sie bitten, etwas zu ‚arrangieren?
Anne Moliere: „Es ist für Frauen gedacht und auch für Männer. Für Frauen ist es kostenlos, Männer müssen einen kleinen Beitrag leisten. In erster Linie werden die Anmeldungen über das Internet vorgenommen. Dort muss man eine Maske ausfüllen, wo man ein paar Eckdaten über sich angeben muss und ein paar Daten über die Person, die man gerne kennen lernen möchte. Wir setzen uns dann mit den jeweiligen Partnern in Verbindung und versuchen, das jeweilige Gegenstück zu finden.
Oli: „Zahlt man den pro Vorschlag, oder gibt es einen Pauschal-Preis?
Anne Moliere: „Man kann sich zu Beginn der ganzen Sache für die Länge der Mitgliedschaft entscheiden. Es geht los bei einem Jahr bis zu fünf Jahre. Man muss bei einem Jahr 165 Euro bezahlen – das ist die reine Mitgliedschaft – und in dieser Mitgliedschaft sind zwei Freivermittlungen enthalten, und für jede weitere Vermittlung muss man dann noch mal extra bezahlen – 13 Euro pro weitere Mitgliedschaft wären das dann.
Oli: „Bekommen sie eigentlich auch eine Rückmeldung, ob es geklappt hat – oder nicht? Melden sich die Paare bei ihnen?
Anne Moliere: „Ob es geklappt hat oder nicht, bekommen wir so gut wie überhaupt nicht mit! Wir bekommen nur dann Feedbacks, wenn Männer oder Frauen sagen, sie haben den oder die Richtige gefunden – was man natürlich nie vor hat, aber man soll nie ‚nie sagen! Wenn man den Partner des Lebens in einer Seitensprung-Agentur trifft und man möchte dann aus der Vermittlung herausgenommen werden, weil man alles andere privat regeln möchte, dann ist das ein positives Feedback, weil sich dann einfach die Richtigen gefunden haben! Es kommt manchmal aber auch vor, dass der Partner dem Mann oder der Frau auf die Schliche gekommen ist, dann lässt man sich so lange ‚auf Eis legen, bis sich die Wogen wieder geglättet haben!
Oli: „Ihre Agentur sitzt ja in Hannover-Langenhagen! Vermitteln sie nur in Norddeutschland oder im gesamten Bundesgebiet?
Anne Moliere: „Wir vermitteln bundesweit! Man kann sich also anmelden und sagen, aus welchem Gebiet man kommt und in welchem Radius man vermittelt werden möchte. Wir können es aber auch gerne bundesweit machen oder es aber auch auf Österreich und die Schweiz ausdehnen.
Oli: „Sie haben gerade erklärt, dass man im Internet eine Maske ausfüllen muss. Läuft denn die Vermittlung dann rein ‚maschinell, oder ist es noch echte Handarbeit?
Anne Moliere: „Das ist tatsächlich noch Handarbeit! Das zeichnet uns schon so ein bisschen aus und hebt uns von den anderen Seitensprung-Agenturen ab, die es so gibt, weil es bei uns nicht automatisch geschieht, sondern wirklich noch Menschen dort sitzen. Ich habe sechzehn Mitarbeiter, die damit beschäftigt sind, die richtigen Dates zu arrangieren. Mit der Maschine alleine funktioniert das ganze nicht, weil – das haben wir in der Vergangenheit gehört – wenn man dann irgendwelche Rückrufe oder Fragen hat, erreicht man dann dort niemanden mehr. Eine Maschine ist nicht in der Lage, Fragen zu beantworten bzw. Dates zu verschieben, wenn man zu seiner Verabredung nicht erscheinen kann. Deshalb arbeite ich in erster Linie mit Mitarbeitern.
Oli: „Sie haben sechzehn Mitarbeiter, das Geschäft scheint sich also für sie zu lohnen. Was bieten sie denn neben der Seitensprung-Vermittlung noch alles an?
Anne Moliere: „Einmal die reine Mitgliedschaft. Dann starten wir auch ‚Kennenlern-Partys, Swingerclub-Besuche – weil, viele haben die Scheu, in den Swingerclub zu gehen, wer möchte schon alleine in den Swingerclub gehen, und so veranstalten wir ‚Gruppen-Swingerclub-Besuche – wir haben Events wie Reisebegleitung, Foto-Shootings, Kurz-Trips, Blind-Tours oder Erlebnisreisen!
Oli: „Was bedeutet denn ‚Erlebnisreisen? Was muss man unter diesem Begriff verstehen? Geht es da auch wieder um erotische Erlebnisse?
Anne Moliere: „Doch doch, das kann man schon so machen, wenn man das möchte. Aber die Erlebnisreise besteht in erster Linie darin, dass die Frau zu dem Mann reist und die einen gemeinsamen Tag – oder auch zwei oder drei Tage – verbringen. Was sie dann natürlich in dieser Freizeit machen, das bleibt selbstverständlich denen überlassen!
Oli: „Ihre Agentur gibt es bereits seit zehn Jahren. Haben sie in dieser Zeit schon kuriose Dinge erlebt? Haben sie vielleicht eine kleine Anekdote parat – möglichst jugendfrei?
Anne Moliere: „Ja natürlich! Was ich persönlich am Witzigsten fand, war ein Mann, der seine Frau bei uns in der Agentur angemeldet hat. Die beiden hatten wohl vorher miteinander gesprochen und die Frau wollte ihren Mann nicht betrügen, aber sie wollte halt schon mal den Kick mit einem anderen Mann erleben. So meldete der Mann die Frau bei uns an und suchte für seine Gattin dann auch den richtigen Partner aus. Das war ein Geschenk zum Geburtstag oder Hochzeitstag, das weiß ich jetzt nicht mehr! Jedenfalls meldete sich die Frau hinterher bei uns und sagte, das wäre ein tolles Erlebnis gewesen, was sie nie hätte missen wollen!
Oli: „Frau Moliere, sind die Deutschen eigentlich verklemmt oder doch eher offen?
Anne Moliere: „Ich denke, wir Deutschen sind gar nicht so verklemmt wie wir immer glauben! Wir werden nur von außen immer beeinflusst. Das wird von außen immer behauptet aber ich denke, das ist gar nicht so. Dadurch, dass ich jetzt die Schweiz und Österreich dazu genommen habe, habe ich so ein bisschen Vergleichsmöglichkeiten. In Österreich fängt es erst langsam an, da sind die Menschen noch ein bisschen scheuer aber in Deutschland doch schon recht aufgeschlossen.
Oli: „Stichwort: Swingerclub-Besuche! Arbeiten sie mit bestimmten Swingerclubs zusammen?
Anne Moliere: „Es sind schon unterschiedliche Clubs bundesweit, weil wir ja immer aus einem Gebiet so ein bisschen sammeln. Aber die Clubs wissen schon Bescheid, dass wir mit mehreren Mitgliedern kommen und sind entsprechend darauf vorbereitet.
Oli: „Ich möchte noch mal auf ihre Geschichte zu sprechen kommen: Wie sind sie eigentlich auf die Idee gekommen, eine solch heiße Agentur zu eröffnen? Gerade für eine Frau ist das ja doch ein ungewöhnlicher Job!
Anne Moliere: „Richtig! Ich hatte mich damals von meinem Mann getrennt, hatte zwei kleine Kinder, die ich versorgen musste. Ich musste mir überlegen, wie ich überlebe, denn Unterhalt bekam ich nicht – die gleiche Leier, die viele Frauen erleben! Ich hatte dann einfach so spontan die Zeitung aufgeschlagen, um mir eine Stelle zu suchen und dabei gesehen, dass es dort Anzeigen von Seitensprung-Agenturen gab und dachte, das müsste ich einfach mal probieren! Das kostet ja erst mal nicht viel, ein Telefon, einen Anrufbeantworter und eine Anzeige in der Tageszeitung. Es war einfach ein Versuch, ich wollte das mal probieren. Und das war der Beginn der ganzen Sache!
Oli: „Gibt es eigentlich viele Paare, die eine ‚offene Beziehung führen, also wo die Partner das Fremdgehen gegenseitig tolerieren? Oder finden die meisten Seitensprünge doch eher im geheimen statt?
Anne Moliere: „In erster Linie ist es schon geheim! In erster Linie wissen die Partner nichts davon. Aber es gibt doch schon einen gewissen Prozentsatz, wo die Partner offen in der Ehe miteinander umgehen, wo beide darüber sprechen, und ich möchte sagen, das ist sogar mit steigender Tendenz!
Oli: „Sie helfen Paaren auf in Krisensituationen. Was sind die gängigen Probleme und wie können sie da konkret helfen?
Anne Moliere: „Es kommt relativ selten vor. Es geht dann aber oft darum, dass der Mann nicht zuhören kann, wie es ja immer so schön heißt, dass die Frau also versucht, mit ihrem Mann zu sprechen, der hat aber für seine Frau keine Zeit mehr, wenn er abends nach der Arbeit nach Hause kommt. Dann versucht man, der Frau vielleicht ein paar Tipps zu geben, wie sie ihren Mann wieder etwas für sich zurückerobern kann bzw. wie der Mann die Frau zurückerobern kann. Das richtet sich natürlich immer nach dem jeweiligen Problem. Aber ob das dann letztendlich hilfreich ist, weiß ich nicht, und ob die Leute sich dann trotzdem bei mir anmelden, weiß ich auch nicht, aber wir sind zumindest in der Lage, so ein paar Tipps zu geben!
Oli: „Kann es also sein, dass die Paare im Alltag zu wenig miteinander reden?
Anne Moliere: „Zumindest nach fünf, sechs oder zehn Jahren Ehe kommt das schon vor, das ist sicher richtig, ja! Am Anfang noch nicht, da ist man frisch verliebt, da ist der Himmel noch voller Geigen. Aber wenn sich dann die Langeweile eingeschlichen hat, wenn man sich nicht mehr so richtig miteinander beschäftigt, dann ist das Problem schon da!
Das war Anne Moliere von ‚Annes Seitensprung-Agentur!
Hilfreiche Tipps zu diesem Thema:
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Musik in der Sendung
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Lou Rawls - Lady Love
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Dame Shirley Bassey - This Is My Life (Disco-Version)
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George Benson - Give Me The Night
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Natalie Cole - Miss You Like Crazy
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Dave Stewart - Heart Of Stone (Instrumental)
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Quincy Jones - The Secret Garden
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Tina Turner - Private Dancer
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