Autogenes Training - Methoden der Entspannung und Selbstbeeinflussung - sind schon seit langer Zeit bekannt, zum Beispiel bei indischen und japanischen Meditationen. In Deutschland wird unter anderem autogenes Training angewendet. Mein Kollege Marc-Philipp Schneider unterhielt sich mit Annegret Siebrecht, welche einen Entspannungskurs anbietet.
Annegret Siebrecht: „Jaaaa, hallo erst mal an alle Hörerinnen und Hörer und hallo Marc-Philipp Schneider! Ich bin also hier heute im Studio, um Leute darauf aufmerksam zu machen und zu informieren, was eigentlich ‚autogenes Training’ ist. das bedeutet nämlich in erster Linie Entspannung zu lernen. Das ist eine gute Idee, denn heutzutage wird es immer schwieriger, ruhiger und gelassen zu bleiben. Da braucht man schon eine große Portion friesische Ruhe - und wer hat die noch? Das wurde also von einem Berliner Nervenarzt - Professor Dr. Schultz - entwickelt und es ist eine Methode der ‚Selbstruhigstellung’. Das bedeutet, durch eigene, gedankliche Beeinflussung und aller höchster Konzentration auf körperlich-seelisches Geschehen, wird der Körper in einen Zustand von tiefer Ruhe und Entspannung und Erholung gebracht. Und über das vegetative Nervensystem ist somit eine positive Beeinflussung aller Organe möglich. Das autogene Training kann man im Sitzen, im Stehen oder im Liegen anwenden.“
Marc-Philipp Schneider: „Und es wird auch bei gesundheitlichen Störungen eingesetzt, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit und Ängsten oder Kopfschmerzen. In wie weit bringt das Heilung?“
Annegret Siebrecht: „Ja, also man kann wirklich erkennen, man kann es nachweisen bei Schlafstörungen, dass die Teilnehmer eines Kurses nach kürzester Zeit schon sehr viel beruhigter einschlafen und auch durchschlafen können. Ebenso bei Bluthochdruck oder anderen Störungen lässt es sich nachweisen durch einen Arzt, dass eine positive Verbesserung dann eintritt. Für Schüler ganz wichtig oder überhaupt für alle Menschen, die sich arbeitsmäßig viel konzentrieren müssen, kann man also wirklich erkennen, nach dem man autogenes Training erlernt hat, dass sich die Konzentrationsfähigkeit wesentlich erhöht.“
Marc-Philipp Schneider: „Also eine wirkungsvolle Methode gegen psychische Belastungen, wie Stress und Ängste und Krankheiten, denen man auch mit der Psyche gut entgegenwirken kann?“
Annegret Siebrecht: „Ja, ganz genau! Das kann man eigentlich nur befürworten! Und es wird ja auch von vielen Ärzten empfohlen und es ist ja auch mittlerweile schon eine Leistung der Krankenkasse geworden, zur Prophylaxe, dass autogenes Training zur Behandlung angeboten wird!“
Ausschnitt - hören Sie unten den kompletten Beitrag!
Wiebke Geldmacher aus Oldenburg informiert über die Neuig- keiten bei den “Drei Fragezeichen”. Sie sammelt gemeinsam mit ihrem Mann Matthias die Kassetten der Hörspielreihe, die in Deutschland seit 1979 erfolgreich auf dem Markt ist.
Oli: “Wiebke, erst einmal herzlich willkommen bei OLi’s Abendshow. Seit wann gibt es denn die drei Fragezeichen überhaupt in Deutschland?”
Wiebke Geldmacher: “Oliver, da muss man die Bücher von den Hörspielen unterscheiden. Die Bücher kamen Ende der 60er raus, 1968 - wenn ich mich nicht irre - und die Hörspiele 10 Jahre später, also Ende der 70er.”
Oli: “Wie viele Folgen der Hörspielreihe gibt es bis heute?”
Wiebke Geldmacher: “Es gibt 120 Folgen von den alten ‘Die drei Fragezeichen’, dazu gibt es noch Bonus-Tracks, also eine Musikkassette, die heisst ‘Neues aus Rocky Beach’, dann gibt es die ‘Master Of Chess Tour’, eine Live-CD und eine Jubiläums-CD vom ‘Superpapagei’. Dann gibt es jetzt ja die neuen ‘Die Drei’, von denen gibt es vier reguläre Folgen. Die erste Folge ist eine Doppelfolge und ein Mitrate-Fall, das ist auch eine spannende Sache!”
Oli: “Du hast es angesprochen, früher hieß es ‘Die drei Fragezeichen’, heute nur noch ‘Die Drei’. Was ist da denn los? Warum gab es diese und andere Änderungen?”
Wiebke Geldmacher: “Es gab da einen Rechtsstreit. Es gibt einen Amerikaner - Robert Arthur - der hat die ersten paar Folgen geschrieben und somit auch die Rechte an den ‘Drei Fragezeichen’. Der ist aber verstorben. Auf jeden Fall ist aber noch nicht so ganz geklärt, wer jetzt die Rechte hat. Seine Tochter hat sich dann zu Wort gemeldet und gesagt, sie habe die Rechte. Es gab dann Ärger zwischen KOSMOS, dem Verlag, in dem die Bücher erscheinen und EUROPA, das ist das Label, welches die Hörspielkassetten herausbringt. Wir müssen das ja hier nicht vertiefen, auf jeden Fall dividiert sich das jetzt auseinander. KOSMOS macht die Bücher weiterhin unter dem Namen ‘Die drei Fragezeichen’ und EUROPA die Hörspiele ‘Die Drei’.”
Oli: “Hat sich sonst denn noch etwas geändert außer der Titel?”
Wiebke Geldmacher: “Ja, durchaus!! Also, die Hauptfigur, nämlich ‘Justus Jonas’ heißt ab sofort ‘Jupiter Jones’ und somit heißt natürlich auch seine ganze Familie jetzt ‘Jones’. Auch der Schrottplatz bzw. der Grauchtwaren-Center heißt jetzt ‘Firma Jones’ und nicht mehr ‘Jonas’. Und auch die Figur des ‘Peter Shaw’ heißt jetzt ‘Peter Crenshaw’. Außerdem hat sich die Titelmusik geändert und ein paar weitere Kleinigkeiten.”
Oli: “Am Anfang ist ja immer Alfred Hitchcock zu hören. Was hat es denn damit eigentlich auf sich?”
Wiebke Geldmacher: “Alfred Hitchcock ist nur bei den ersten paar Folgen zu hören, also bei den ganz alten Folgen. So weit ich weiß sind das die Originale, eben von diesem Amerikaner, von dem ich vorhin gesprochen habe, der hat das mit eingebaut. Die Serie hat aber nicht wirklich etwas mit Alfred Hitchcock zu tun.”
Oli: “Drei Viertel aller Hörer heute sind ja keine Kinder, sondern Menschen zwischen 20 und 35 Jahren. Bei Hörspielkassetten denkt man eigentlich immer, die seien für Kinder gemacht, aber hier scheint die Zielgruppe ganz woanders zu sein. Woran könnte das liegen?”
Wiebke Geldmacher: “Die sind ja wie gesagt schon sehr alt, die ersten Hörspiele, und die Zielgruppe war zunächst - damals in den 70ern - tatsächlich Kinder, das sind nämlich die Hörer - du sprichst es an - die heute zwischen 25 und 35 Jahre alt sind, also so unsere Altersklasse. Wir haben als Kinder diese Kassetten gehört, zum Einschlafen oder wann auch immer. Ich habe sie zum Beispiel immer auf der Fahrt in den Urlaub gerne gehört. Diese Fahrten waren immer sehr lang und wurden dadurch sehr verkürzt und versüßt. Die Stimmen sind einem bis heute im Gedächtnis geblieben und somit ist es schön, sie heute wieder zu hören, das hat etwas Vertrautes, was Vertrautes aus der Kindheit, was jetzt, wenn man es heute hört, noch mal neu auflebt.”
Oli: “Justus, Peter und Bob - Was sind denn das für Charaktere, kannst Du die ein zwei bis drei Sätzen einmal beschreiben?”
Wiebke Geldmacher: “Ja, die sind völlig verschieden. Justus ist der Chef des Ganzen. Er ist ein sehr rational denkender Mensch, sehr logisch, er ißt sehr gerne, ist also auch ein bißchen dicker und er treibt wenig Sport und wenn, dann auch nur sehr ungerne. Aber er hat ein super Gehirn, kann sich alles gut merken und hat ein fotografisches Gedächtnis. Der zweite Mann ist Peter Shaw oder auch Peter Crenshaw, wenn wir bei den neuen Folgen bleiben. Er ist ein Angsthase, wie er im Buche steht, immer ein bißchen weinerlich, ein bißchen zögerlich. Dafür aber derjenige, der gut mit einem Dietrich-Set umgehen kann, der durchtrainiert ist und er immer für alle sportlichen Aktionen zu haben ist. Und als dritter im Bunde Bob Andrews, er ist für die Recherchen zuständig, er ist der Mensch, der sich in der Bibliothek gut auskennt, im Internet, der immer auf dem neuesten Stand ist und das ganze abrundet.”
Oli: “Dann gibts ja einen ‘Onkel Titus’, wer ist das?”
Wiebke Geldmacher: “Onkel Titus ist der Onkel von Justus. Justus Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, er ist daher bei seinem Onkel und bei seiner Tante aufgewachsen, die eben diesen Schrottplatz - oder wie Justus immer so gerne sagt: ‘Gebrauchtwarencenter’ - führen, wo eben auch der Wohnwagen, das ist die Zentrale der ‘Drei Fragezeichen’ steht.”
Oli: “Dann gibts ja noch eine ‘Tante Mathilda’, ist das die Frau von ‘Onkel Titus’, oder bekomme ich das durcheinander?”
Wiebke Geldmacher: “Genau! Das ist die Frau von Onkel Titus, die die drei immer gerne zu Arbeiten heranzieht, wenn es darum geht, Lastwagen abzuladen oder irgend etwas auf dem Schrottplatz in Ordnung zu bringen.”
Oli: “Was ist deiner Meinung nach die beste Folge, deine persönliche Lieblingsfolge?”
Wiebke Geldmacher: “Das ist ganz schwer!! Ich habe mehrere persönliche Lieblingsfolgen. Also zunächst finde ich alle alten Folgen, das heißt bis Folge 20, immer wieder hörenswert und das sind auch mit die besten, weil man da immer noch mitraten konnte. ‘Der grüne Geist’ ist eine Folge, die mir persönlich sehr unter die Haut geht und ging. Ich kann mich an eine Begebenheit erinnern, wo mein Bruder mich in ein dunkles Zimmer geholt hat, da brannte nur ein Kerze und dann hat er mir diese Kassette vorgespielt, daher ist sie immer noch ganz einprägsam in meinem Kopf!! Von den neuen Folgen finde ich ganz toll ‘Labyrinth der Götter’ und ‘Das Erbe des Meisterdiebs’ - diese Folgen sind ganz toll.”
Oli: “Und gibt es auch eine Folge, die überhaupt nicht geht, also die schlechteste Folge? Oder fällt da keine so wirklich aus dem Rahmen?”
Wiebke Geldmacher: “Da ich die Folgen auch heute immer noch zum Einschlafen höre, sind immer so hektische Folgen nicht mein Ding, wie zum Beispiel ‘Der Pistenteufel’ oder “Der seltsame Wecker’, wo Leute schreien. Oder auch ‘Der Ameisenmensch’, da schreit eine Frau immer so hysterisch, das ist ein bißchen anstrengend. Das sind auch alles qualitativ gute Folgen, aber eben zum Einschlafen nicht so gut geeignet!! Mein Mann findet die Fußballfolgen blöd!!”
Oli: “Wo spielt denn die Serie eigentlich?”
Wiebke Geldmacher: “In einem kleinen, verschlafenen Nest: Rocky Beach. Rocky Beach gibt es meines Wissens auch wirklich, aber der Ort ist wohl nicht so spektakulär. Alles, was man im Internet darüber lesen kann von Leuten, die da schon gewesen sind, scheint es nicht sehr empfehlenswert zu sein, da mal hinzugehen. Rocky Beach ist in der Nähe von Los Angelas, also in Amerika, Santa Monica. Alle Orte, die in den Hörspielen vorkommen, sind tatsächlich da in der Gegend!!”
Oli: “Lange Zeit war Peter Pasetti der Sprecher der Serie, er ist zwischenzeitlich leider verstorben. Gibt es heute einen Sprecher, der ihn ersetzt hat?”
Wiebke Geldmacher: “Ja, heute macht Thomas Fritsch das. Es gab zwischenzeitlich auch noch andere Sprecher. Thomas Fritsch macht das jetzt seit einigen Folgen, er war auch bei der Jubiläumsfolge ‘Der Superpapagei’ mit von der Partie.”
Oli: “Horst Frank - der berühmte Horst Frank - hat ja lange Zeit den Kommissar Reynolds gesprochen, der ist ja nun auch leider tot. Wer spricht diese Rolle heute?”
Wiebke Geldmacher: “Kommissar Reynolds wurde kurzzeitig von einem anderen Sprecher übernommen, aber man ist ganz schnell davon abgekommen, Horst Frank war einfach nicht zu übersetzen. Dann hat man einfach einen anderen Kommissar mit ins Boot genommen, nämlich Inspektor Cotter, bei den neuen Folgen heißt er Inspektor Milton.”
Oli: “Heute gibts die Folgen ja auch auf CD. Wenn ich mir eine CD kaufen will, was kostet das, was muss ich da anlegen?”
Wiebke Geldmacher: “Um die 7 EUR.”
Oli: “Wie viele Folgen pro Jahr erscheinen denn?”
Wiebke Geldmacher: “Vor diesem Rechtsstreit war es so, dass drei bis vier Folgen pro Jahr rauskamen. Es ist jetzt zu hoffen, dass es so weitergeht. In diesem Jahr (2006) sind jedoch schon von den neuen ‘Die Drei’ vier Folgen - die erste Folge war eine Doppelfolge und der Mitratefall beinhaltet auch zwei CD’s - erschienen. Wir müssen abwarten, wie es weitergeht!”
Oli: “Du hast es am Anfang des Gesprächs erwähnt, es gibt nicht nur die Hörspiele auf Kassette oder CD, sondern man kann das ganze auch selber lesen, die ‘Drei Fragezeichen’ gibt es auch als Buch. Was ist denn nun besser, Hörspiel oder Buch?”
Wiebke Geldmacher: “Ich höre nur Hörspiele, das reicht mir auch völlig, lesen kann ich andere Sachen. Ich finde auch, dass zu der Atmosphäre der ‘Drei Fragezeichen’ die Musik dazugehört, dass die Sprecher wichtig sind, und deswegen kann ich mit den Büchern nichts anfangen.”
Oli: “Die Hauptdarsteller werden ja nach wie vor - seit eh und je - von den drei gleichen Sprechern gesprochen, die machen das jetzt also seit über 25 Jahren. Haben sich die Stimmen im Lauf der Jahre eigentlich verändert? Kann man da Unterschiede hören zwischen den ganz alten Folgen und den aktuellen?”
Wiebke Geldmacher: “Ja, man merkt es deutlich, wenn man eine ganz alte Folge und eine ganz neue Folge direkt hintereinander hört, dass die Stimmen mittlerweile gereifter sind, dass sie nicht mehr so piepsig sind. Die Folgen sind absolut zeitlos, das heißt, die Stimmen haben sich zwar verändert, aber nicht die Charaktere, nicht, dass ich hier mißverstanden werde!! In den ersten Folgen waren die Sprecher halt Kinder und mittlerweile sind es halt junge Männer oder schon etwas ältere Männer!
Oli: “Es sind junge Männer, denn sie sind in meinem Alter!! - Nun hat es ja auch einen Live-Auftritt gegeben oder mehrere sogar soweit ich weiß. Aber legendär war wohl der Auftritt in der Color-Line-Arena in Hamburg. Du bist mit deinem Mann dort gewesen, wie war das denn: Die ‘Drei Fragezeichen’ live auf der Bühne, hat das funktioniert oder war das eher ein Flop?”
Wiebke Geldmacher: “Das war total faszinierend!! Es war ja so, dass es lange Zeit auch gar keine Bilder von den Sprechern zu sehen gab, das hat sich ja erst in den letzten Jahren entwickelt, dass sie gesagt haben, wir gehen jetzt auch mit unserem Äußeren nach außen. Es war total faszinierend zu sehen, wie funktioniert das eigentlich, wie entsteht so ein Hörspiel eigentlich, sie haben versucht, das den Zuschauern auf der Bühne etwas näher zu bringen. Es war ein grandioses Erlebnis! Ich finde es toll, dass sie sich dafür entschieden haben. Sie haben ja nun keine Kinder mehr als Zielgruppe oder nur noch einen geringen Teil. Da brauchen sie die Illusion, sie seinen Kinder die Kinderrollen sprechen, nicht länger aufrecht zu erhalten. Insofern haben sie sich ihrer Zielgruppe angepasst. Es war gigantisch, es war eine riesen Fangemeinde, die Color-Line-Arena war voll bis zum Erbrechen. Wir saßen leider ein bißchen weit oben, das heißt, wir konnten nicht so ganz gut sehen, aber die Stimmung war echt grandios. Als die drei ihre Karte vorgelesen haben in dem Stück, ging ein Jubel durch die Zuschauerreihen, da hatte ich das Gefühl, dass sich der Applaus, den die Fans 30 Jahre lang nicht geben konnten, entladen konnte. 30 Jahre dachte man, ‘Jungs, ihr habt das toll gemacht’ und dieses Gefühl konnte man jetzt endlich durch Applaus zum Ausdruck bringen! Das war sehr ergreifend!!”
Oli: “Die Halle war mit 12.000 Fans ausverkauft. Stichwort ‘Fans’, gibt es Fanclubs, seit ihr vielleicht auch Mitglied in solch einem Club?”
Wiebke Geldmacher: “Ich weiß nicht, ob es Fanclubs gibt. Es gibt aber eine ganz tolle Internet-Seite, wo sich Fans treffen, das ist www.Rocky-Beach.com - die Page kann ich nur empfehlen für jeden, der sich weiteres Hintergrundmaterial besorgen will oder sich tiefer rein denken will in die Geschichte. Auf der Seite findet man alles, was man an Fanmaterial braucht oder brauchen könnte, man bekommt es dort alles. Fanclubs weiß ich wirklich nicht, man findet da sicher Informationen im Internet, Fanclubs sind nicht so in unserem Interesse. Uns reicht, dass wir die Kassetten haben und das wir die täglich hören!”
Oli: “Du sprichst es an, ihr sammelt die Kassetten, wie viele habt ihr?”
Wiebke Geldmacher: “Alle natürlich!!”
Oli: “Selbstverständlich!! - Wenn ich jetzt anfangen will, diese Kassetten zu sammeln, was muss ich da beachten? Ich denke mal, die ganz alten Folgen werden besonders wertvoll sein, ich glaube, die Farbe der Kassetten hat sich auch verändert. Wenn ich besonders wertvolle Kassetten sammeln will, was habe ich also zu beachten?”
Wiebke Geldmacher: “Die wertvollste Kassette ist die Nummer 29, da ist Musik drauf und das natürlich in der alten Auflage, das bedeutet, man kann nicht einfach ins Geschäft gehen und die Nummer 29 kaufen, dann hat man zwar die Musik, aber nicht das, was man eigentlich haben möchte, nämlich eine Kassette, möglichst gelb mit gelben Aufkleber oder schwarz mit gelben Aufkleber und einer roten Hülle. Sowas findet man nur auf Flohmärkten oder im Internet, die liegt dann so bei 30 Euro. Die Farben der Kassetten: Die Erstauflagen, die waren gelb mit schwarzem Aufkleber, dann gabs gelbe Aufkleber, dann rote, dann graue und die neusten sind jetzt schwarz. Als eingefleischter Fan hat man natürlich die Kassetten, aber bei den neuen Folgen gibt es natürlich keine alten Auflagen, da nehmen wir jetzt die CD’s - bei den neuen “Die drei”, es ist einfach praktikabler, man braucht nicht mehr umzudrehen und man muß jetzt nicht mehr auf die Auflage achten. Bei den alten Folgen muss man wie gesagt auf die Farben achten, aber alle Informationen dazu findet man auch auf www.Rocky-Beach.com!“
Oli: “Ihr hört das je beide gerne, wer hat denn da wen angesteckt?”
Wiebke Geldmacher: “Ich denke, das ging doch schon von mir aus. Also ich habe die Kassetten gehabt und mitgebracht aber ein oder zwei hatte mein Mann auch!! Hat er auch mit in die Ehe gebracht!! :o)”
Oli: “Wiebke Geldmacher, vielen Dank für das Gespräch!!”
Der Trabant - Ein Kultauto wird 50 - Platz 1 - 16% der Zuhörer
Man nannte ihn Rennpappe, Gehhilfe oder überdachte Zündkerze. Er war klein, langsam, laut und stinkig - und trotzdem ist er Kult geworden: Der Trabi, das DDR-Gegenstück zum Volkswagen. Bis zur Wende galt der Besitz eines Trabant als Statussymbol, danach verschwand der "Plastebomber" aber schnell von den Straßen. Doch der Kult lebt weiter, in vielen verschiedenen Fanclubs. Und die feiern in diesen Tagen den 50.Geburtstag des Trabis.
Zwischen 1957 und ´91 wurden insgesamt 3.069.099 Fahrzeuge der „Trabant“-Baureihe produziert. Von ehemals einer Million im Jahr 1990 sank die Zahl der Trabis auf unseren Straßen bis auf 58.000 in 2007. So ist der Trabi erst Recht ein Kultauto, das in verschiedenen Fanclubs in Ehren gehalten wird und zur Rarität geworden ist. Ob seiner Robustheit war und ist der Trabi noch heute beliebt.
Die Fans des Zweitakters aus Zwickau werden heutzutage bei Internet-Fahrzeugbörsen, wie z.B. mobile.de oder eBay Motors fündig. Hier stehen aktuell rund 200 Modelle des Trabbis zum Verkauf – darunter alles vom Bastlerfahrzeug für 150 Euro, bis hin zum gestylten Umbau für 16.000 Euro. Doreen Schlicht von eBay Motors:
Doreen Schlicht: "Ja, auch bei den Ersatz- und Reparaturteilen steht der Trabbi noch heute hoch im Kurs: 7.200 Angebote liegen bei uns, dem Bereich rund um Fahrzeuge, Teile und Zubehör beim weltweiten Online-Marktplatz eBay, zurzeit vor. Das heißt, das bei uns wirklich von der Auspuffanlage, über die markanten Scheinwerfer, bis hin zu kompletten Originaltüren, noch alles gehandelt wird."
Allein in den letzten zwei Jahren wurden insgesamt 2.770 Modelle des Kleinwagens über eBay Motors verkauft. Der teuerste „Plastikbomber“ der letzten zwei Jahre war ein 1988er Cabrio und wechselte für 7.050 Euro den Besitzer. Ältestes Modell war ein Trabant P50 der ersten Stunde, Baujahr 1957. Im Angebot finden Trabbi-Fans auch eine Reihe kreativer Umbauten. 2005 kreierten eBay Motors und mobile.de zum Tag der Deutschen Einheit in Zusammenarbeit mit den „Motoravern“ den GOBBI: vorne Golf und hinten Trabbi. Dafür wurden ein Golf II von 1986 und ein 67er Trabant 601 in der Mitte zersägt und zum Einheitsauto GOBBI vereinigt.