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Man nannte ihn Rennpappe, Gehhilfe oder überdachte Zündkerze. Er war klein, langsam, laut und stinkig - und trotzdem ist er Kult geworden: Der Trabi, das DDR-Gegenstück zum Volkswagen. Bis zur Wende galt der Besitz eines Trabant als Statussymbol, danach verschwand der "Plastebomber" aber schnell von den Straßen. Doch der Kult lebt weiter, in vielen verschiedenen Fanclubs. Und die feiern in diesen Tagen den 50.Geburtstag des Trabis.
Zwischen 1957 und ´91 wurden insgesamt 3.069.099 Fahrzeuge der „Trabant“-Baureihe produziert. Von ehemals einer Million im Jahr 1990 sank die Zahl der Trabis auf unseren Straßen bis auf 58.000 in 2007. So ist der Trabi erst Recht ein Kultauto, das in verschiedenen Fanclubs in Ehren gehalten wird und zur Rarität geworden ist. Ob seiner Robustheit war und ist der Trabi noch heute beliebt.
Die Fans des Zweitakters aus Zwickau werden heutzutage bei Internet-Fahrzeugbörsen, wie z.B. mobile.de oder eBay Motors fündig. Hier stehen aktuell rund 200 Modelle des Trabbis zum Verkauf – darunter alles vom Bastlerfahrzeug für 150 Euro, bis hin zum gestylten Umbau für 16.000 Euro. Doreen Schlicht von eBay Motors:
Doreen Schlicht: "Ja, auch bei den Ersatz- und Reparaturteilen steht der Trabbi noch heute hoch im Kurs: 7.200 Angebote liegen bei uns, dem Bereich rund um Fahrzeuge, Teile und Zubehör beim weltweiten Online-Marktplatz eBay, zurzeit vor. Das heißt, das bei uns wirklich von der Auspuffanlage, über die markanten Scheinwerfer, bis hin zu kompletten Originaltüren, noch alles gehandelt wird."
Allein in den letzten zwei Jahren wurden insgesamt 2.770 Modelle des Kleinwagens über eBay Motors verkauft. Der teuerste „Plastikbomber“ der letzten zwei Jahre war ein 1988er Cabrio und wechselte für 7.050 Euro den Besitzer. Ältestes Modell war ein Trabant P50 der ersten Stunde, Baujahr 1957. Im Angebot finden Trabbi-Fans auch eine Reihe kreativer Umbauten. 2005 kreierten eBay Motors und mobile.de zum Tag der Deutschen Einheit in Zusammenarbeit mit den „Motoravern“ den GOBBI: vorne Golf und hinten Trabbi. Dafür wurden ein Golf II von 1986 und ein 67er Trabant 601 in der Mitte zersägt und zum Einheitsauto GOBBI vereinigt.
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Eines schönen Tages dachten Manuela und Rudolf Glogowski aus Oldenburg darüber nach, dass es mal wieder Zeit wäre, die Wohnung zu streichen. Doch keiner der beiden hatte so richtig Lust dazu. Nach langem Überlegen hatte man die zündende Idee! Man müsste die Wände einfach nur verkleiden, dann könnte man sich die regelmäßigen Malerarbeiten sparen. Gesagt, getan! Rudolf, der handwerklich ordentlich was auf der Kiste hat, so formuliert es zumindest seine Frau Manuela, begann nach und nach alle Wände der Wohnung mit Glas und Spiegeln kunstvoll zu bekleben.
In den letzten 15 Jahren hat Rudolf so mittlerweile fast alle Flächen in der Wohnung verspiegelt, sogar die Küche ist komplett verglast. Mit starkem Sikaflex-Kleber halten auch die schwersten Spiegel. Oftmals klebt der gelernte Radio- und Fernsehtechniker auch mehrere Glasflächen und Ornamente übereinander. Ergänzt wird die eigenwillige Raumgestaltung durch die Sammelwut seiner Gattin. Sie ist ganz vernarrt in Murano-Glasfiguren.
Murano ist eigentlich eine Insel-Gruppe nordöstlich von Venedig, die durch Brücken verbunden ist. Weltberühmt wurde die Region durch die Glasbläserei. Man kann Murano getrost als Wiege der europäischen Glaskunst bezeichnen. Die Geschichte dieser Kunst reicht über 1000 Jahre zurück. Durch den beginnenden Tourismus am Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte Murano ein erneutes Aufblühen. Die Einrichtung einer Glasfachschule auf Murano 1860 und die Gründung der Firma Società Salviati & Co. 1866 knüpfte bewusst an die Glaskunst der Renaissance mit ihren dünnwandigen Flügelgläsern, Faden- und Netzgläsern wieder an. Venezianische Glasgefäße der 50er und 60er Jahre sind von Farbe und Dekor her am Expressionismus orientiert. Knallbunte Streifen- und geometrische Op-Art-Dekore in der sogenannten vetro pezzato-Technik sind typisch für die Entwürfe. Heute sind die Straßenzüge der Insel Murano durch eine Vielzahl von Glasgeschäften geprägt und Muranoglas zum beliebten Sammlerartikel geworden. Manuela Glogowski ist auf Flohmärkten unterwegs, um die teuren und seltenen Stücke zu ergattern. Auch eBay und andere Tauschbörsen sind beliebte Treffpunkte für Murano-Begeisterte aus der ganzen Welt. Über 900 Clowns und andere Figuren hat die Schuhverkäuferin bereits gesammelt.
Zwar entfällt jetzt das lästige Renovieren und streichen der Wohnung, aber dafür muss fast täglich geputzt werden. Staub entfernt Manuela jeden Tag und alle zwei Monate wird jede einzelne Glasfläche und jede der wertvollen Murano-Figuren gründlich gereinigt. In der Küche fallen diese Arbeiten sogar täglich an. Kein Problem, meint die putzwütige Gattin, schließlich liebt sie ihre Wohnung und ihre Sammlerstücke so sehr, dass ihr diese Tätigkeiten leicht und gerne von der Hand gehen.
Die Glas- und Spiegelflächen gehen mächtig ins Geld, aber für die schöne und eigenwillige Wohnung verzichten die Eltern von zwei erwachsenen Töchtern gerne auf den Urlaub und anderen Luxus.
Rudolf Glogowski: „Das mache ich alles selber, mit meiner Frau zusammen und so wie wir die Zeit und das Geld dazu haben. Hier in diesem Haus haben wir das seit ungefähr elf Jahren. Seit dieser Zeit sind wir hier mit Spiegeln usw. am Probieren und am Machen und vorher hatte ich schon in der alten Wohnung auch schon gemacht, dass wir da Wände mit Spiegel verschönert haben. Das ist ein Hobby, welches mir sehr viel Spaß macht!“
Die beiden Kinder sind längst aus dem Haus und so hatte Rudolf hat im Obergeschoss Platz, sich eine kleine Werkstatt einzurichten. Hier entstehen alle Objekte in mühevoller Kleinarbeit. Früher arbeitete er bei Peguform in Oldenburg, wurde dann jedoch durch Rationalisierungsmaßnahmen arbeitslos. Nun versucht er, durch seine vielen handwerklichen Fähigkeiten ein neues Betätigungsfeld zu finden. Wenn der 53jährige eine neues Glasprojekt in Angriff nimmt, zeichnet er nichts auf, sein Pläne entstehen ausschließlich im Kopf und werden umgehend umgesetzt. Die besten Ideen hat er nachts ganz spontan und am nächsten Morgen geht’s dann sofort los.
Rudolf Glogowski: „Das habe ich alles im Kopf und da kommt mal was zu Stande, mit dem ich gar nicht rechne. Das ist zum Beispiel oben im Schlafzimmer der Engel, den man sieht. Der ist einfach so zu Stande gekommen, durch ankleben von Spiegeln und zusammensetzen ist ein Bild daraus entstanden.“
Geht einmal etwas zu Bruch oder fällt mal ein Spiegel von der Wand, weil der Kleber nicht richtig gehalten hat - kein Problem, Scherben bringen bekanntlich Glück, ein guter Anlass, ein neues kleines Kunstwerk zu entwerfen!
Wer Interesse an den Glas-Arbeiten hat, wendet sich einfach an die eingeblendete eMail-Adresse oder an Oeins.
Im Haus von Manuela und Rudolf Glogowski in Kreyenbrück sollte man wirklich nicht mit Steinen werfen!
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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bittet in Oldenburg seit nunmehr 50 Jahren zum Aderlass. Die erste Blutspendeaktion wurde im April 1957 im Ministerium der Huntestadt durchgeführt. Am 7. Mai des gleichen Jahres bat man dann erstmalig die breite Öffentlichkeit um den roten Lebenssaft. Immerhin 82 Spender folgten dem Aufruf. In den Anfangsjahren beteiligten sich vor allem Firmen, wie die EWE, die Fleischwarenfabrik oder auch die NWZ an den Aktionen. Damals wurde das Blut in Flaschen abgefüllt und konnte nur 21 Tage lang verwendet werden.
Heute sind in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Thüringen jeden Tag flächendeckend 44 Blutentnahmeteams im Einsatz. Neben den festen Spendeterminen, die meist in Schulen stattfinden, sind auch zwei Blutspendemobile unterwegs. So arbeitet man werbewirksam auch mit bekannten Fast-Food-Ketten zusammen. Zwischen BigMac und heißer Apfeltasche kann man auf dem Parkplatz des Restaurants so mal eben bequem einen halben Liter Blut spenden. Dem DRK gelingt es so, auch die Jugendlichen an das wichtige Thema Blutspende heranzuführen.
Das ist auch notwendig, denn jeden Tag werden über 3.000 Einzelspenden benötigt, um den gewaltigen Bedarf der Krankenhäuser zu decken. Seit vielen Jahren schon werden dabei keine Vollblutkonserven verteilt, sondern das Blut wird gleich nach der Spende in drei Bestandteile aufgeteilt, in die roten Blutkörperchen, Plasma und Plättchen. Die so gewonnenen hochkonzentrierten Präparate können dann gezielt je nach Bedarf eingesetzt werden. Die Vorstellung, mit einer Spende könne nur einer Person geholfen werden, ist also völlig überholt denn mit dieser Methode versorgt man mit einer Konserve Blut gleich mehrere Patienten.
Der Besuch eines Blutspendetermins ist nicht aufwendig oder zeitraubend. Von der Anmeldung bis zum obligatorischen Spenderimbiss benötigt man etwa eine Stunde. Zunächst füllt man einen ausführlichen Fragebogen aus, denn die gesundheitliche Vorgeschichte muss überprüft werden. Im Anschluss wird die Körpertemperatur und der Blutdruck gemessen und noch ein paar andere Werte. Es ist immer ein Arzt anwesend, der entscheidet, ob man zur Blutspende zugelassen wird, oder nicht. Die eigentliche Entnahme dauert dann nur ungefähr 10 Minuten. Liegend und schmerzfrei ist dann etwa ein halber Liter entnommen. Während der gesamten Prozedur haben die freiwilligen Mitarbeiter ein wachsames Auge auf den Spender. Nach der Entnahme ruht man sich noch 10 Minuten aus bevor man sich am immer reichhaltigen Buffett stärken kann. Hier trifft man sich, isst und trinkt nach Herzenslust und so ist der kleine Blutverlust schnell vergessen. Frauen dürfen vier mal, Männer sechs mal pro Jahr spenden.
Das DRK darf übrigens kein Geld mit den Blutkonserven verdienen. Der Blutspendedienst ist eine gemeinnützige Gesellschaft. Erzielte Überschüsse durch den Verkauf des Blutes an Krankenhäuser sind zwar erlaubt, müssen aber wieder in den Blutspendedienst investiert werden.
Im Kreisverband Oldenburg arbeiten 800 hauptamtliche Mitarbeiter und 30 Ehrenamtliche. Die Freiwilligen sind unbedingt notwenig, um die vielen Spendetermine zu organisieren. Sehr viele hauptsächlich weibliche Freiwillige sind schon jahrzehntelang dabei, Nachwuchs wird jedoch immer händeringend gesucht. Die fleißigen Helferlein sind übrigens auch für den reichhaltigen Imbiss zuständig. Unzählige Brötchen müssen geschmiert und belegt werden, damit die Blutspender ausreichend essen können. 1957 wurde nach der Spende noch ein Cognac gereicht, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Dieses feine Gläschen wurde im Lauf der Jahre zur Enttäuschung vieler leider abgeschafft, das sollte einen jedoch nicht davon abhalten, mal einen Termin zu besuchen, denn Blut spenden rettet Leben. Jeden Tag. Auch in den Kliniken bei uns in der Stadt. Jede Spende wird benötigt, bis auf den letzten Tropfen.
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Diese neue kleine Serie feiert in dieser Sendung Premiere. Kleine Gedichte laden ein zu einem kurzen Ausflug in die Welt der Lyrik. In der ersten Ausgabe geht es um zwei Ameisen, die gerne mal verreisen würden. Das Gedicht stammt von Ringelnatz. In Serie geht die Reihe ‘Der lyrische Moment’ ab der 34. Sendung am 16. April 2008. Dann gibt es in jeder Sendung eine neue Folge.
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Musik in der Sendung
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Whitney Houston - I’m Every Woman
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Lionel Richie - Angel (Boogieman Remix-Extended)
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Frank Sinatra - My Kind Of Town
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Shanice - I Love Your Smile
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Pe Werner - Kribbeln im Bauch
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Gloria Gaynor - Never Can Say Goodbye
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Kenny G & Aaron Neville - Even If My Heart Would Break
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Diana Ross - Chain Reaction
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