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Sendung vom 1. August 2007 / 18:05 Uhr

ausgestrahlt auf oeins

Hier können Sie die Themen der Sendung nachlesen und welche Musiktitel gespielt wurden.

Die Themen:

Ordentlich was auf der Pfanne
Die lange Nacht der Museen - oder: Wenn der kleine Hunger kommt
PC-Kurse für Senioren
Wasserlösliche Bademode - reloaded
Neues Plakat zum 400. Kramermarkt

  • Ordentlich was auf der Pfanne

Werner Kropp ist seit 30 Jahren Chefkoch des Restaurants „Le Journal“ in Oldenburg.Werner Kropp Eines Tages begann er, an der Volkshochschule (VHS) Ganderkesee Kurse für Hobbyköche zu geben. Diese Lehrgänge waren so erfolgreich, dass auch die VHS in Oldenburg Interesse an Werner bekundete. Er folgte diesem Ruf nur allzu gerne - mit ebensolchem Erfolg. Da lag es für Werner nahe, eine eigene Kochschule in Oldenburg zu eröffnen.
Diese besteht nun schon seit 20 Jahren am Heiligengeistwall ein paar Häuser rechts neben dem ehemaligen Wallkino. Der Name „Werners Kochschule“ wurde schnell über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Zwei bis drei Kurse pro Woche gibt er nun - je nach Andrang. Jeder kann bei ihm kochen und sich ausprobieren, egal, ob Vorerfahrungen vorhanden sind oder nicht - Werner ist eben für alle da. Das Redaktions-Team von OLi's Abendshow durfte einen solchen Kochkurs einmal besuchen und mit einer bunt-zusammengewürfelten Truppe brutzeln, rühren schnippeln, braten und backen. Selbstverständlich wurde das Menu bei einem guten Glas Weißwein auch gemeinsam gegessen. Eine Gruppe besteht aus 10 bis 12 Personen. Der Abend stand unter dem Motto „Sommerparty“. Alle Gerichte, die zubereitet wurden, können sowohl auf dem Grill im Garten gegart werden, als auch bei schlechtem Wetter auf dem Herd in der Küche. Zu Beginn begrüßt Werner natürlich erst mal die Probanden.

Werner: “Herzlich willkommen, meine lieben Kochschüler, heute hier in ‚Werners Kochschule’! Werner, das bin ich! Wer von ihnen kocht überhaupt nicht? Au, das sind ja eine ganze Menge! So gefällt mir das! Wer überhaupt nicht kocht, der ist hier gut aufgehoben, die nehme ich besonders gut ran! Das ist ja immer ganz wichtig! Unser Ziel ist: Wenn man zu Hause kocht, dass man den ganzen Abend am Tisch sitzt, nur dann und wann in die Küche geht und man hat sein komplettes Menu fertig. Und heute werden wir kochen - wir kommen gleich auf die Rezepte zu sprechen - da gibt es zuerst einen kleinen, wunderschönen, grünen Eisbergsalat mit Erdbeeren, mit Lamm und Joghurt-Schaum und Sprösslinge dazu, das wird schon ganz gut! Dann gibt es einen Antipasti-Spaghetti-Salat und dann gibt es einen traumhaften Fisch in Folie. OK - fangen wir gleich an mit der Zubereitung!”

Bei Werner wird nicht lange gefackelt, gleich nach der Einführung ging es ab in die Küche und die Aufgaben wurden rasch verteilt. Einige Teilnehmer begannen mit den Vorspeisen. Unter anderem musste Gemüse für den Antipasti-Spaghetti-Salat geraspelt werden

Kursteilnehmer: “Ich versuche, die Karotten klein zu schneiden für eine Vorspeise. Ich koche leidenschaftlich gerne zu Hause. Eines von meinen Hobbys ist das Kochen! ”

Viele Teilnehmer lassen sich einen Gutschein für den Kochkurs schenken:

Kursteilnehmer: “Ich habe gerade die Paprika klein geschnitten. Das war ein Geschenk von meiner Freundin, das war eigentlich der Hintergrund. Ich hatte nur den Gutschein bekommen allgemein für den Kochkurs.”

Ebenso musste der Salat mit Erdbeeren, Johannisbeeren und Lammfilet vorbereitet werden. Eine weitere Gruppe kümmerte sich derweil schon einmal um die Nachspeise, ein selbstgemachtes Eis oder - um es feiner auszudrücken - ein selbstgemachtes Parfait.

Kursteilnehmer: “Ja, das wird erst mal aufgekocht, alle Zutaten rein und dann wird’s im Wasserbad abgekühlt und dann soll es nachher ein richtiges Eis werden! Das ist jetzt schon die Nachspeise!”

Zwischendurch gibt Werner immer wieder gute Tipps. Vor allem mit Oregano und Olivenöl sollte man nicht geizen:

Werner: „Bei diesem Gemüse, dieses Anti-Pasti-Gemüse für den Spaghetti-Salat, muss da eine Menge drin sein, sonst kommt der Geschmack nicht hervor, dieser wunderschöne, südländische Geschmack. Das ist das beste, was man nehmen kann. Ein reines, pflanzliches Produkt, kein tierisches Produkt, also gesund! Und gesund wollen wir essen!“

Einige konnten es nicht lassen und naschten schon mal kräftig am selbstgezauberten Eis:

Kursteilnehmer: „Ein Traum! Ein Traum! Ja, ein bisschen Amaretto ist da drin, denke ich und schön viel Sahne und so Krokant! Mmmmm! Mir schmeckt das immer so gut, wenn ich probiere! - Meine Schwester hat schon mal so einen Kurs mitgemacht und sagte, das wäre super, und da haben wir beschlossen, wir machen das auch mal!“

Das Lammfleisch für den Salat wurde nur kurz in der Pfanne angebraten und dann im Ofen fertig gegart. Zwischenzeitlich schüttelte Werner noch mal ebenso ein weiteres, ungeplantes Rezept aus dem Ärmel. In einer Pfanne zerließ er Butter und Olivenöl, gab Zucker, reichlich Honig, Pfeffer, Salz und Cocktailtomaten hinein und etwas Balsamico-Essig. Das ganze wurde solange eingekocht, bis die Tomaten etwas matschig wurden. Eine herrliche Zugabe zum Antipasti-Spaghetti-Salat!! Werner hält Tipps für jede Hausfrau und jeden Hausmann parat, so möbelt er rasch ein altes Baguette wieder auf:

Werner: „Dieses Baguette ist alt! Das wird jetzt unter dem Wasserhahn so nass gemacht, als wenn man es im Eimer eintauchen würde. Meersalz drauf und Oregano. Zehn Minuten in den heißen Backofen - und das frischestes Baguette von Oldenburg gibt es nur hier!“

Als Hauptspeise gab es drei verschiedene Fischsorten mit Butter, Gewürzen, Gemüse und Weißwein in Alu-Folie überbacken. Dazu wurden Pellkartoffeln als Sättigungsbeilage gekocht. Auch hier hat Magic-Werner wieder einen Trick auf Lager: Er gibt stets ein sauberes Küchentuch mit in dem Topf, damit die Kartoffeln schön schrumpelig werden.

Werner: „Papas Arrugadas - Spanische Kartoffeln, die werden wir nachher zu unserem Fisch essen! Nicht zu viel Wasser drauf, grobes Meersalz, das kann man überall kaufen, schön draufstreuen und dann kommt da ein Tuch drauf und ein Deckel und dann kochen wir die. Mehr braucht das nicht zu sein. Dann hoffe ich, dass die Kartoffeln nachher schön weiß sind von außen, von der Salzschicht überzogen, und man ist die mit Schale. Die sollen jetzt eigentlich schrumpelig werden, haben die Spanier mir erzählt. Aber die haben wahrscheinlich andere Kartoffeln. Aber unsere norddeutschen Kartoffeln schmecken eben gut!“

Eine andere Gruppe richtete währenddessen die Vorspeisen auf den Tellern an. Werner machte den Gartest für das Lammfleisch mit dem Finger. Niemals sollte man hierzu das Fleisch anscheiden, denn dann würde ja der Saft verloren gehen. Woran aber erkannt man beim Einkaufen zum Beispiel gutes Lammfleisch?

Werner: „Ich kaufe nur Lammfleisch aus Neuseeland. Die stellen zur Zeit einfach das beste Lamm her. So ist es! Da machst du wenig falsch!“

Das fertige Lammfleisch wurde dann noch auf die Salatteller verteilt und somit konnte der erste Gang dann gemeinsam gegessen werden. Bei Tisch gibt es aber zunächst ein Ritual, auf das Werner sehr viel Wert legt:muppets_koch

Werner: „Also, liebe Gäste, wir probieren noch mal unseren Schlachtruf für die Kochschule - und das ist auch der Schlachtruf für die ganze Woche! Zum Wohle und herzlich willkommen!!“

alle Teilnehmer: „Aber gerne!!“

Werner: „[an einen Teilnehmer] Du hast gesagt: ‚Ja, aber gerne!’ - Es heißt nur: ‚Aber gerne!’“

Nach dem ersten Gang stand dann ein Quiz zur Verdauung auf dem Programm:

Werner: „Unser erstes Quiz heute Abend! Und zwar handelt es sich hier auch um eine Speise, um Schokolade! Und zwar machen wir jetzt das ‚Staatsexamen im Schokoladenwesen’! Wer den Unterricht stört, wer absichtlich falsche Antworten gibt oder so weiter, wird des Saales verwiesen und wird zu diesem Staatsexamen nie wieder zugelassen! Wie heißt die Schokolade: ‚Farbige Unterbrechung des Alltags’?“

Teilnehmerin: „Lila Pause!“

Werner: „Lila Pause! Genau! Und jetzt: ‚Körperliche Ertüchtigung in früheren Zeiten’?“

Teilnehmer: „Ritter Sport!“

Werner: „Hast du das schon mal mitgemacht?“

Teilnehmer: “Nein!“

Werner: „Lüg mich nicht an! Falls ja, dann halte dich zurück, ja? ‚Ein Phänomen am Abendhimmel’? Oben, so mit mehreren Sternen zusammen.“

Teilnehmer: „Die Antwort ist Milky Way!“

Werner: „Milky Way! Gut! Jawoll!“

Nach dem Quiz gab Werner noch Tipps fürs richtige Spaghetti-Kochen:

Werner: „Also, ich würde sagen, macht ruhig ein bisschen Öl rein, ein bisschen Salz rein und wenn man sie dann abgießt, kalt abspülen und noch ein paar Tropfen Öl dazu, dann kleben sie nicht mehr und dann hat man immer gute Spaghetti. Ich würde Olivenöl nehmen, das gesündeste Öl für die Menschheit!“

Auch wie man Fleisch wichtig anbrät, weiß Werner Kropp natürlich ganz genau:

Werner: „Wenn man zu Hause etwas Kurzgebratenes essen möchte, vom Rinderfilet angefangen über Schweinefilet, Kotelette, Poularde (also vom Geflügel) oder Hase, Reh, Taube, Fasan - das sind alles kurzgebratene Sachen - dann gibt es nur einen einzigen Weg! Erst den Backofen anstellen, 180-190 Grad Umluft oder 200 Grad Ober-/Unterhitze, dann nehmt ihr eine Pfanne, das Stück Fleisch wird ein bisschen gepfeffert, anschließend mit Butaris oder Butterschmalz oder Olivenöl - wie heute beim Lamm - schön von beiden Seiten anbraten. Anschließend legt ihr das Fleisch in den Backofen. Rinderfilet dauert dann noch so 12-15 Minuten, Lamm reicht dicke bei 8-10 Minuten, ebenso Geflügel bis maximal 12 Minuten, Reh und Hase - ihr werdet es kaum glauben - 6-8 Minuten im Backofen, dann ist es fertig (Reh ohne Knochen meine ich, NICHT am Knochen gebraten), Fasan und Taube, 4-5 Minuten! Dann ist das Fleisch wunderschön zart und ihr werdet immer ein hervorragendes Stück Fleisch haben. Euch wird nie wieder ein Steak oder ein Kotelette oder Geflügel zäh werden. Backofen an. Anbraten. Fertig. Und jetzt kommt das beste! Hat man abends sechs oder acht Leute zu Besuch und man möchte ein schönes Stück Filet essen, dann brätst du das vormittags an und schiebst das abends in den Backofen! Man kann doch nicht abends, wenn die Gäste kommen, am Herd stehen und noch braten! Stellt euch vor, ihr müsst dann Fisch braten, das ist ja wohl noch schlimmer! Das alles brate ich vormittags an und schiebe es abends auf einem Backblech in den Backofen. Und schon habt ihr wunderschön alles fertig und keinen Stress und die Bude riecht nicht nach Fisch- oder Braten-Duft!“

Für das Hauptgericht gings dann wieder ab in die Küche. Alufolie wurde mit Butter und Weißwein bestrichen, Rotbarsch, Pengasius, Lachs und frisches Gemüse draufgelegt, mit Gewürzen und Kräutern der Saison abgeschmeckt und zu einem Tortenstück eingeschlagen. Im Backofen wurde das ganze dann 10 Minuten lang bei 200 Grad fertiggegart.

Beim anschließenden Einnehmen der Mahlzeit philosophierte Werner dann über das richtige Panieren:

Werner: „Wie paniert man, weiß das jemand? Erst einmal, wenn ich ein Stück Fleisch flach klopfen möchte, geht das nur zwischen Frischhaltefolie. Peng, peng, peng, peng - schon ist das richtig schön flachgeklopft und zerreißt nicht. Wunderschön! Wunderschön! - Zuerst wird das Fleisch gepfeffert und gesalzen. Alles, was paniert wird, muss vorher gepfeffert und gesalzen werden. Dann kommt das ‚Mehlieren’, das heißt ‚mit Mehl bestäuben’, dann schön abklopfen, damit die Poren vom Stück Fleisch dicht sind und: damit das Ei besser klebt! Aber ich nehme kein Eigelb, sondern nur Eiweiß! Ich möchte, dass das Stück Fleisch nach Fleisch schmeckt - und nicht nach Ei! Viele panieren das viel zu dick, ich nehme nur Eiweiß, das Eigelb lasse ich für das Frühstück, fürs Rührei - auch das macht ihr noch falsch! Dann kommt das Paniermehl! Paniermehl müsst ihr dann kaufen, was so fertig in den Regalen steht, in den Schachteln, damit euch mal so richtig schlecht wird! Das ist genau so, wie mit dem Parmesan, diesem fertig geriebenen Parmesan! Das sind alte Rinden gemahlen, gebleicht mit Geschmacksstoffen und Haltbarkeitsstoffen versetzt und das verkaufen die euch dann so! Kauft doch Paniermehl beim Bäcker! Oder macht es selber. Dann anbraten von beiden Seiten, raus aus der Pfanne, ab in den Backofen. Die Spargelzeit ist ja leider schon vorbei, man hätte also für jeden fünf Schnitzel mal sechs Leute, das macht 30 Schnitzel - das hätte man alles am Vormittag schon vorbraten können in der Pfanne, dann abends kurz in den Backofen für 5 Minuten - wunderschön zart! Wenn man mit Messer und Gabel zu dem Stück Fleisch hinkommt und möchte es zerschneiden, dann zerteilt sich das vorher! So zart ist das, glaubt es mir! So ist man ein paniertes Stückchen Fleisch!“

Nach dem leckeren Parfait, der Nachspeise gabs dann noch eine weitere Quizrunde und man saß noch eine ganze Zeit gemütlich beisammen. Gegen Mitternacht endete der Kochabend:

Werner: „Also, liebe Kochschüler! Vielen Dank für den Besuch heute! Ich hoffe, dass es euch sehr gefallen hat. Alles, was wir gekocht haben, habt ihr auch restlos verzehrt, wie ich gesehen habe! Wahnsinn! Ich würde mich freuen, wenn ihr etwas Schönes nachkocht zu Hause oder ihr mal wieder hier her kommt, wenn es wieder heißt: ‚Herzlich willkommen in Werners Kochschule!’ Dankeschön für den Besuch - bis zum nächsten Mal!“

Ein Kochkurs bei Werner macht richtig Spaß und wirklich jeder kann mitmachen. So ein Abend kostet ca. 60 EUR pro Person - je nachdem, was gekocht wird. Eine halbe Flasche Wein, Mineralwasser und Kaffee sind inklusive. Verschenken Sie doch mal einen Gutschein für die Kochschule, denn Werner Kropp lässt garantiert nichts anbrennen!!

Alle Rezepte können Sie hier nachlesen und vor allem: nachkochen. Gutes Gelingen wünscht das Team von OLi's Abendshow! An diesem Beitrag hat Marc-Phil Schneider von oeins mitgearbeitet, vielen Dank!!

 

Salat mit Erdbeeren und Lammfilet

Zutaten für 4 Personen

  • 1 Salat-Kopf gezupft
  • 500g Erdbeeren, Johannis- oder Heidelbeeren
  • 200g Sprossen
  • 2 Bund Basilikum
  • 200g Sauerrahm
  • 180g Joghurt
  • Salz, Pfeffer, etwas Zucker
  • pro Person 2 Lammfilets

Zubereitung

  • Salat mit den Beeren und Sprossen auf den Tellern anrichten
  • Sauerrahm mit Basilikum pürieren, Joghurt unterheben, abschmecken und über den Salat geben
  • Lammfilets 3-4 Minuten braten oder grillen und auf den Salat geben

Antipasti Spaghetti-Salat

Zutaten für 4 Personen

  • 200g frische Spaghetti
  • 2 Karotten
  • 1 Zucchini
  • 1 Paprika rot
  • 2 Fleischtomaten
  • 1 Basilikumtopf
  • 50g Pinienkerne
  • 8-10 getrocknete Tomaten
  • reichlich Oregano
  • Knoblauch (in Öl)
  • Pfeffer und Salz
  • Zucker

Zubereitung

  • Spaghetti bissfest abkochen, kalt abspülen, sonst kleben sie
  • Möhren und Zucchini in Scheiben schneiden (Möhren recht dünn)
  • Paprika in Streifen schneiden
  • einzeln würzen mit Olivenöl, viel Oregano, etwas Knoblauch (keine Presse verwenden!)
  • Pfeffer und Salz
  • Karotten zusätzlich mit viel Zucker würzen
  • das Gemüse auf ein Backblech verteilen und bei 180 Grad Umluft ca. 15-20 Minuten garen
  • Pinienkerne anrösten
  • Tomaten würfeln
  • getrocknete Tomaten ganz fein hacken
  • Basilikumblätter in Streifen schneiden
  • jetzt alles zusammen mit den Spaghetti mischen
  • unbedingt lauwarm servieren

Fisch in der Folie für den Grill oder den Backofen

Zutaten für 4 Personen

  • Alufolie ca. 30x30cm
  • verschiedene Fische oder Schalentiere (z.B. Lachs, Pengasius, Scampis, Hummer, Hummerkrabben, Shrimps usw.)
  • Gemüse nach Jahreszeit
  • Butter
  • Weißwein
  • Pfeffer, Salz
  • Knoblauch
  • Kräuter nach Jahreszeit

Zubereitung

  • Folie mit Butter und Weißwein bestreichen
  • Fisch darauf legen und würzen
  • das fein geschnittene Gemüse dazulegen mit den Kräutern
  • das ganze zu einem Tortenstück einschlagen und 7-10 Minuten auf dem Grill oder im Backofen garen (200 Grad) bei 4 “Tortenstückchen”
  • dazu passt Baguette und verschiedene Saucen oder Salate

Parfait - Selbstgemachtes Eis

Zutaten für 4 Personen

  • 100g Zucker
  • 1 Tasse Wasser
  • evtl. etwas Zitronensaft
  • 6 Eigelb
  • 1/2 Liter Sahne

Zubereitung

  • in einer Metallschüssel oder einem Topf Eier mit Wasser und Zucker auf der heißen Herdplatte schaumig aufschlagen
  • von der Herdplatte ziehen und etwas weiter schlagen
  • jetzt die Masse im Wasserbad abkühlen
  • inzwischen die Sahne steif schlagen
  • in die kalte Eimasse können Sie geben: Zimt, Spekulatius, alle angerösteten Nussarten, Pumpernickel mit Rumrosinen, Honigkuchen, alle Korokantsachen, Kakaopulver, alle zerkleinerten Früchte, Tomate-Basilikum, Nutella, Smarties usw. usw...
  • zuletzt die Sahne vorsichtig mit Liebe unterheben
  • in Formen abfüllen und in den Tiefkühler geben
  • vor Gebrauch etwa 15 Minuten weich werden lassen

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  • Die lange Nacht der Museen - oder: Wenn der kleine Hunger kommt...Oldenburger Schloss

Erwin P. aus der Mühlengemeinde Großefehn im Herzen Ostfrieslands hatte seine Gesellenprüfung als Dachdecker bestanden. Dieses tolle Ereignis musste natürlich ausgiebig gefeiert werden. Gemeinsam mit seinem Freund Michael zog er um die Häuser. Erwin hatte nach den Prüfungsstrapazen sehr großen Durst. Sieben Flaschen Bier und eine halbe Pulle guten Doppel-Korn mussten es schon sein! Aber hören Sie selbst, wie es Erwin P. an diesem Abend ergangen ist:

Erwin: „Na, Michael, mach’s noch’n Korn? Trink man noch ein!“

Nun, Großefehn ist zwar ein charmantes Dorf und ein beliebtes Urlaubsziel, aber abends werden doch recht zeitig die Bordsteine hochgeklappt.

Da lag es nahe, noch nach in Oldenburg zu fahren. Die Huntemetropole ist ja bekannt ihre attraktive Kneipenlandschaft und die interessante Gastro-Szene, da kehrt man gerne einmal ein! Gesagt, getan, schnell ins Auto gestiegen und ab nach Oldenburg! Dort angekommen verlor man sich durch einige Umstände jedoch schnell aus den Augen. So rannte Erwin P. in dieser lauschigen Montag Nacht dann alleine durch die gemütliche City.

Erwin: „Hmmm... unter der Woche is hier aber auch nich soooo viel los! Hat ja alles schon zu!“

Es war schon fast Mitternacht, als er plötzlich auf ein wunderschönes, großes Haus zulief.

Erwin: „Mann, ist das groooooß!! Und ganz gelb! So groooooß! BOAH!!“

Als Dachdecker verwundert es nicht sonderlich, dass Erwins Leidenschaft das Fassadenklettern ist. Die 10m-lange-Regenrinne an diesem gewaltigen Haus war daher für ihn die ideale Einladung, sich mal an dem Gebäude zu versuchen. So fackelte er nicht lange und kletterte hinauf. Oben angekommen, wollte er natürlich auch mal sehen, wie es drinnen so aussieht! Mit der blanken Faust verschaffte er sich Zutritt zu diesem merkwürdigen Bauwerk.

Erwin: „AUA!!! So ne Scheiße, meine Hand!!“

Die Kletterei war natürlich auch ganz schön anstrengend!

Erwin: „Jetzt hab ich aber auch langsam Kohldampf! Jetzt was zu essen! Boah, hab ich Hunger! ---- Oh! Ein Kühlschrank! Lecker Brötchen! Lecker lecker!“

Die Stulle, die Erwin im Kühlschrank fand, mundete fantastisch! Auf einem Tisch liegend fand der dann noch eine Schere und zwei CD’s.

Erwin: „Uiiii, die neue Doppel-CD von Ireen Sheer! Geil! Nehm ich glatt mit!“

Doch was war das? Ein Bild an der Wand beunruhigte Erwin zu tiefst! War da etwa etwas Verbotenes zu sehen?

RinneErwin: „Das ist doch’n Hakenkreuz ist das! N’ Hakenkreuz! Scheiß Nazis!“

Tatsächlich war auf dem Gemälde im Wert von ungefähr 400 EUR kein Nazi-Symbol zu sehen, Erwin hatte sich das aufgrund des vielen Alkohols wohl nur eingebildet, eine hochprozentige optische Täuschung sozusagen. Dennoch war er nicht zu bremsen und entsorgte das vermeintliche Hakenkreuz-Bild fachgerecht im nächten Mülleimer. Glücklich, satt und zufrieden verließ er dieses seltsame, große, gelbe Haus mitten in Oldenburg wieder auf dem gleichen Wege, wie er hineingelangt war. Anschließend legte er sich in den Schlossgarten, um seinen Rausch auszuschlafen.

Das seltsame, käsekuchengelbe Gebäude, in das Erwin P. des nächtens einstieg, war kein geringeres, als das Oldenburger Schloss, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Nach seiner langen Nacht im Museum stellte sich Erwin P. am nächsten Morgen reumütig der Polizei. Das war auch gut so, denn die Schlossverwaltung hatte das Gemälde, welches Erwin P. als vermeintlichen Nazi-Unrat entsortge, bereits als gestohlen gemeldet. Im Mülleimer hatte der Schlossherr sein wertvolles Bild nicht vermutet. Nach seiner Vernehmung wurde er entlassen. Vielleicht nimmt er nächstes Mal einfach den Haupteingang zu den regulären Öffnungszeiten. Warum die Alarmanlage nicht funktioniert hatte, blieb ungeklärt., ebenso, welcher Angestellte des Schlosses am nächsten Tag sein belegtes Brötchen vermisste. Eine toffte Stulle, manchmal steht Erwin P. sogar nachts auf und holt sich eine!

Diese Geschichte ist absolut wahr und hat sich so zugetragen, alle Namen wurden jedoch von der Redaktion geändert.

 

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  • PC-Kurse für SeniorenSenioren am PC

Unter dem Titel „50+ online – Senioren im Internet“ fand am Samstag eine Schulung in Varel statt. Der Clou: Die Tutoren waren junge Erwachsene – so träfe also das Motto „Jung lehrt Alt“ zu. Marc-Philipp Schneider war für Oldenburg Eins vor Ort und wollte von der Leiterin Annegret Siebrecht wissen, ob das Konzept angenommen wird.

Annegret Siebrecht: „Das klappt hervorragend, das wird sehr gut angenommen von denSenioren! Wir machen das ein Mal im Monat und bieten den Senioren somit die Möglichkeit, einmal im Internet zu schnuppern und zu schauen, was man da so alles machen kann. Die fachkundige Anleitung - und das ist etwas ganz besonderes - wird hier in diesem Fall von jungen Leuten gegeben. Man merkt somit, dass ‚Alt und Jung’ wunderbar zusammen arbeiten können. In diesem Fall profitieren die älteren Teilnehmern von den Jüngeren.“

Marc-Philipp Schneider: „Immer mehr ältere Menschen finden das große Tor ins Internet. Unter den 60jährigen nutzt bereits jeder Zweite die digitale Form zu kommunizieren - Tendenz: steigend. Am vergangenen Wochenende wurden weitere Senioren in der Computerschule von Annegret Siebrecht in Varel mit dem Internet verbunden. Mit welchen Internet-Seiten wird der Surfer-Nachwuchs vertraut gemacht?“

Annegret Siebrecht: „Im Internet beschäftigen wir uns mit Reisen. Wir schauen Seiten an, bei denen man also auch Reisen buchen kann oder sich Informationen über Reisen holen kann. Dann sind Gesundheitsseiten ganz wichtig, die Seiten der Krankenkassen, aber auch Internet-Apotheken, wie kann ich meine Medikamente über das Internet bestellen. Online-Banking ist auch ein Thema. Also, im Grunde genommen eigentlich alle Themen, die sich damit beschäftigen, die Mobilität der Senioren zu erhalten. Das bedeutet, wenn jemand ein Handicap hat, nicht mehr mobil ist, kann er über das Internet die Mobilität wieder erreichen und wieder an Lebensqualität gewinnen, in dem man halt verschiedene Produkte und Informationen eben über das Internet heraussucht und sich die auch zuschicken lässt.“

Marc-Philipp Schneider: „Zwar ist der Lehrgang nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch um einen ersten Eindruck vom neuen Medium zu gewinnen, reicht ein Einführungskurs allemal. Annegret Siebrecht

Annegret Siebrecht: „Zwischendurch gibt es eine Kaffeepause. Wobei man dann auch immer wieder sagen muss: ‚So, jetzt wird aber auch Kaffeepause gemacht!’ - weil, das Medium Internet ist so interessant, dass sich dann keiner davon lösen kann! Das ist tatsächlich bei den Älteren so, dass sie auch nicht vom PC wegkommen. Das gleicht sich dann wieder aus mit den jungen Leuten, die das ja auch nicht schaffen! Und daher ist da eine gewisse Ähnlichkeit zu finden!“

Der Preis wird durch das Alter der Teilnehmer bestimmt. Pro Lebensjahr zieht Frau Siebrecht einen bestimmten Geldbetrag ab.

Geplant ist übrigens noch ein Kurs, bei dem das Bedienen von Handys beigebracht wird. Falls Sie also ein ‘Handycap’ haben, sind Sie bei Annegret Siebrecht sehr willkommen.

 

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  • Wasserlösliche Bademode - reloaded

Susi Schneider ist eine junge, attraktive Frau aus Oldenburg. Kürzlich feierte sie ihren 25. Geburtstag.Bikini Von ihrem Freund bekam sie einen niegel-nagel-neuen Bikini in schwarzer Edeloptik geschenkt. Prima, freute sich Susi, genau das passende Geschenk für den anstehenden Bade-Urlaub. Italien, Adria, die Sonne brennt, der Bikini? - Perfekter Halt! Freudig erregt sprang die dynamische Susi ins Meer.
Übermütig planschte sie im kühlen Nass und winkte ihrem Freund zu, der noch am Strand lag und merkwürdig grinste. Susi schenkte diesem Feixen und Grienen zunächst keine weitere Aufmerksamkeit. Doch was war das? Susi beschlich ein komisches Gefühl! Irgendwie geriet der neue Bikini ins Rutschen! Die Nähte lösten sich auf!

Susi Schneider: „Also, ne? Ich bin dann ins Wasser gegangen und ich hab mich auch schon so ein bisschen gewundert, warum der Tommy nicht mitgekommen ist. Aber, hmmm, ich dachte, ich mach mal was alleine! Und dann war ich dann so im Wasser und dann dachte ich so, hmmmm, das ist aber irgendwie ganz schön kalt! Und dann hat sich der Bikini aufgelöst! So, der ist so runtergefallen! Das war echt der Hammer“ Der will mich immer nur nackig sehen!“

Das ist Susi einfach der Stoff durch die Lappen gegangen! Sie ist auf einen bösen Streich ihres Freundes hereingefallen, einen wasserlöslichen Bikini. Diesen Scherzartikel gibt’s auch als Badehose für den Mann. Wie funktioniert es aber nun genau? Sylvia Gonschorek ist Office-Managerin bei der Herstellerfirma ‘cultstyles’ aus Metzingen.

Sylvia Gonschorek: „Innerhalb von drei Minuten werden sich die seitlichen Nähte von Badehose bzw. Bikini auflösen, somit wird es sich dann einfach vom Körper lösen und die betroffene Person wird sich dann plötzlich ohne Bademode im Wasser befinden!“

Die Badehose bzw. der Bikini wird in einer stylishem Geschenkbox geliefert. Wichtig ist, dass das Teil nicht vorher gewaschen wird, den sonst tritt der Effekt schon in der Waschmaschine auf!

Sylvia Gonschorek: „Damengrößen gibt es von 34-42 und für Herren gibt es die Hose von S-XL.“

Der Artikel ist prima geeignet als Rache-Geschenk, für Junggesellenabschiede und jeden runden Geburtstag. Er kostet erschwingliche 14,95 EUR und hat sich schon zu einem wahren Verkaufsschlager entwickelt. Seien sie also misstrauisch, wenn sie eine Badehose oder einen Bikini geschenkt bekommen! Das Teil löst sich schneller auf, als sie denken!

 

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  • Neues Plakat zum 400. Kramermarkt

Der Kramermarkt findet in diesem Jahr zum 400. Mal in Oldenburg statt. Zu diesem großen Jubiläum ließ diedas neue Plakat zum 400. Kramermarkt Stadtverwaltung ein neues Plakat entwerfen. Der bekannte Grafiker Klaus Beilstein wurde damit beauftragt, mit dem Jubiläumsplakat den besonderen Charakter des Marktes zu unterstreichen. Am 26. Juli wurde das Ergebnis offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Vordergrund sind Graf-Anton-Günther und sein Pferd Kranich zu sehen, die äußerst belustigt auf den Besucher zuzureiten scheinen, dahinter gelblich angedeutete Fahrgeschäfte und ein pinkfarbenes Riesenrad im Hintergrund. Die etwas kreischigen Farben begeistern nicht jeden Geschmack und die Gesamtgestaltung ist durchaus umstritten. In Kürze wird das Plakat in ganz Oldenburg zu sehen sein, sodass sich jeder selbst ein Bild machen kann.

Der Grafiker Klaus Beilstein ist 1938 geboren und hat die Oldenburger Kunstszene maßgeblich mit geprägt. Er ist Leiter der ‘Künstlerischen Werkstätten’ im Fach ‘Bildende Kunst/Visuelle Kommunikation’ an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Auch für den Kramermarkt kann sich Klaus Beilstein schwer begeistern. Welche Fahrgeschäfte schätzt er besonders?

Klaus Beilstein: „Ja, das waren so diese Geschäfte, die mit Verdeck und lauter Musik - aber das liegt lange zurück! Laute Musik und die Musik, die ich gerne hatte, das waren damals so diese Rock’n’Roll-Sachen, die eher lautstarken und wilden Sachen. Und dann natürlich die Karussells, wo man mit den Mädchen Kontakt aufnehmen konnte. Also, wo man dann gelegentlich, wenn da noch ein Platz frei war, während der Fahrt reinspringen konnte - oder solche Sachen. Mir hat das früher sehr viel Spaß gemacht!“

Selbstportrait Klaus BeilsteinDer Künstler ist ein großer Fan von Zuckerwatte. Schmeckt die süße Versuchung heute eigentlich noch genau so gut wie vor 30 Jahren?

Klaus Beilstein: “Der Unterschied ist eigentlich nicht merkbar. Mir macht das heute an sich noch viel mehr Spaß als früher. Das mache ich regelmäßig! Immer, wenn ich zum Kramermarkt gehe, hole ich mir so eine Zuckerwatte, und finde das auch sehr reizvoll, dass man sich dann mit der Zunge den Rest aus dem Gesicht holen kann, also man hat sehr lange was davon!”

Oldenburgs fünfte Jahreszeit beginnt am 28. September und endet am 7. Oktober 2007. Ob man das neue Plakat nun mag oder nicht – der Kramermarkt wird doch wieder alle in seinen Bann ziehen und für einen garantierten Spaß sorgen!

 

Hilfreiche Links zu diesem Thema:

 

 

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Musik in der Sendung

Oleta Adams - Window Of Hope

 

Die Ärzte - Dinge von denen

 

Bruce Hornsby and the Range - The Way It Is

 

Prince - Diamonds And Pearls

 

John Travolta and Christopher Walken - Timeless To Me

 

Barbra Streisand - We Must Be Loving Right

 

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