Spaghetti gibt es in jedem Haushalt. Das Tolle an diesen langen Nudeln ist: Sie schmecken nicht nur prima, man kann sie auch als Küchenhelfer benutzen. Wie das funktioniert, weiß Jessika Brendel, vom Kochmagazin LECKER.
Oliver: “Jessika, was kann man außer essen noch mit Spaghetti machen?”
Jessika Brendel: "Wenn ich einen Kuchen backe und ich will eine Garprobe machen, brauche ich ja normalerweise ein Holzspießchen. Manchmal hat man keine Holzspießchen zur Hand, aber fast immer hat man Spaghetti zur Hand, und ich kann das einfach ersetzen. Noch ein toller Tipp ist, wenn ich zum Beispiel Windlichter habe und in den großen Windlichtern sind abgebrannte Kerzen drin, brauche ich ja meistens ein langes Streichholz, sonst verbrenne ich mir immer so schnell die Finger. Was aber auch super geht: Wenn ich eine Spaghetti nehme und die anzünde, die brennt nämlich auch, und damit kriege ich das wunderbar hin."
Oliver: “Ihr habt euch in der Redaktion nicht nur über Spaghetti Gedanken gemacht, sondern auch über andere ungewöhnliche Küchenhelfer. Wozu eignen sich zum Beispiel Flaschen?”
Jessika Brendel: “Mit einer Flasche, also mit einer großen Selterflasche oder mit einer Saftflasche kann ich, das passiert ja öfters zum Beispiel in Single-Haushalten, dass ich vielleicht doch keine Kuchenrolle so schnell zur Hand habe, aber ich möchte gerne die Kekse ausrollen können. Da ist eine Flasche eine Superhilfe, damit kann ich auch toll den Keksteig ausrollen."
Oliver: “Mein Lieblingstipp von euch ist die Nylonstrumpfhose. Wozu kann man die benutzen?”
Jessika Brendel: ” Mit einer Nylonstrumpfhose kann man ganz toll Fenster putzen. Es gibt ja Leute, die schwören hinterher auf Zeitungspapier, dass es damit streifenfrei wird, das Fenster, ich schwöre auf den Strumpfhosentrick, weil damit kriegt man, finde ich, am besten die Fenster streifenlos sauber."
Vor 40 Jahren startete das erste deutsche Raumschiff
Vor 40 Jahren startete das erste deutsche Raumschiff! 1966 ging nämlich die 7teilige TV-Serie Raumpatrouille Orion zum ersten Mal auf Sendung. Die mittlerweile kultige Serie war von Anfang an ein großer Erfolg. Wegen der hohen Produktionskosten wurde sie aber leider nicht fortgesetzt. Es wirkten so bekannte Schauspieler mit wie Dietmar Schönherr, Eva Pflug oder aber auch Wolfgang Völz. Oliver im Gespräch mit Ursula Korbach-Mahler, Vorsitzende eines Raumschiff-Orion-Fanclubs.
Oliver: “Frau Korbach-Mahler, ich begrüße sie recht herzlich!”
Ursula Korbach-Mahler: “Ja Grüß Gott! Hallo!”
Oliver: “Wie feiern sie heute das 40jährige Jubiläum dieser Kult-Serie?”
Ursula Korbach-Mahler: “Naja, es ist so, dass wir uns von unserem Fan-Club aus alle getroffen haben in München bei mir zu Hause. Wir haben hier ganz groß eine Videoleinwand aufgebaut, wir sind ungefähr 30 Leute. Es konnten leider nicht alle kommen aber wir werden uns natürlich sehr viele Folgen anschauen von Orion und werden das hier ausführlich mit Sekt und mit Essen feiern. Wir werden uns das ganz gemütlich anschauen und werden dann natürlich auch den legendären Modetanz versuchen mitzutanzen - zu fortgeschrittener Stunde!”
Oliver: “Werden sie alle sieben Teile schauen oder haben sie eine kleine aber feine Auswahl getroffen?
Ursula Korbach-Mahler: “Wir haben vorweg natürlich eine kleine und feine Auswahl getroffen, das, was uns besonders gut gefallen hat und je nach dem wie lange es gehen wird, werden wir uns vielleicht auch alle Folgen anschauen. Das ist natürlich eine Zeitfrage, bis wir alles durch haben!”
Oliver: “Was macht diese Serie denn zum Kult? Was macht den Erfolg aus? Warum ist das damals so durchgestartet und ist bis heute hin bekannt? Was meinen sie?”
Ursula Korbach-Mahler: “Sie haben es ja vorher in ihrer Anmoderation erwähnt, es waren diese hohen Kosten und man mußte dann irgendwie improvisieren! Man mußte mit wenig Kosten auskommen und - was man da alles improvisiert hat! Ob das jetzt z.B. der Roboter in Aktion war, das war ja eine Papp- und Holz-Attrappe, die von vorne und von hinten gestützt werden mußte. Und jetzt diese Roboter in Aktion-Szene, die ganz legendär, ganz sensationell war, die schauen wir uns immer wieder gerne an! Der Roboter wurde von einem anderen gesteuert, der rechte Arm mußte bedient werden und der linke Arm. Was man da nicht alles eingesetzt hat! Oder z.B. auch Badezimmerarmaturen kann man sehen, wenn man ganz genau hinguckt! Mit welchen Mitteln man gearbeitet hat, welche Ideen man hatte und welche Kreativität dahinter steckt, das ist glaube ich das, was diesen Kult-Faktor ausmacht.”
Oliver: “Legendär war ja damals das Bügeleisen oder auch Garnrollen und Plastikbecher. Waren das wirklich alles Sparmaßnahmen oder sollte das auch ein Gag sein oder war das Kreativität?”
Ursula Korbach-Mahler: “Naja, wie ich schon gesagt habe, man mußte gucken, das die Produktionskosten sehr niedrig gehalten werden. Klar, wenn man wenig Mittel zur Verfügung hat, dann fördert es natürlich die Kreativität. Und es waren natürlich sensationelle Leute am Werk, die wirklich intelligent waren, kreativ waren und ich glaube nicht, dass es hier was mit ‘Verarschung’ zu tun hatte, sondern dass es die Kreativität der Leute war, wie z.B. die Ventile einer Mischbatterie einzusetzen. Wer kommt denn bitte auf so eine Idee? Oder überhaupt Badezimmer-Armaturen? Oder dieser Commander-Stand, da dachte man ja so ein bißchen, man sei im Baumarkt oder man hätte sich im Baumarkt verirrt!”
Oliver: “[lacht sich scheckig, kann kaum die nächste Frage stellen]”
Ursula Korbach-Mahler: “[lacht sich ebenso scheckig]”
Oliver: “Ja, das sah in der Tat so aus! Das ist aus heutiger Sicht sicher auch der gewisse Charme dieser Serie! Hatten sie denn als Fanclub schon Kontakt zu den Schauspielern? Ich meine, Dietmar Schönherr, Wolfgang Völz... das sind ja klingende Namen der deutschen Schauspielszene! Hat man sich mit denen mal getroffen oder konnten sie mit denen mal telefonieren?”
Ursula Korbach-Mahler: “Ja, also, das war großartig! Wir hatten die Möglichkeit mal mit Eva Pflug, das war ja damals sozusagen der Vorstoß einer Sexbombe - das war ja so die erste Sexbombe - mit der konnten wir mal sprechen. Es war zwar nur ganz kurz, aber es war für uns alle ein ganz großes Erlebnis einmal mit Eva Pflug zu sprechen!”
Oliver: “Vielen Dank Frau Korbach-Mahler für das Gespräch!”
Schlafmünzen - Es sind noch 14 Milliarden DM im Umlauf
Seit fast fünf Jahren bezahlen wir in Deutschland mit dem Euro. Aber immer noch liegen massenhaft D-Mark herum - meist gut aufbewahrt in Schränken oder auch vergessen in Spartrümpfen und Sofaritzen. Laut der Deutschen Bundesbank ist die gewaltige Summe von 14 Milliarden Mark noch im Umlauf. Gigantische Werte schlummern in also noch in deutschen Haushalten.
Kurzumfrage: “Meine D-Mark-Münzen habe ich in einer kleinen Box, weil ich habe damals wie alle anderen auch Münzen zurückgelegt, damit ich nicht vergesse wie sie aussehen.” - ”Ich habe in meine Schreibtischschublade ein kleines Glas mit den ganzen Münzen von damals.” - “Ich hab ne Schatulle in der sind lauter Münzen aufgehoben, und da hab ich irgendwann auch lauter Deutsche Mark reingeschmissen.”
Die schlafenden D-Mark-Bestände - die so genannten Schlafmünzen - will die bundesweite Bildungsinitiative "Deine Mark macht Schule" jetzt zu Gunsten von Kindern in Deutschland und in Entwicklungsländern einsammeln. Anlässlich des 60. Geburtstags von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, soll sich ganz Deutschland auf die Suche nach den Schlafmünzen machen. Abgabestellen sind alle teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken. UNICEF-Botschafter Joachim Fuchsberger steht voll hinter der Aktion:
Joachim Fuchsberger: “Das finde ich eine Superidee, weil man glaubt es ja kaum wenn man hört, was für ein gewaltiger Betrag da in der Gegend herumliegt, ohne dass er zu irgendwas zu Nutze ist. Es sei denn, man liefert das Geld ab und versetzt zum Beispiel UNICEF in die Lage, den Kindern in den ärmsten Ländern der Welt die Möglichkeit zu geben, etwas zu lernen.”
Zur einen Hälfte fließen die Spendenerlöse in weltweite Bildungsprojekte von UNICEF, zur anderen Hälfte gehen sie über das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland an Ausbildungs- und Bildungsprojekte in Deutschland. Das CJD ist einer der größten Bildungsträger bundesweit - 150.000 Menschen bekommen hier jedes Jahr Bildungs- und damit Zukunftschancen. CJD-Vorstandssprecher Pfarrer Hartmut Hühnerbein:
Hartmut Hühnerbein: “Bildung ist letztlich der Schlüssel für die Eröffnung von Perspektiven für das Leben eines jungen Menschen. Und da ja auch eine große Sammelaktion an deutschen Schulen stattfindet, wollen wir auch gucken, wo finden förderungswürdige Projekte an Schulen statt, um das auch zu unterstützen. Und wir möchten diese Projekte auch multiplizieren, so dass man sagt: Komm, da sind gute Beispiele, das ist doch nachahmenswert!”
Schirmherrin der Aktion "Deine Mark macht Schule" ist Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan. Jeder ist aufgefordert, bei sich selbst die D-Mark-Bestände aufzuspüren und zu spenden. Alle Schulen in Deutschland haben die Chance, mitzumachen und einen Teil des Erlöses für ihre eigenen Bildungsprojekte zu bekommen. Und: jeder Schlafmünzensammler kann zusätzlich noch tolle Preise gewinnen, die es nicht für Geld zu kaufen gibt. "Blacky" Fuchsberger kann nur jedem raten, bei "Deine Mark macht Schule" mitzuhelfen.
Joachim Fuchsberger: “Ich kann nur jeden bitten, der noch nicht vergessen hat, dass er unter der Matratze, oder im Ofenrohr oder sonst wo was liegen hat: Holt es raus und setzt es für diese wunderbare Sache ein!”
"Deine Mark macht Schule" - die große Bildungsinitiative zu Gunsten von UNICEF und dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland. Helfen Sie mit, geben Sie Ihre D-Mark-Schlafmünzen ab dem 24. Oktober bis zum Jahresende bei allen teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken ab. Weitere Informationen gibt es unter www.deine-mark.de oder telefonisch über die Info-Hotline 01805 900 988 00.